Montag, 31. Januar 2011

Halbzeitvegetarier

Es gibt ein neues Projekt vom Vebu und Jugend für Europa: die Seite Halbzeitvegetarier.de. und das funktioniert so:


Halbzeitvegetarier basiert auf einer einfachen Idee: Statt Dogmen oder Verzicht zu predigen, wollen wir zu einer offenen Auseinandersetzung mit dem Thema gesunder und nachhaltiger Ernährung beitragen.
"Zwei halbe Vegetarier sind auch ein ganzer"
Unter diesem Motto rufen wir dazu auf, sich in Paaren zusammenzuschließen und gemeinsam den Fleisch- und Fischkonsum zu halbieren.
Darüber, dass hoher Fleischkonsum weit reichende Folgen für unsere Umwelt, das Klima, die Tiere und unsere eigene Gesundheit hat, wissen viele Menschen längst Bescheid.
Die Konsequenz, von heute auf morgen Vegetarier zu werden, ziehen daraus jedoch die wenigsten. Wir schlagen vor, sich an einen bewussten Umgang mit tierischen Nahrungsmitteln zu gewöhnen: Statt des vollständigen Verzichts einfach um die Hälfte zu reduzieren.


Es gibt auch ein Video dazu:



Mal abgesehen davon dass ich den Vorsitzenden vom Vebu unsympathisch-schleimig finde, bin ich vom Inhalt mäßig begeistert. Es ist zwar schön, wenn jmd weniger Fleisch isst, aber dazu brauchts nicht so ne kindische Kampagne. Meine Kritikpunkte wären

  • Es wird mal wieder das Wort "Vegetarier" verwendet, wo s gar keinen Vegetarier gibt. Ein Vegetarier ist jmd, der kein Fleisch isst. Isst man Fleisch, ist man Fleischesser und sonst nix. Es gibt auch nicht "ein bisschen schwanger" 
  • Ein Projekt "Halbzeitveganer" würde ich ja noch verstehen, Veganismus ist schon ein relativ radikaler Einschnitt. Aber auf Fleisch zu verzichten ist jetzt nicht sooo schwer, da muss man keinem ne Medaille verleihen wenn er mal statt Pizza Hawaii die Pizza Funghi bestellt. Was nicht heißt dass es nicht gut wäre; aber eben auch nicht so toll dass man da so n Trara draus macht. 
  • Der Denkfehler zwei Halbzeitvegetarier wären auch ein Vegetarier. Stimmt. Aber zwei Halbzeitvegetarier sind auch ein Fleischesser.
  • Ich habe den Eindruck, der Vebu will sich nur anbiedern bei einer, ich nenns mal "dummen yuppiehaften Mittelschicht die sich in ihrer dekadenten Lebensweise suhlt, schön alles unangenehme ignoriert und sich gern alternativ nennt".  
  • Auf der Seite wird der Vegetarismus (Vegetarismus!!! Was sind dann erst Veganer???) als radikal diffamiert und suggeriert, er würde für Dogmen und Verzicht stehen und es sei deshalb völlig ok, kein ganzer Vegetarier sondern eben nur ein halber zu sein.

Auf der Seite gibt es einen Kommentar, der es ganz gut zusammenfasst (immerhin wird anscheinend nicht zensiert):

Wie gesagt: jede Reduktion unseres viel zu hohen Fleischkonsums ist begrüßenswert, aber diese Initiative führt leider in eine gefährliche Sackgasse…

Kommentare:

  1. Finde ich schade, dass du das so negativ siehst, leider ist diese Ansicht bei vielen Veganern ja generell vertreten.
    Klar finde ich als Vegetarierin Fleischkonsum nicht gut und ich würde mir wünschen, dass mehr Leute darüber nachdenken, was dahinter schmeckt und nicht nur "Mir egal, schmeckt halt" als Argument hervorbrechen. Aber wenn sich jemand bemüht und mit kleinen Schritten anfängt- was ist dagegen einzuwenden? Ich kann mir gut vorstellen, dass aus "ich esse mal weniger" schnell "ich esse davon garnichts mehr" wird.
    Diese militante Haltung gegenüber allen, die nicht gleich zum Veganer werden und das durchhalten, finde ich der Veggie-Bewegung eher abträglich.

    LG Sue

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  2. Gegen das Bemühen ist nix einzuwenden, aber dafür den hochtrabenden Titel "Halbzeitvegetarier" zu verleihen finde ich etwas übertrieben.
    Mir hat letztens einer erzählt, dass er bei Subway in der Schlange stand und eigentlich das Sub des Tages nehmen wollte; musste aber in dem Moment an mich denken und hat sich fürs Veggie delite entschieden - da hab ich mich gefreut und das auch gesagt! Es ist nicht so, dass ich Bemühen nicht honoriere, nur das ganze jetzt zu einer riesigen Show zu machen, wo man sich rühmt, was man alles nicht gegessen hat - ich find das einfach übertrieben.
    Das hat doch nichts mit Militanz zu tun. Ich fände auch "Halbzeitradfahrer" oder "Halbzeitsitzpinkler" doof, auch wenn das sicher ehrenwerte Ansätze sind.

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  3. Ich bin ja gerade etwas geschockt.

    Die "Argumente" für Fleisch sind den Argumenten gegen Fleisch natürlich sehr sehr gleichwertig. Ich verdrehe gerade die Augen während ich dies tippe.
    Das hätten sie aus dem Filmchen besser raus lassen sollen.

    Danke fürs zeigen, Frau Mausflaus.

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  4. Also ich finde, wenn sich jemand jedes zweite mal zum pinkeln hinsetzt, ist das ein riesen Fortschritt! Für den, der immer sitzt ist das natürlich lächerlich, aber bei dem Halbzeitsitzpinkler kommt was in Bewegung. Vorher hat er nur das gemacht, was alle machen. Hauptsache bequem, schnell und ohne groß nachzudenken. Nun denkt er bei jedem zweiten mal, was mache ich denn hier? So'n Schwachsinn, schei... Weiber, ach eigentlich ist es doch ganz bequem, oh ich kann ja dabei sogar meine Mails checken und besser abschütteln :-) Auf jeden Fall, er denkt nach, was er vorher nie gemacht hat. Und dann trifft er eine weitere Entscheidung. An diesen Punkt wäre er wahrscheinlich nie gekommen, wenn er sich nicht jedes zweite mal bequem und entspannt hingesetzt hätte ;-)

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  5. Ich sehe das auch ähnlich. Es ist ja toll, wenn jemand seinen generellen Konsum in Frage stellt. Aber erstens hat der Begriff "Vegetarier" dann noch nichts damit zu tun und zweitens ist das das was da passiert nur Wischiwaschi um sein eigenes schlechtes Gewissen zu beruhigen.

    Kleine Schritte können enorm wichtig sein. Trotzdem halte ich Aufklärungsarbeit für angebrachter, anstatt Menschen dazu zu verführen einer Modeerscheinung zu folgen

    Denn wer sich wirklich mit dem Thema beschäftigt, kommt um einen gewissen Grad an Konsequenz einfach nicht herum.

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  6. Ich muss gestehen, auf Seiten der Blogbetreiberin zu sein, allerdings lediglich aus moralischen Gründen. Ich finde auch einmal wöchentlichen Fleischverzehr noch zu viel, und wer diese Halbzeitvegetariergeschichte durchzieht, wird sicherlich nicht die ethische Komponente des Vegetarismus in Betracht ziehen, denn andernfalls würde er oder sie nicht mehr in der Lage sein, das jeweilige tote Tier auf dem Teller zu verzehren. Mit Vegetarismus hat das nichts zu tun, sondern dient vielmehr dem Seelenbalsam, der Reduktion der Schuldgefühle, denn: "man müsste ja eigentlich ...", aber so richtig konsequent mögen wir dann doch nicht sein. Daher finde ich den Satz mit der "dummen yuppiehaften Mittelschicht" ganz treffend: das Feuilleton, bzw. die ganze Presselandschaft hat in den letzten Monaten den Weg geebnet zu einer Esskultur, in der sich die beiden Pole des täglichen Fleischverzehrers als der negative und jener der (relativen!) Fleischabstinenzler als positiver, 'chicer', gegenüberstehen. Es ist einfach nur rational, die eigene gesellschaftliche Stellung betrachtend (Abgrenzung nach 'unten'), wenn mensch auch mal hin und wieder "was leichtes" aka fleischloses zu sich nimmt, besser für Körper und Klima. Kurz: mir fehlt der Glaube daran, dass mittels solcher Aktionen dauerhaft eine Vielzahl an Fleischverzichtern (oder gar Veganern) kreiert wird, aber andererseits ist es natürlich (nüchtern betrachtet) schön für Tier und Umwelt, wenn weniger Fauna auf den Tellern dieser Welt landet. (im Übrigen hasse ich es aber, wenn bekennende Fleischvernichter auf Parties, weil sie sich gerade als Weltretter_in fühlen, zu den dann meist in weit geringerer Anzahl gereichten fleischlosen Häppchen greifen und den paar Vegetariern und Veganern auch noch das Essen wegfuttern. Um bei der nächsten Gelegenheit wieder ihre Scherze zu machen, ob mensch denn mal wieder Bock auf ne Wurst hätte oder so.) Hoppla, vom Thema abgekommen. Egal.

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  7. Ganz ehrlich:
    Ich finds albern. Wenn ich nicht mehr wie bisher zu 21 Mahlzeiten in der Woche Fleisch esse sondern nur noch zu 10 1/2, dann bin ich schlicht und ergreifend kein Vegetarier und auch kein Halbzeitvegetarier.

    Klar ist das Einschränken von Fleischkonsum notwendig und wichtig usw. usf.
    Egal ob jetzt für die eigene Gesundheit oder fürs Klima oder für sonstwas.
    Ich bin aber auch kein "Bio-Vegetarier" wenn ich nur noch Biofleisch esse.
    Vegetarisch ist mittlerweile ein von der EU geschützter Begriff. An sich, also streng genommen, bin ich ja schon kein Vegetarier mehr, wenn ich Fisch, Gelatine oder Molke esse, aber das wird großflächig geduldet, soll mich persönlich auch nix angehen.
    Auf die aktuelle Entwicklung, auf das aufkommende "anständig" im Bezug auf vegetarische Ernährung zu reagieren halte ich für schlicht und ergreifend die falsche Reaktion. "Halbzeitvegetarismus" aufzugeben ist doch viel einfacher als Vollzeitvegetarismus. Wie reflektiert denkt man denn über sein Essverhalten wirklich nach? Menschen die üblicher Weise "also auf die Currywurst im Stadion kann ich nicht verzichten" sagen beschränken sich ja nicht darauf.
    Das klingt für mich alles viel zu sehr nach einem Silvestervorsatz.
    Schlussendlich aber auch nochmal Begriffsdogmatikertum: Entweder ich bin vegetarier oder ich bins nicht. So gesehen wäre ja fast jeder jetzt schon Halbzeitvegetarier, wenn er sich neben seinem Schnitzel noch ne Ladung Pommes reinknallt, war immerhin auch die Hälfte des Essens.

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  8. Vegetarismus ist definitiv aus gesundheitlichen, ökologischen, ökonomischen und auch ethischen Gründen eine gute Sache. In meinem Freundeskreis gibt es einige - ziemlich undogmatische :) - Vegetarier an der Schwelle zum Veganismus, ich schätze diese Menschen und ihre Entscheidung sehr, habe großen Respekt vor ihnen, koche gerne mit ihnen zusammen vegetarisch und habe selbst mehrfach darüber nachgedacht, ganz auf Fleisch und Fisch zu verzichten. Da ich aber aus Allergiegründen z.B. nicht jeden Tag Hülsenfrüchte oder Milchprodukte als Ersatz-Eiweißquelle zu mir nehmen kann, ist kompletter Vegetarismus nichts für mich. Ich esse also vielleicht 2x pro Woche eine kleine Portion Fisch, 2x pro Woche Fleisch, in kleinen Portionen, den Rest der Zeit ernähre ich mich, würde ich in Ermangelung eines besseren Labels sagen, vegetarisch. Ich wäre nicht von selbst darauf gekommen, mich als Halbzeit-Vegetarierin zu bezeichnen, aber ich finde das Label auch nicht so abwegig - es ist durchaus werbewirksam, und vielleicht kann man in dem Fall den vermutlichen Nutzen über die (dogmatische) Begriffsrichtigkeit stellen...

    Ich finde auch nicht, dass das Video pauschal den Vegetariern Dogmatismus unterstellt (die Macher streiten ja nur für sich selbst Dogmatismus ab), aber wenn man darauf dann so pingelig reagiert ("Halbzeitvegetarier gibt es nicht"), wirkt das zumindest auf mich schon eher dogmatisch.

    Sicher ist die Kernidee der Kampagne etwas einfach/unüberlegt rübergebracht, aber wenn die Zielgruppe erst mal damit anfängt, sich mit der Thematik intensiver auseinanderzusetzen, könnten sich schon positive Veränderungen auf breiterer Front ergeben.

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  9. Klar ist Reduzieren schon ne gute Sache. Aber hier wird einfach nur ein kurzlebiger Trend beworben, statt Leute zum selbstständigen Nachdenken zu bringen. Ich finde das in dieser Form der Sache eher abträglich als nützlich.

    Btw, Eiweiß ist nun wirklich das geringste Problem. Soweit ich weiß ist, außer in Zucker und Alkohol, in jedem Lebensmittel Eiweiß enthalten. Gute Quellen sind z.B Avocados, Nüsse, Kerne, Spinat oder Kartoffeln. Pflanzliches ist auch nicht "schlechter" als tierisches. Bevor man an Eiweißmangel leidet, ist man vorher schon an ganz anderen Dingen gestorben ;)

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  10. Doch, Poet, der Gedanke ist abwegig, denn Vegetarismus beinhaltet nunmal mehr als "kein Fleisch essen".
    Vegetarismus ist ein Abbild einer Einstellung, einer tiefergehenden Beschäftigung mit seiner Umwelt und vor allem auch einer Überzeugung: Nicht zu töten oder töten zu lassen.
    Das kann ich nicht einfach die halbe Woche an- und die restliche Zeit abstellen.
    Wie viel intensiver soll sich die "Kernzielgruppe" denn noch damit auseinandersetzen, damit es Veränderungen auf breiter Front gibt? Jeder Mensch WEIß was da passiert, jeder kennt die Zusammenhänge, ob ökologisch, humanitär, gesundheitlich, tierrechtsbedingt.

    Es ist in unserer Gesellschaft jedem erlaubt sich dieses Recht zuzugestehen und ich bin bestimmt die letzte die irgendjemandem etwas verbieten will, sich aber als Halbzeitvegetarier zu bezeichnen zeugt nur davon, dass man die Gründe derer die so leben nicht verstanden hat oder verstehen will.
    Wer wenig Fleisch isst mag viele verschiedene, auch gute Gründe dafür haben, aber es werden im Endeffekt doch niemals die selben sein, die ein Vegetarier hat.

    Das Schlimmste an dieser Kampagne ist aber, dass sie von _der_ Vegetarierorganisation herausgegeben wird und dass die Aussagen darin ein Schlag ins Gesicht jeder Person sind, die vegetarisch lebt.
    Eine Kampagne, die eine Reduktion des Fleischkonsums anregt, die von mir aus auch fleischfreie Tage empfiehlt oder sonst irgendwas in der Art, von mir aus auch gern mit Partnerschaftsprogrammen, hätte vollkommen gereicht.
    Da muss man nicht das Label eines total hippen "verzichtsreduzierten" und "undogmatischen" Halbzeitvegetariers draufdrücken; es hätte vollkommen ausgereicht "meatfree monday"-Buttons auszugeben.

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  11. Ok, ich fange mal oben an:
    #Es gibt ja auch nicht ein "bisschen schwanger". - Made my day, Recht hast du, SDP laesst gruessen.

    #Der Chef vom Vebu sieht echt etwas schraeg aus.

    #Ich hoffe es passiert, was Homeveganer gesagt hat, die leute fangen an mehr zu denken, was sie da tun, ob das wirklich passiert, wird sich zeigen.

    #Ich mag den Namen auch nicht. Da haette es ein anderer echt auch getan.

    #Tisi sagte " denn Vegetarismus beinhaltet nunmal mehr als "kein Fleisch essen".
    Vegetarismus ist ein Abbild einer Einstellung, einer tiefergehenden Beschäftigung mit seiner Umwelt und vor allem auch einer Überzeugung: Nicht zu töten oder töten zu lassen."

    Und genau das halte ich fuer falsch. Es gibt massenweise Leute, die Vegetarier sind, weil es ihnen nicht schmeckt oder weil sie es eklig finden oder sowas und die muessen nicht mal einen hauch darueber nachgedacht haben. Ich habe einen guten Freund, der ist aus einer Wette heraus Vegetarier geworden. Das Umweltbewusstsein hat fuer mich da erstmal gar nichts mit zu tun, das kann auch so da sein oder eben auch nicht. Die Zahl ist wahrscheinlich gering, aber Vegetarier mit dreckschleudernden Fahrzeugen gibt es bestimmt.

    #Lesen Leute vom Vebu das hier zufaellig auch?

    Gruesse aus Kolumbien

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  12. @Paul:
    der "echte" Vegetarismus, ist schon ein ethischer.. Vegetarismus schließt den Konsum jeglicher Produkte von toten Tieren aus, also auch Leder, Pelz, Horn. Jmd der nur kein Fleisch isst, weil er meint das wäre gesünder wird aber wahrscheinlich trotzdem gerne Lederschuhe tragen.
    das würde ich vielleicht noch als "vegetarische Ernährung" bezeichnen, aber nicht als Vegetarismus im klassischen Sinne.

    ich glaub nicht... der Vegetarismus schert sich um sowas nicht groß, dem gehts um die große Publicity, was sich in der kleinen Veganerszene jenseits von Promis wie Attila Hildmann abspielt juckt die nicht.
    Mir wird der Vebu zunehmend unsympathisch, ich habe gerade auch durch solche Aktionen den Eindruck, es geht nur noch darum, Geld zu scheffeln und den Verein berühmt zu machen.

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  13. Ansich ist es ja eine gute Sache, dass die Menschen mehr darüber nachdenken was sie konsumieren. Aber das find ich einfach nur scheinheilig. Frei nach dem Motto "wir essen ja viel weniger als die anderen und sind damit so viel besser"

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  14. @Kathi
    Och, genaugenommen sind sie ja auch besser als die anderen, aber eben auch nicht sooo toll, dass es die Klassifikation mit irgendwas mit Vegetarier im Namen verdient...

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  15. Hmmm... Ich selbst bin ja kein Vegetarier, versuche aber, so gut es geht, zumindest vegetarisch zu leben, und beschäftige mich auch mit veganer Ernährung. Ein Umdenken, was den Fleischkonsum betrifft, finde ich sehr wichtig, denn wir alle (außer die, die es geschafft haben, davon wegzukommen) essen viel zu viel Fleisch und tierische Produkte - abgesehen davon, dass es ungesund ist, fördert es natürlich auch Tierleid, denn das ganze billige Zeug muss ja auch irgendwo "produziert" worden sein. (Ein schreckliches Wort im Zusammenhang mit Tieren, finde ich, aber in der heutigen Zeit kann man es kaum noch anders nennen.)

    Daher ist schon eine Reduktion von Fleischkonsum für jemanden, der sonst immer Fleisch in sich reinschaufelt, für mich persönlich ein großer Fortschritt, aber ich bin auch kein richtiger Vegetarier un daher wohl auch nicht recht ernstzunehmen.

    Ein Beispiel, das mir aber trotzdem gefällt: Jetzt in der Fastenzeit habe ich meinen Freund überzeugt, den Fleischkonsum auf einmal die Woche zu beschränken, und er, der Fleischliebhaber, macht tatsächlich mit. Ich glaube sogar, er findet es gar nicht so fürchterlich, wie er anfangs gedacht hat, und er meint, er wird fleischfreie Tage auch nach der Fastenzeit weiterführen. Ich finde das toll, sozusagen umdenken im Kleinen - wer weiß, was daraus noch wird...

    Liebe Grüße
    Nadja

    P.S: Ich abonnier deinen Blog einfach mal. Zwar bin ich eher "Flexitarier" (und ich weiß, dass du den Begriff nicht magst, aber er passt einfach am besten), kaufe nur Biofleisch, das trotzdem mit Tierleid produziert wird, und gehöre definitiv zu der Gruppe Menschen, denen ihre eigenen Haustiere lieb und teuer sind, aber trotzdem Tiere essen (irre, aber leider wahr...) dennoch finde ich deine Argumente und deine Einträge gut und deshalb werd ich weiter mitlesen :) (Wenn dir das halt recht ist.)

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    1. hallo nadja,
      also erstens mal ist JEDER mensch ernst zu nehmen, unabhängig von seiner ernährungsform. und wenn du wirklich so lebst wie du es beschreibst (sry, ich habe einfach zu oft "ich ess auch nur ganz selten fleisch" gehört), finde ich das super.
      Ich habe im Post ja auch geschrieben, dass ich mich über jeden freue, der weniger tierprodukte isst, mich stört halt nur dieser modebegriff "flexitarier".
      und dass du meinen blog magst und verfolgst freut mich auch :-)

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