Dienstag, 18. Januar 2011

Greenpeace findet Pestizid-Paprika

Mal ein Lebensmittelskandal, der auch uns Veganer betrifft. Die drastisch erhöhten Werte scheinen zum Glück eher die Ausnahme zu sein. Pestizide in Lebensmitteln, gerade in Obst und Gemüse sind aber generell ein Problem. Wenn man da auf der sicheren Seite sein möchte, sollte man Bio kaufen, auch wenn es nicht ganz billig ist. Der Skandal zeigt erneut, dass es mit Lebensmittelüberwachung in Deutschland nicht weit her ist, wieso muss da erst Greenpeace kommen und Labors beauftragen? Das ist Aufgabe des Staates!


Lidl, Tengelmann und Netto haben Gemüsepaprika verkauft, die mit hohen Rückständen des Wachstumsregulators Ethephon belastet sind. Bei drei von 29 Proben wurden die von Greenpeace. beauftragten Labore fündig: Sie überschreiten den gesetzlichen Höchstgehalt für Ethephon, eine Probe sogar die akute Referenzdosis
Die gesetzlich erlaubte Höchstmenge für Ethephon in Gemüsepaprika liegt aktuell bei 0,05 mg / kg. In München, Bonn und Köln fanden die Forscher eine deutliche Übertretung dieses Grenzwertes:
  • Paprika Mix, Lidl, Bergisch Gladbacher Straße 190, Köln: 0,63 mg/kg Rückstand
  • Paprika Tricolor Ejidomar, Tengelmann, Schlierseestraße 23, München: 0, 76 mg/kg Rückstand
  • Paprika Tricolor Ejidomar, Netto (Edeka), Ellesdorferstraße 39, Bonn: 4 mg/kg Rückstand
Letztere Probe überschreitet mit 4 mg/kg sogar die akute Referenzdosis - auch ARfD abgekürzt. Bei dieser Dosis kann bereits eine einmalige Aufnahme die Gesundheit schädigen. Besonders Kinder sind gefährdet. Verbraucher können beim Kauf auf grüne Schattierungen bei der Paprika achten - ein Zeichen für eine erhöhte Ethephon-Dosis. 


mehr Infos, die genauen Untersuchungsergebnisse und Grafiken dazu bei Greenpeace

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