Montag, 31. Januar 2011

Halbzeitvegetarier

Es gibt ein neues Projekt vom Vebu und Jugend für Europa: die Seite Halbzeitvegetarier.de. und das funktioniert so:


Halbzeitvegetarier basiert auf einer einfachen Idee: Statt Dogmen oder Verzicht zu predigen, wollen wir zu einer offenen Auseinandersetzung mit dem Thema gesunder und nachhaltiger Ernährung beitragen.
"Zwei halbe Vegetarier sind auch ein ganzer"
Unter diesem Motto rufen wir dazu auf, sich in Paaren zusammenzuschließen und gemeinsam den Fleisch- und Fischkonsum zu halbieren.
Darüber, dass hoher Fleischkonsum weit reichende Folgen für unsere Umwelt, das Klima, die Tiere und unsere eigene Gesundheit hat, wissen viele Menschen längst Bescheid.
Die Konsequenz, von heute auf morgen Vegetarier zu werden, ziehen daraus jedoch die wenigsten. Wir schlagen vor, sich an einen bewussten Umgang mit tierischen Nahrungsmitteln zu gewöhnen: Statt des vollständigen Verzichts einfach um die Hälfte zu reduzieren.


Es gibt auch ein Video dazu:



Mal abgesehen davon dass ich den Vorsitzenden vom Vebu unsympathisch-schleimig finde, bin ich vom Inhalt mäßig begeistert. Es ist zwar schön, wenn jmd weniger Fleisch isst, aber dazu brauchts nicht so ne kindische Kampagne. Meine Kritikpunkte wären

  • Es wird mal wieder das Wort "Vegetarier" verwendet, wo s gar keinen Vegetarier gibt. Ein Vegetarier ist jmd, der kein Fleisch isst. Isst man Fleisch, ist man Fleischesser und sonst nix. Es gibt auch nicht "ein bisschen schwanger" 
  • Ein Projekt "Halbzeitveganer" würde ich ja noch verstehen, Veganismus ist schon ein relativ radikaler Einschnitt. Aber auf Fleisch zu verzichten ist jetzt nicht sooo schwer, da muss man keinem ne Medaille verleihen wenn er mal statt Pizza Hawaii die Pizza Funghi bestellt. Was nicht heißt dass es nicht gut wäre; aber eben auch nicht so toll dass man da so n Trara draus macht. 
  • Der Denkfehler zwei Halbzeitvegetarier wären auch ein Vegetarier. Stimmt. Aber zwei Halbzeitvegetarier sind auch ein Fleischesser.
  • Ich habe den Eindruck, der Vebu will sich nur anbiedern bei einer, ich nenns mal "dummen yuppiehaften Mittelschicht die sich in ihrer dekadenten Lebensweise suhlt, schön alles unangenehme ignoriert und sich gern alternativ nennt".  
  • Auf der Seite wird der Vegetarismus (Vegetarismus!!! Was sind dann erst Veganer???) als radikal diffamiert und suggeriert, er würde für Dogmen und Verzicht stehen und es sei deshalb völlig ok, kein ganzer Vegetarier sondern eben nur ein halber zu sein.

Auf der Seite gibt es einen Kommentar, der es ganz gut zusammenfasst (immerhin wird anscheinend nicht zensiert):

Wie gesagt: jede Reduktion unseres viel zu hohen Fleischkonsums ist begrüßenswert, aber diese Initiative führt leider in eine gefährliche Sackgasse…

Sonntag, 30. Januar 2011

Prozess gegen Tierschützer in Österreich

In Österreich spielt sich gerade ein Justizdrama ab. Seit über 30 Verhandlungstagen stehen 13 Tierschützer vor Gericht. Es werden nicht etwa konkrete Taten verhandelt, sondern es geht um die Bildung einer kriminellen Vereinigung und um eine Anklage nach dem sogenannten Anti-Mafia-Paragrafen §278a. Die gesamten Ausmaße des Prozesses hier zu schildern würde den Rahmen eines Blogpostst mit Sicherheit sprengen. Daher hier die Kurz-Zusammenfassung und der Hinweis auf die Seite Tierschutzprozess.at, auf der die Verhandlung detailiert dokumentiert wird und weitere Hintergrundinformationen abrufbar sind. 
Aktuelles zum Prozess gibt es auch auf http://antirep2008.tk/


Antirep 2008


Seit April 2007 ermittelt eine eigene Sonderkomission gegen die Tierschützer. Die Ermittlungen gipfelten im Mai 2008 in 30 Hausdurchsuchungen. Insgesamt wurden gegen angeblich gegen 267 Verdächtige Überwachungsmaßnahmen angeordnet und zehn Personen mussten für 105 Tage in Untersuchungshaft. Anfangs geäußerte Verdachte, es gäbe Belege für Brandstiftungen, Bombendrohungen und Gasangriffe wurden fallen gelassen und mehrere Ermittlungsverfahren wurden eingestellt. 13 Tierschützer sitzen seit 2. März 2010 dennoch auf der Anklagebank. Allen wird vorgeworfen, sie wären Mitglieder einer kriminellen Organisation nach §278a.

Über den Prozess berichtet der SWR, im Beitrag wird der Prozess von mehreren Fachleuten als Farce bzw. Druckmittel der Pelz- und Fleischindustrie bezeichnet. 

Samstag, 29. Januar 2011

Das Schwein ist auch ein Symbol des Glücks. Davon hat es selber aber nichts.

Das ist das nüchterne Schlusswort des in der Frankfurter Rundschau erschienen Artikels "Reiches Land, arme Sau". Es geht um den Schlachtpreis, die Haltungsbedingungen, den Schweinefleischkonsum und natürlich um das Schwein selbst:


Wir finden Schweine erst niedlich (doch selbst süße Kleine landen als Spanferkel auf dem Grill), später stinken sie, und zum Schluss sind sie lecker.
Fleisch macht stark, Mann isst Fleisch. Das ist das eine. Aber gleichzeitig verzärteln wir die Borstenviecher auch. Aus Marzipan geformt, lächeln sie uns in Süßwarenläden an. So weit haben es Rind und Pute nie gebracht.
Eigentlich wissen wir, was Wissenschaftler herausgefunden haben: Schweine sind intelligente, soziale Tiere und weit mehr als ein Fleischlieferant. In Schweinchen Dick, Schweinchen Schlau, Schweinchen Babe und Miss Piggy lebt das Schwein als vermenscheltes Tier fort. 


Sehr nett geschrieben und mit interessanten Fakten gespickt.


Freitag, 28. Januar 2011

vegan in Köln

Im Kölner Stadtanzeiger ist heute eine Serie über Veganismus erschienen;

Auftakt bildet ein Interview mit einem Veganer:

„Es gibt bei Ernährung unterschiedliche Einstellungen. Vegan zu leben bedeutet für mich, meinem Körper etwas Gutes zu tun, ein politisches Statement abzugeben und respektvoll mit meiner Umwelt umzugehen.“ Wenn andere Menschen auf unterschiedliche Weise für ihre Überzeugung eintreten, sei das völlig in Ordnung. „Nur weil es viele Probleme auf der Welt gibt, ist das keine Entschuldigung, nichts zu unternehmen.“

Außerdem geht um eine vegane Kaffeebar, einen Bio-Gourmet-Club; es gibt eine kurze Infoseite zum Thema Veganismus und eine Liste mit veganen Restaurants. Sowas hätte ich gerne in jeder Zeitung für jede Stadt! 



bis dahin guckt man am besten auf veganguide.de 


Donnerstag, 27. Januar 2011

vegan gesund ist der Hund

Auf nachrichten.at ist ein Artikel über vegane Hundeernährung zu lesen, der sehr positiv ausfällt: Berichtet wird von einem Tierheim, was die vegane Hundeernährung entdeckt hat, und sehr positive Erfahrungen gemacht hat. Was mich wirklich überrascht hat: Es sind gar nicht mal ethischen Gründe, sondern gesundheitliche!


„Wir haben festgestellt, dass beispielsweise Hautprobleme, die sehr häufig vorkommen, mit veganer Ernährung rasch verschwinden“, sagt der gelernte Tierpfleger.
Mittlerweile bietet Hofner allen Hunden im Tierparadies rein pflanzliches Futter an. „Etwa 80 Prozent nehmen es an, alle anderen füttern wir selbstverständlich mit Fleischnahrung.“ 
Um zu überprüfen, ob seine Tiere alle Vitamine und Mineralstoffe bekommen, die sie brauchen, lässt Hofner regelmäßig Bluttests von Tierärzten durchführen. „Es wurde noch nie ein Mangel festgestellt“, sagt der Heimleiter. Das bestätigt der Neuhofner Veterinärmediziner Fritz Kemetmüller, Präsident der Tierärztekammer Oberösterreich: „Die Hunde vom Tierparadies Schabenreith sind alle gesund, die vegane Nahrung schadet ihnen sicher nicht.“


Ich hatte bisher (ohne mich intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen) den Standpunkt, vegane Hundeernährung ist zwar möglich, da Hunde Allesfresser sind, aber nicht besser, sondern eher schlechter also eine fleischhaltige Kost, weil da (genau wie bei der menschlichen veganen Ernährung) eher die Gefahr besteht, dass man die Nahrung zu einseitig auswählt, und daher leichter Mangelerscheinungen riskiert.
So ganz falsch scheinen meine Vorurteile aber auch nich gewesen zu sein, denn eine Allgemeinempfehlung zur veganen Hundeernährung wird nicht gegeben:

Trotzdem empfiehlt Kemetmüller vegane Ernährung für Hunde nicht generell. „Denn diese Tiere sind grundsätzlich Fleischfresser, und Laien können bei rein pflanzlicher Ernährung sehr viel falsch machen“, argumentiert der Mediziner.

 Im Artikel ist auch die Email-Adresse des Tierheims angegebeben um nähere Infos zu erfragen.
Eine weitere Informationsquelle wäre vegan-hund.de/ Habe die Seite jetzt nicht genau durchgeschaut, aber auf den ersten Blick erschien sie mir hilfreich.

das Bild konnt ich mir einfach nicht verkneifen :-)

Mittwoch, 26. Januar 2011

aktuelles Lieblingszitat VI

Die Tierindustrie gehört heute schon zu den größten Verursachern von Treibhausgasen. Eine Kuh produziert im Jahr bis zu 100kg Methan. 100kg! Damit kann man ein Auto 1000km weit antreiben! Man muss der Kuh eigentlich nur noch beibringen in den Tank reinzupupsen.
(...)
"Was also huhn?", sprach die Henne. Weiter eiern wie bisher? Wir müssen unseren Fleischkonsum endlich wieder in vernünftige Maße bringen. Sonst drohen uns radikale Maßnahmen: Es gibt Zukunftsforscher, die sagen, ökologisch ist die moderne Fleischindustrie so eine Katastrophe, künftige Generationen werden die Fleischfresserei einfach verbieten. Dann wird Fleischkonsum kriminalisiert; und die Typen die heute am Bahnhof Haschisch verkaufen, dealen dann mit Leberkäsbrötchen. Dann liest man in der Zeitung: "Großer Erfolg für die Wurstfahndung in Köln: Beamte der Einsatzgruppe "Landjäger" haben einen illegalen Fleischwurstring hochgenommen. Der Innenminister unterstrich nochmal deutlich: "Schwarzwursten ist kein Kavaliersdelikt!"

"Schwein oder nicht Schwein" von Philipp Weber auf WDR 2 Kabarett vom 18.1.2011

Montag, 24. Januar 2011

aktuelles Lieblingszitat V


"Vegan" ist Mangelernährung,- das Dioxin fehlt! 



 und bei close-up gibts ein tolles Tshirt:


Sonntag, 23. Januar 2011

in der Schweiz essen sie Hunde

Tierfreunde aus dem In- und Ausland sind entrüstet: «Schweizer essen Katzen!», berichtete SonntagsBlick. Viele Leserbriefe landeten im Redaktionsbriefkasten; in Internetforen wird das Thema heftig diskutiert.

Bauer Bruno D. aus dem St. Galler Rheintal versteht die ganze Aufregung nicht. Für ihn sind Katzen- oder Hundebraten so normal wie ein Kalbs- oder Schweinskotelett.

berichtet blick.ch

Wieso eigentlich nicht? Hunde sind ebenso"wenig" Tiere wie Schweine, Kaninchen oder Rinder. Es gibt keinen objektiven Grund, Schwein zu essen, Hundefleisch aber abzulehnen; das soll auch mein Bloglogo oben rechts ausdrücken.

Neben dem Beitrag ist noch ein Interview mit einer Tierschützerin zum Thema Hundefleisch abgedruckt: 

Was tun Sie dagegen?
Ich versuche, die betroffenen Tiere freizukaufen. Viele Bauern wissen das und melden sich bei mir, wenn sie einen Hund schlachten wollen. Sie verlangen Geld – bis zu 1000 Franken. In extremen Fällen befreie ich die Tiere illegal, Gesetze können mich nicht daran hindern.

Ist es denn schlimmer, eine Katze zu essen als ein Rind oder ein Pferd?
Ich als strenge Veganerin unterscheide nicht zwischen Katze und Rind, wir dürfen Tiere nicht essen, wir haben kein Recht dazu. Mein Vater war Metzger, mein Bruder ebenfalls. Sie sind wie alle Metzger Tiermörder. 

Freitag, 21. Januar 2011

Veganer bei Pro7-Show "Fashion&Fame"

Philipp ist der Dritte von links - ganz hübsch, oder? ^^
Donnerstags um 20:15 läuft eine neue Pro7-Serie (man kann sich die Folgen aber auch hier online ansehen). In "Fashion and Fame" sucht Modemacher Philipp Plein unter sieben Nachwuchs-designern den Gewinner, der dann Chef-designer des Labels "Gold Cut" wird. Mit dabei ist auch ein Veganer:


"Als Veganer würde ich niemals Pelz verarbeiten."

Philipp hat erst vor kurzem seinen Abschluss an der Akademie für Mode und Design in Hamburg gemacht. „Ich entwerfe grundsätzlich ohne kommerziellen Gedanken, kreiere aber trotzdem immer etwas, was Frauen besitzen wollen, was ihre eigene Schönheit und die Ihres Körpers unterstreicht und in Szene setzt. Ein guter Designer schafft es, andere zum Staunen zu bringen und immer wieder zu überraschen.“

Als Veganer würde der Designer niemals Pelze verarbeiten. Im Moment steht die Karriere an oberster Stelle. Der Hamburger steht auf Musik aus den 60er und 70er Jahren. Seine heimliche Leidenschaft ist das Sammeln von Filmrequisiten des USKlassikers „Der Tod steht ihr gut“.


Donnerstag, 20. Januar 2011

Veggie = intelligent + schön!

Vor einer Weile stellte eine Studie fest, dass Vegetarier intelligenter sind als der Durchschnitt. Jetzt gibt es eine neue Studie, die besagt, dass hübschere Menschen einen höheren IQ haben:

Die Welt ist ungerecht: Manche Menschen sind nicht nur schöner als der Durchschnitt, sondern auch schlauer. So lautet zumindest das Ergebnis zweier großer Studien. Hübsche Frauen liegen 11,4 Punkte über dem normalen IQ-Durchschnitt. Bei schönen Männern sind es sogar 13,6 Punkte mehr.

Für die Untersuchung wurden 32.000 Amerikaner und 17.000 Engländer hinsichtlich ihrer Intelligenz und ihres Aussehens bewertet. Evolutionspsychologe Satoshi Kanazawa von der London School of Economics erklärt das Ergebnis so: Erfolgreiche intelligente Männer wirken auf Frauen anziehend und heiraten dann auch schöne Frauen. Die Kinder dieser Paare erben dann das gute Aussehen und die Intelligenz.

Also wenn intelligente Menschen häufiger Vegetarier sind, und auch überdurchschnittlich schön sind, dann bedeutet das  

Veggies sind schöner als die Anderen!



* Leider sind diese Studien total blödsinnig und unglaubwürdig, aber es wär doch zu schön :-)


McD setzt auf Salat statt Burger


Kein BigMac, kein Royal TS, nicht mal mehr ein Hamburger: In einer McDonald's Filiale in Frankreich wird auf Fleisch verzichtet. Ein Modell mit Zukunft?

Salat, der nicht nur der Dekoration halber auf einem Stück Rindfleisch liegt, Kunden, die aus mehreren frischen Zutaten auswählen und dazu Bedienung an den Tischen? Ja, bitte, aber kennt man das von dem US-Fast-Food-Riesen McDonald's?
Noch nicht, aber womöglich bald. Laut Welt online hat der Konzern in der Nähe von Paris eine Filialie eröffnet, in der alles anders ist als sonst. Kein BigMac, kein Royal TS, nicht mal mehr ein Hamburger: Das für einen Probelauf auserkorene Restaurant setzt auf vegetarisches Essen.
Das neue Konzept sehe vor, Salate für etwa sieben Euro zu verkaufen. Kunden, die es eilig haben, können ihr Essen auch per Internet bestellen. Wie Welt online berichtet, ging das Konzept in einer anderen französischen Filiale zuvor bereits auf. Die Zahl der verlauften Salate verdreifachte sich gegenüber einem normalen McDonald's-Restaurant, und der Umsatz pro Kunde ebenfalls.
McDonald's will den Probelauf nun einige Monate testen, um dann zu entscheiden, ob weitere "grüne" Restaurants eröffnet werden. (AZ)


gelesen in der AZ


 *Verwundert die Augen reib* Sollte sich doch was am Konsum zum Positiven hin ändern? Und v.a. so sehr, dass McD die Burger komplett rausschmeißt und nur noch Salat verkauft? Also ich weiß nicht; es wäre ja super wenn die Salatkarte erweitert würde; aber Salat als Hauptmahlzeit? Ich kann mir nicht vorstellen dass das so viele Leute anspricht, und dann auch noch für 7€. Ich geh mal davon aus, dass in den meisten Salaten trotzdem Hähnchenstreifen, Schinkenwürfel o.ä. drin sind. Bisher gibt es drei Salate: Gartensalat mit Balsamico Dressing, Crispy Chicken Cesar Salad und den Grilled Chicken Cesar Salad. Der Gartensalat müsste vegan sein, sieht man von der Essig-Problematik ab.
Ich bin mal gespannt ob ein ähnliches Konzept auch in Deutschland probiert wird, vielleicht wäre McD dann vielleicht mal für unterwegs eine Option.

Dienstag, 18. Januar 2011

Greenpeace findet Pestizid-Paprika

Mal ein Lebensmittelskandal, der auch uns Veganer betrifft. Die drastisch erhöhten Werte scheinen zum Glück eher die Ausnahme zu sein. Pestizide in Lebensmitteln, gerade in Obst und Gemüse sind aber generell ein Problem. Wenn man da auf der sicheren Seite sein möchte, sollte man Bio kaufen, auch wenn es nicht ganz billig ist. Der Skandal zeigt erneut, dass es mit Lebensmittelüberwachung in Deutschland nicht weit her ist, wieso muss da erst Greenpeace kommen und Labors beauftragen? Das ist Aufgabe des Staates!


Lidl, Tengelmann und Netto haben Gemüsepaprika verkauft, die mit hohen Rückständen des Wachstumsregulators Ethephon belastet sind. Bei drei von 29 Proben wurden die von Greenpeace. beauftragten Labore fündig: Sie überschreiten den gesetzlichen Höchstgehalt für Ethephon, eine Probe sogar die akute Referenzdosis
Die gesetzlich erlaubte Höchstmenge für Ethephon in Gemüsepaprika liegt aktuell bei 0,05 mg / kg. In München, Bonn und Köln fanden die Forscher eine deutliche Übertretung dieses Grenzwertes:
  • Paprika Mix, Lidl, Bergisch Gladbacher Straße 190, Köln: 0,63 mg/kg Rückstand
  • Paprika Tricolor Ejidomar, Tengelmann, Schlierseestraße 23, München: 0, 76 mg/kg Rückstand
  • Paprika Tricolor Ejidomar, Netto (Edeka), Ellesdorferstraße 39, Bonn: 4 mg/kg Rückstand
Letztere Probe überschreitet mit 4 mg/kg sogar die akute Referenzdosis - auch ARfD abgekürzt. Bei dieser Dosis kann bereits eine einmalige Aufnahme die Gesundheit schädigen. Besonders Kinder sind gefährdet. Verbraucher können beim Kauf auf grüne Schattierungen bei der Paprika achten - ein Zeichen für eine erhöhte Ethephon-Dosis. 


mehr Infos, die genauen Untersuchungsergebnisse und Grafiken dazu bei Greenpeace

Montag, 17. Januar 2011

Fuchs schießt auf Jäger

Ich finde es eigentlich daneben, wenn man sich über die Verletzung anderer Menschen lustig macht oder gar darüber freut; aber bei dieser Meldung musste ich doch schmunzeln:



Verkehrte Welt: Fuchs schießt Jäger ins Bein

Notwehr einmal anders: Nach dem er von einem Jäger angeschossen wurde, hat sich ein weißrussischer Fuchs erfolgreich selbst verteidigt - spontan schlug er auf den Abzug des Gewehrs und schoss auf seinen Widersacher.

MINSK (dpa). Ein angeschossener Fuchs hat in Weißrussland mit einem überraschenden Pfotenhieb die Flinte eines Jägers ausgelöst und den 40-Jährigen schwer am Bein verletzt.
Der Waidmann hatte das Tier in einem Wald bei Grodno verletzt und wollte ihm mit dem Gewehrkolben den "Todesstoß" versetzen, berichteten mehrere Medien in der Hauptstadt Minsk am Donnerstag.
Als sich der Jäger über den Fuchs beugte, schlug dieser reflexartig auf den Abzug der Waffe. Die Kugel durchschlug den Schenkel des Mannes. Während der Jäger in eine Klinik gebracht wurde, lief der nur leicht verletzte Fuchs davon.

gelesen auf ärztezeitung.de


Ob das der Rezeptefuchs war? ;-)
Spontan hat mich das auch an "The Right to Arm Bears" erinnert...

Sonntag, 16. Januar 2011

Eindrücke von der Wiesbaden-pelzfrei

Gestern war die Wiesbaden-pelzfrei-Demo. Hier ein paar Eindrücke:

die Infostände am Hbf


Los geht's

zwar zurückhaltend, aber ordentlich ausgerüstet

Kundgebung vor ZARA
ZARA behauptet pelzfrei zu sein, hat aber immer noch Fellwaren.



Nächster Termin ist die Frankfurt-pelzfrei am 26.3.2011 !

Samstag, 15. Januar 2011

Lesetipp: Veggie-Special in der HAZ

Vegetarier, Veganer und Frutarier im ZiSH-Porträt
Eier, Schwein und Hühnchen: Der Skandal um Dioxin in Nahrungsmitteln und die Angst der Verbraucher bestimmen die Schlagzeilen. Viele überlegen, 
 jetzt mal auf Fleisch zu verzichten. ZiSH stellt drei vor, die das schon lange aus Überzeugung machen: Eine Vegetarierin, einen Veganer und einen Frutarier.

Sehr informativ und nett geschrieben (stammt von der ZiSH, der jungen Redaktion der HAZ), nicht nur für Hanoveraner.
Den Frutarier von Seite 5 hab ich lustigerweise mal auf ner Demo kennenlernt. Netter Kerl, aber als er erzählt hat, dass es ihm so leid tut wenn er ein Bund Möhren im Supermarkt sieht, weil die schon so früh aus dem Leben gerissen werden, fand ich das doch etwas strange.

Freitag, 14. Januar 2011

galileo-Beitrag "Mein Leben als Tierschützer"

Mein Leben als Tierschützer

Unterschriftensammeln in der Fussgängerzone ist nicht sein Ding. Das überlässt Marcus Müller anderen. Auch Tiere aus Massentierhaltungen zu befreien, hält der 29jährige für wirkungslos.
Seitdem er 14 Jahre alt ist, ist Marcus als bestens ausgerüsteter Detektiv undercover unterwegs, um mit spektakulären Aufnahmen über die Haltungsbedingungen unserer Tiere an die Öffentlichkeit zu gehen und so zu verhindern, dass Tiere als Fleisch, Eier-, Leder- oder Pelzlieferanten gequält werden. Dabei setzt er immer wieder sein Leben für Tiere aufs Spiel, denn mit seinem Beruf Tierschützer macht er sich keine Freunde. 

Quelle: pro7/galileo

... läuft gerade! Kann man sich aber unter dem angegebenen Link ab morgen online ansehen.


Edit 15.1.: die Videos sind zumindest schonmal auf Youtube: 



Mittwoch, 12. Januar 2011

vegane Vorbilder verführen ^^

Schließen sich Tierliebe und Fleisch essen aus? "Ja", lautete die Antwort für Karen Duve seit vergangenem Jahr. Die Schriftstellerin – zuvor bekennende Fleischesserin - kam auch deshalb dazu, weil sie einige Veganer so beeindruckt haben. "Die waren kultiviert, klug und warmherzig. Das sind wirklich Leute, mit denen man gerne befreundet sein möchte", sagt sie. Duve suchte schließlich nach einer ethischen Ernährungsform und lebte zunächst von Bioprodukten, dann vegetarisch und vegan. Welche Konsequenzen sie aus dem Versuch gezogen hat, erzählt sie im Tischgespräch mit WDR 5-Redakteur Ulrich Horstmann.

Quelle: wdr.de

Ich bin zwar "von allein" vegan geworden, aber die Veganer die ich kennengelernt habe, haben großen Anteil daran, dass ich dabei geblieben bin und nicht irgendwann genervt dem "ich hab keinen Bock mehr ständig überall nachzufragen und mich zu rechtfertigen!" nachgegeben habe.
Ich finde es wichtig, "Vorbild" zu sein - heißt nicht dass man einen auf Mutter Theresa sein soll; aber es ist schon eine enorme Motivation wenn man Leute kennt, die cool, flippig, fit, locker und beliebt sind - und vegan. Viele denken immer noch, Veganer wären jesuslatschentragende Spinner mit Achselbehaarung und ich glaube wenn sie dann Leute wie Attila Hildmann, Alexander Dargatz oder Moby sehen ist das dann vielleicht ein Anstoß, sich mit dieser komischen Lebensweise mal näher zu fassen - könnte ja ganz interessant sein und gut zu gehen scheints den Veganern dabei ja auch.
Ich habe selbst mal einen Fleischi "veganisiert" - ohne Missionieren (jedenfalls nicht bewusst), ohne Zetern und Zwang, einfach indem ich es vorgelebt habe, und wenn man sich mag interessiert man sich ja auch für die Lebensweise des anderen. Ich habe es auch bei anderen erlebt, die "locker" drauf waren, dass sie Verhaltensänderungen (vielleicht auch nur kleine, wie z.B. statt Fischstäbchen Gemüsesticks kaufen) herbeiführen konnten.
Vielleicht funktioniert es auch, ständig "aktiv" zu sein, überall Vorträge über Veganismus zu halten und sich mit "Pelz ist Mord"-Buttons zu behängen; ich finde sowas aber eher unsympathisch; bei mir hätte das nicht gewirkt; es hätte im Gegenteil eher Abneigung bei mir hervorgerufen.
So ähnlich beschreibt es auch der Vebu in seinem "Leitfaden für Diskussionen":

Trotz ihres Verstandes treffen viele Menschen Entscheidung nicht auf rationaler, sondern auf emotionaler Basis. Dies gilt insbesondere für so "eingefleischte" Gewohnheiten wie die tägliche Ernährung. Sie können Ihren Mitmenschen die besten Argumente und Antworten präsentieren und dennoch keine Einstellungsänderung bewirken, wenn diese sich nicht respektiert und verstanden fühlen. Wenn Sie jemanden in Grund und Boden reden, um die Diskussion mit schlagkräftigen Argumenten für sich zu entscheiden, werden Sie bei Ihren Gesprächspartnern höchstwahrscheinlich dennoch auf Ablehnung stoßen. Wer sich angegriffen fühlt, wehrt ab. Es ist wichtiger, das Herz Ihres Gegenübers für sich zu gewinnen als die Diskussion. Wenn Sie auch noch nach dem Gespräch für einen sympathischen Menschen gehalten werden, werden die Leute durchaus in Erwägung ziehen, Ihren Argumenten zu folgen. Außerdem tun Sie auch sich selbst etwas Gutes, wenn Sie stets freundlich und positiv bleiben.

Braucht wahrscheinlich wie überall den "goldenen Mittelweg" :-)

Montag, 10. Januar 2011

(m)ein Blog, (m)ein Baum!

Das schwarzbunte Gänseblümchen hat schon aufgebäumt, da muss ich gleich mal nachziehen :-)  Die IT-Frma "ITSTH" pflanzt für jeden Blogger der mitmacht einen Baum bei der Aktion " I plant a tree".

Mein Blog hat eine Eiche gepflanzt.

Und so gehts:
Schreibe ein kurzes Posting in deinem Blog um deine Leser zu informieren. Verwende einen der unten stehenden Buttons in deinem Blog (z.B. im Sidebar) um Flagge zu zeigen. Sag uns bescheid (runterscrollen). Fertig. Wir pflanzen (und bezahlen) den Baum für dich.

Alternativ kann man natürlich direkt bei "I plant a tree" einen Baum pflanzen, dies kostet 4€.

 Man könnte natürlich auch einfach im "real life" einen Baum pflanzen, aber da ich weder einen Garten noch Balkon habe (noch nicht einmal ein Fensterbrett) geht das schlecht :-/

Sonntag, 9. Januar 2011

Künstlerin wegen Tierquälerei verurteilt

Die holländische Konzeptkünstlerin Tinkebell, bürgerlich Katinka Simonse, ist von einem Gericht in Amsterdam zu einer Geldstrafe von 950 Euro verurteilt worden. Sie hatte bei einer Installation fast 100 Hamster vier Stunden lang in Laufrädern strampeln lassen. Höchstens 30 Minuten wären zumutbar gewesen, befand die Staatsanwaltschaft. Anzeige erstattet hatte eine Tierschutz-Orgaisation. Die 31-jährige Künstlerin hatte bereits Empörung hervorgerufen, als sie ihren kranken Kater zu einer Fellhandtasche verarbeitete. Als Grund gab sie damals an, zeigen zu wollen, dass die Gesellschaft die Verarbeitung von Millionen von Nutztieren zu Konsumgütern hinnehme.

Quelle: fnp

Die Künstlerin betont in zahlreichen Interviews, es gehe ihr vor allem darum das paradoxe Verhältnis des Menschen zum Tier darzustellen, der auf der einen Seite Hund und Katze wie Familienmitglieder behandelt und auf der anderen Seite Rind, Schwein und Geflügel wie Gegenstände. Sie selbst ist Vegetarierin.

Quelle: Wikipedia

Auf ihrer Homepage erklärt die Künstlerin die Hintergründe der Installation

Freitag, 7. Januar 2011

Rückruf vom Rotkohl von Netto wegen Glassplittern


Die Netto Marken-Discount AG & Co. KG (Maxhütte-Haidhof/BY) gibt ihre Kunden eine "Wichtige Information": Öffentlicher Warenrückruf "Beste Ernte". Das Edeka-Tochterunternehmen ruft den Artikel "Delikatess Rotkohl" der Eigenmarke "Beste Ernte" im 720 ml-Glas (Füllmenge 680 gr, Abtropfgewicht 650 gr) zurück. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Artikel aufgrund von Glasbruch vereinzelt Glassplitter enthält. Kunden, die den betroffenen Artikel gekauft haben, können diesen in allen Filialen von Netto Marken-Discount zurückgeben und erhalten den Kaufpreis erstattet. Anfragen beantwortet der Netto-Kundenservice unter der Rufnummer 08 00/2 00 00 15. Angaben zu Mindesthaltbarkeitsdaten, Chargennummern, Verkaufszeiträumen sind in der "Information" genauso wenig zu finden wie eine Produktabbildung; auch der telefonische Kundenservice weiß nicht mehr, als in der "Information" geschrieben steht. Auf eine Anfrage reagierte das Unternehmen nicht. Abhängig von Größe und Beschaffenheit können Glasstücke Schnittverletzungen in Mundhöhle, Speiseröhre sowie Magen- und Darmtrakt verursachen.



soweit ich weiß ist der Rohkohl mit dem Vegan-Label von Netto gekennzeichnet,

Donnerstag, 6. Januar 2011

Alternativen zur Dioxin-ei

Und jährlich grüßt das Murmeltier... nicht nur die Schweinegrippe ist zurück, auch der Dioxin-Skandal geht in eine neue Runde. Veganer juckt das relativ wenig, und auch die "ich ess doch nur Bio"-Fraktion (zumindest die bei denen das nicht nur leere Worte sind), kann beruhigt sein, denn Bio-Eier sind nicht vom aktuellen Dioxin-Skandal betroffen, da die konventionellen Pflanzenöle aus chemischer Extraktion im ökologischen Landbau verboten sind. Unter bestimmten Voraussetzungen sind aber auch konventionelle Futteranteile erlaubt.
Besser ist, ganz auf Eier zu verzichten.Die meisten Ei-Alternativen haben auch noch andere Vorteile; man muss sie nicht im Kühlschrank lagern, man kann sie auf den Boden schmeißen ohne dass man gleich ne Sauerei hat und man hat keine Eierschalen im Essen ;-)
Beim kochblog werden die 10 besten Eialternativen dargestellt, hier mal eine kurze Auflistung, wie man das Zeug verwendet könnt ihr beim kochblog nachlesen:


  1. Avocado
  2. Leinsamen
  3. Banane
  4. Ei-Ersatzprodukte (z.B. no-egg)
  5. Backpulver
  6. Apfelmus
  7. Stärkemehl
  8. Sojamehl
  9. Tofu
  10. kein Ei geht auch! 

Mittwoch, 5. Januar 2011

Lupinenprodukte

Im Dezember hatte bei meinem Blogbeitrag "Lupine als neuer Fleischersatz?" jemand gefragt, wo man Lupinen-Produkte denn im Laden kaufen konnte; worauf ich hin mal etwas recherchiert habe, da Alnatura sowas anscheinend leider nicht mehr im Sortiment hat.
Fündig geworden bin ich bei der Firma Landkrone, die folgende Lupinen-Produkte anbietet:

Unsere Produkte gibt es auch in Bio Supermärkten und Bioläden zu erwerben. In Frankfurt fällt mir da sofort Basic ein, die einen Teil unserer Produkte im Sortiment haben.


LANDKRONE Lopino Natur 

Zutaten zu 100 % aus kbA.
Besonders lecker schmeckt LANDKRONE Lopino Natur, wenn man den Lopino vorher mit LANDKRONE Sojasauce mariniert. Geeignet zum Braten, Überbacken, Grillen, für Brotaufstriche, Salate und vieles mehr.

LANDKRONE Bratwurst mit Lupine
Die LANDKRONE Bratwurst mit Lupine ist eine knackige und würzige Bratwurst ohne Soja. Gebraten und gegrillt (mit Bratöl -z.B. Landkrone Biopfanne eingepinselt) ein herrlicher Genuss! Die LANDKRONE Bratwurst mit Lupine eignet sich als Beilage zu Reis, Kartoffeln, Gemüse und Salat.

LANDKRONE India
Ein köstlicher veganer Brotaufstrich auf Süßlupinenbasis, fruchtig und pikant.LANDKRONE India, ist hefefrei und sojafrei. Schmeckt lecker pur auf Brot und auch lecker zum Dippen von Gemüse. Cremig und streichzart.

LANDKRONE Gurke-Paprika
Ein köstlicher veganer Brotaufstrich auf Süßlupinenbasis, fruchtig und pikant.LANDKRONE Gurke-Paprika, ist hefefrei und sojafrei. Schmeckt lecker pur auf Brot und auch lecker zum Dippen von Gemüse. Cremig und streichzart.

LANDKRONE Salsa

Ein köstlicher veganer Brotaufstrich auf Süßlupinenbasis, scharf und feurig.LANDKRONE Salsa, ist hefefrei und sojafrei. Schmeckt lecker pur auf Brot und auch lecker zum Dippen von Gemüse. Cremig und streichzart.

LANDKRONE Orientala
Ein köstlicher veganer Brotaufstrich auf Süßlupinenbasis mit einer besonderen Geschmacksnote. LANDKRONE Orientala, ist hefefrei und sojafrei. Schmeckt lecker pur auf Brot und auch lecker zum Dippen von Gemüse. Cremig und streichzart.



Eine andere Adresse, wo man aber leider nur bestellen kann, wäre Alberts Tofuhaus, da gibts folgende Lupino-Produkte: (danke an Tisi für den Hinweis!)

Lupinen Gyros 
Lupinen Schnitzel "Mailänder Art"
Lupinen Filet  
Lupinen Geschnetzeltes 
Lupinen Cocktail Würstchen 


 Bei vegan-wonderland und vegetarisch-einkaufen gibts auch ein paar Lopino-Sachen.

Dienstag, 4. Januar 2011

aktuelles Lieblingszitat IV

Rosemarie Zehetgruber von gutessen consulting über Gender-Aspekte in der Ernährung:

"Wir essen nicht, was uns schmeckt. Es verhält sich genau umgekehrt: Uns schmeckt, was wir oft essen. Gewohnheit prägt die Geschmacksvorlieben."


  Übrigens ein sehr lesenswerter Artikel: "Frauen essen anders, Männer auch" auf derstandard.at

Montag, 3. Januar 2011

aktuelles Lieblingszitat II

Wir lieben und essen sie, unsere Tiere. Dass das in ihrem Alltag viel Grausamkeit bedeuten kann, wird uns erst bewusst, wenn wir wieder einmal mit Bildern eines Tierhaltungs- oder Schlachtskandals konfrontiert werden.


gelesen in der Zeit

Ökotest testet vegetarischen Fleischersatz

Ökotest untersuchte 20 vegetarische Fleischersatzprodukte. Das Testergebnis spricht nicht gerade für den Fleischersatz. Alles in allem hatte ein Viertel der untersuchten Produkte so viele Mängel, dass die Experten von Öko-Test von einem Verzehr abraten. Nur knapp die Hälfte der Produkte im Test erhielt die Note “befriedigend” oder “ausreichend” und nur zwei Produkte erzielten die Bestnote.
Eine gute Nachricht gibt es aber doch noch: Der Sensorik-Test hat gezeigt, dass viele Fleischersatzprodukte ihren fleischhaltigen Vorbildern in punkto Aussehen, Geruch, Geschmack und Konsistenz sehr ähneln. In die Bewertung floss dies jedoch nicht ein, da es keinen zertifizierten Standard für Fleischersatzprodukte gibt und die Produkte naturgemäß nicht genauso schmecken können wie das Original.
  • Die Pural Vegetarische Bio-Nuggets enthalten relativ große Mengen des Weichmachers Diisononylphthalat (DINP).
  • In den Taifun Tofu-Bratgrillern, Demeter wurde ein anderer Weichmacher, Diisobutylphthalat (DIBP) nachgewiesen, außerdem Rückstände des Pestizidwirkstoffes Endosulfan.
  • In drei Produkten stecken Spuren der weitverbreiteten gentechnisch veränderten Soja-Sorte Roundup-Ready.
  • In fast allen Produkten peppen Aroma oder Hefeextrakt den Geschmack auf.
 nachzulesen bei ökotest


Schade. Da geht es gerade mal nicht darum, Sojaprodukte nur daran zu bewerten, wie nah sie an das "echte" Produkt rankommen; sondern um die Qualität der Inhaltsstoffe, und dann so ein enttäuschendes Ergebnis. Das Spuren von Gensoja gefunden wurden lässt sich wohl nicht ändern; und dass Aroma bzw. Hefeextrakt enthalten ist, ist auch kein Nachteil gegenüber Fleisch, in Bratwurst, Salami & co ist sowas schließlich auch drin, aber die Pestizidrückstände und Weichmacher hätte ich nun wirklich nicht erwartet.
Taifun hat auf seiner Homepage eine Stellungnahme dazu veröffentlicht, angeblich sind die aktuell im Handel verfügbaren Produkte davon nicht betroffen.

Sonntag, 2. Januar 2011

für 50.000€ vegan in den Dschungel

Ich hatte hier schon mal über das RTL-Angebot fürs Dschungelcamp an den Veganer Rainer Langhans berichtet. Nun haben sich RTL und Langhans geeinigt: Langhans kriegt 50.000€ Gage und muss keine Kakerlaken essen.

gelesen im Stern

Dschungelcamp ist zwar doof, aber ich glaub für 50.000€ ohne das Tierzeugsessen würd ich s mir auch noch mal überlegen...

aktuelles Lieblingszitat III

Jonathan Safran Foer im Interview mit der FAZ auf die Frage ob er auch aufs Autofahren und Alkoholtrinken verzichte:

Wir müssen nicht perfekt sein, um Dinge wichtig zu nehmen, und wir können uns vom Bewusstsein, dass wir Heuchler sind, nicht davon abhalten lassen, es zu versuchen. Unsere Wahl besteht nicht einfach aus: entweder das Leben komplett ändern oder überhaupt nicht.

Samstag, 1. Januar 2011

TV Tipp: "Bee Movie - das Honigkomplott"


Der Computeranimationsfilm von 2007 läuft heute abend um 20:15 auf Sat1, wird am Sonntag um 18:20 wiederholt.



 

Die Handlung: 

Der Drohn Barry B. Benson hat gerade seine College-Ausbildung abgeschlossen und steht vor dem Eintritt in das Berufsleben. Der einzige Beruf, den er ergreifen kann, ist die Arbeit in der Honigfabrik Honex. Da Barry jedoch nicht sein Leben lang dort arbeiten will, verlässt er den Bienenstock, um die Welt zu erkunden. Dort bricht er das eiserne Gebot des Schweigens gegenüber den Menschen, indem er sich mit der Floristin Vanessa anfreundet.
Von ihr erfährt er, dass die Menschen seit Jahrhunderten den Honig essen, für den die Bienen so hart arbeiten müssen. Mit Vanessas Hilfe verklagt er erfolgreich die Honigproduzenten. Dadurch haben die Bienen plötzlich einen immensen Honigüberschuss und stellen ihre Arbeit ein. Dies führt wiederum dazu, dass die Blumen nicht bestäubt werden und beinahe aussterben.
Barry gelingt es, die Bienen von der großen Bedeutung ihrer Arbeit zu überzeugen. Er lässt sich schließlich in Vanessas Blumengeschäft nieder, wo er eine Anwaltskanzlei eröffnet.

Rezension vom Filmdienst: 
„Es geht um den verantwortungsbewussten Umgang und den Einklang mit der Natur, um das Zusammenleben von Tieren und Menschen, um Zivilcourage und Selbstglauben. All diese Themen sind kindgerecht aufgearbeitet und ergeben aufgelockert mit Wortwitz und einigen netten Einfällen einen kurzweiligen Kinderfilm – was ihm jedoch fehlt, ist der Charme, der die Figuren erst wirklich zum Leben erweckt, der nötige Freiraum, um Anteilnahme für die Charaktere hervorzurufen, und die Fähigkeit, den Zuschauer emotional in die Geschichte hineinzuziehen.“