Mittwoch, 22. Dezember 2010

"Veganer sein ist in"

... behauptet ntv:

Christian Vagedes, Vorsitzender der kürzlich gegründeten Veganen Gesellschaft Deutschland, vergleicht die Zunahme der Veganismus mit der Bio-Welle vor einigen Jahren. Ihn verwundert der Trend nicht: Der Wechsel vom Fleischesser zum Gemüseliebhaber sei schließlich nur "eine Umgewöhnungsgeschichte", eine vegane Ernährung zudem viel gesünder.

Zwangsläufig gesünder ist eine vegane Ernährung nicht, schließlich kann man sich auch mit Chips+Cola vegan ernähren.
Leider behauptet die DGE immer noch

Vor allem bei Menschen mit einem erhöhten Nährstoffbedarf - also Schwangeren, Stillenden und Kinder - drohe ein Mangel an Eisen, Vitamin B12 und Omega-3-Fettsäuren.

  Das Märchen vom vegan/vegetarisch bedingten Eisenmangel hält sich immer noch hartnäckig. Dabei gibt es dafür keine Anhaltspunkte - Veganer/Vegetarier haben statistisch gesehen nicht häufiger Eisenmangel als Omnis. B12 ist zwar theoretisch ein Problem, aber Veganer wissen dass sie dies supplementieren müssen.
Aber selbst wenn man Schwangeren, Stillenden und Kindern von veganer Ernährung abrät, heißt das doch, dass alle anderen (und das dürfte die deutlich überwiegende Mehrheit sein, wer ist schon schwanger oder stillt?), sich vegan ernähren können!

Trotz widersprüchlicher Zahlen sind sich die Experten in einer Sache einig: Es gibt den Trend zum Fleischverzicht.

 Aha, und wie kommen die Experten dann zu dieser Meinung? Der Fleischkonsum geht nicht wirklich zurück, und wenn ich bedenke dass in Wietze gerade ein neuer Mega-Schlachthof gebaut wird, ist das auch nicht gerade ein Hinweis, dass ein spürbares Ändern der Essgewohnheiten stattfindet.


Ich habe zwar den Eindruck, dass die Leute viel mehr über das Thema reden, aber noch lange nicht anders handeln. Meiner Meinung nach ist der "Trend" nur ein ganz leiser Hauch, der großgeredet wird.
Und ehrlich gesagt widerstrebt es mir auch etwas, in Bezug auf Veganismus von einem "Trend" zu reden - Veganismus ist eine Lebenseinstellung und keine Mode!

zum Schluss noch ein passendes Goethe-Zitat:
 
"Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun."

Kommentare:

  1. Mein Freund äußerte letztens genau das selbe wie du zum Thema "Es wird weniger Fleisch gegessen" (er arbeitet an einer Supermarktkasse): "Wo geht denn bitte der Fleischkonsum zurück? Täglich ziehe ich Unmengen an Fleisch über die Theke, ich sehe keinen Rückgang."
    Außerdem wurde letztens in einer Doku gerade prophezeit, dass sich der Fleischkonsum nochmal verdoppeln wird, also mal wieder Widersprüche in sich. ^^

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  2. ich glaube der pro-kopf-konsum steigt sogar leicht, außerdem wird ja auch viel fleisch aus deutschland exportiert. rückläufig ist wohl eher schweine- und rinderfleisch, wohingegen geflügel stark im kommen ist, da fettarm, gesund und eiweißreich

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  3. Ja...Veganer sein ist momentan sehr "in"...und spätestens in ein paar Jahren ist es wieder vollkommen "out" :-)

    Ganz im Gegensatz dazu ist die schon seit Jahrmillionen praktizierte Ernährung des Menschen mit Fleisch/Fisch/ Ei zu sehen, an welche er evolutionär bestens angepasst ist. Da gibt´s kein "in" und kein "out".

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  4. Hallo "vollvegan",

    könntest du den kleinen Hund da oben auf dem Foto rechts oben mit der Unterschrift " Why not, you eat other animals don´t you ?" nicht erst mal schlachten, sein Fleisch am Besten grillen und dann appetitlich anrichten, bevor du diese Frage stellst ? Vielleicht als Beilage Zwiebeln und grünen Bohnen ? (sehr lecker :-)

    Weil so wie er dort auf dem Foto dargestellt ist (mit Fell und Pfoten) kann den doch kein Mensch runterkriegen, oder ?

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  5. lieber anonymer Kommentator,

    deine Kommentare sind weder witzig noch können sie provozieren - für diese billige Polemik habe ich nur ein müdes Lächeln übrig.
    spam doch bitte auf antivegan weiter.
    im übrigen ist es ziemlich feige, anonym zu beleidigen und beschimpfen.

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    1. Es gibt eine Antivegan Seite??? Wie schlecht ist das denn???

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  6. "Ganz im Gegensatz dazu ist die schon seit Jahrmillionen praktizierte Ernährung des Menschen mit Fleisch/Fisch/ Ei zu sehen, an welche er evolutionär bestens angepasst ist. Da gibt´s kein "in" und kein "out". "


    ähm, ja, wie jedes kind weiß haben schon die steinzeitmenschen Spiegelei zum Frühstück gegessen...
    ich glaub ich mach jetzt mal von dem seit Jahrmillionen praktizierten Recht des Stärkeren Gebrauch...

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  7. "lieber anonymer Kommentator, deine Kommentare sind weder witzig..."

    Och...das finde ich aber gar nicht, selten habe ich so gelacht, wie beim Verfassen derselben :-)

    "...noch können sie provozieren..."

    Folgender Satz von dir beweist das Gegenteil:

    "ich glaub ich mach jetzt mal von dem seit Jahrmillionen praktizierten Recht des Stärkeren Gebrauch..."

    Würde mich ja mal interessieren, wie das (vegane)Recht des Stärkeren bei dir aussieht. Zensur ?

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  8. dass du zu der Sorte Leute, die über ihre eigenen Witze lachen und sonst niemand, gehörst, passt ins bild.

    Provokation bedeutet, eine übermäßige Reaktion hervorrufen zu können, und dies ist hier nicht der Fall.
    Mit "Recht des Stärkeren" war hier "wegklicken und nicht mehr beachten" gemeint. Zensiert werden auf meinem Blog nur beleidigende Kommentare, wie deiner bei dem Beitrag übers Nivana.

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  9. Übrigens unterschriebe ich dein Logo " Milch ? Nö danke, ich bin kein Kalb" voll.

    Meíne Ernährung basiert daneben aber auch auf dem Satz : Körner ? Nö danke, ich bin doch kein Vogel".

    Preisfrage : Welche Ernährungsrichtung praktiziere ich ?

    Zu gewinnen gibt es ein schönes Stück F......

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