Sonntag, 19. Dezember 2010

Rezension von "Hart aber fair - Tiere sind mir Wurst"

Erstmal die Rezensionen der anderen:
Meine persönliche Meinung:
Peinliche Veganer, hysterische Fleischesser, unterirdisches Niveau - der Stammtisch lässt grüßen.
Dass Fleischesser ihre üblichen "der Mensch ist kein Beilagenfresser"-Sprüche klopfen ist nichts neues. Dass ein Fleischindustriemensch meint, 4 Sekunden zum Betäuben eines Tieres wären ethisch völlig vertretbar auch nicht. Schämen tue ich mich für die, die eigentlich Vorbilder sein sollten; die Veganerin Barbara Rütting behauptetet, Fleischesser würden zu Massenmördern, Köchin Wiehner empfinde ich als absolut nervig, und mein Liebling der Kriminalbiologe Mark Benecke hat zwar nette; aber irrelevante Beiträge.Mark Benecke war ja eher zurückhaltend, hat sich nur eingebracht wenn er dazu aufgefordert wurde. Coolster Kommentar war als der eine Fleischmensch meinte, man hat das Recht Fleisch zu essen, weil das Bundesverfassungsgericht das festgestellt hat und weil die Bischofskonzeren von blabla das ausdrücklich gesagt hat:
"Wieso zitieren sie ständig irgendwelche Institutionen, haben Sie keine eigene Meinung?" :D
Die Einspieler der Sendung fand ich gut, z.B. wie Leute nachdem ihnen anschließend an Fleischverzehr das tote Kaninchen gezeigt wurde was sie gegessen hatten und sie dann plötzlich nix mehr essen wollten, und das ganz grausam fanden, oder wie Kinder durch einen Schlachthof geführt wurden.
An sich war die Sendung gut vorbereitet, aber die Gäste haben durch ihr unmögliches Diskussionsverhalten und absolut idiotische Statements/Kommentare.
Die vorgelesenen Beiträge der Zuschauer waren jetzt auch nicht gerade Glanzleistungen.

Wichtig fand ich, dass von Plasberg das Statement von Ärzten bezügl. veganer Gesundheit abgegeben, dass Vegane Ernährung ausdrücklich NICHT als ungesund bezeichnet werden kann, es gäbe einige Dinge worauf man achten muss, aber dann ginge das ohne Mangelerscheinungen. Ist leider in der Sendung etwas untergegangen. 
Schade, die Sendung wäre eine gute Gelgenheit gewesen, um über einiges aufzuklären. Stattdessen platte Phrasen und wenig Argumente. Vielleicht sollte man die Gäste einer Sendung nicht nach ihrem Bekanntheitsgrad, sondern nach Qualifikation, Eloquenz und Intelligenz auswählen.Man hätte Ernährungswissenschaftler, Ärzte und Landwirte einladen sollen und nicht Leute die viel schwätzen, aber keine Ahnung haben. Aber ohne Dummschwäter wäre eine Talkshow keine Talkshow.


Kommentare:

  1. Deiner persönlichen Meinung kann ich mich nur anschliessen.
    Ich frage mich, wie die Diskussion ausgegangen wäre, wenn statt Frau Rütting z.B. Mahi Klosterhalfen die Veggie-Fraktion vertreten hätte....
    Am schlimmsten fande ich allerdings den oberpeinlichen Karl-Heinz Funke mit seiner Aussage "die Bestimmung eines Schweins ist es, als Kotelett zu enden" OMG!!!!

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  2. Ich hab mir die Sendung auch angesehen und war die ganze Zeit zwischen Lachen und Weinen. :D
    Die eingespielten Beiträge fand ich auch gut (wie auch das Zitat, das du schon angeführt hast), aber die Diskussion war eher anstrengend.
    ABER: Meine Mutter, die kurz reingeschaut hat, fand es interessant und hat sich dann von mir nochmal ein bisschen was dazu erzählen lassen. Wenn das bei anderen Omnis zumindest auch ein bisschen Nachdenken auslöst (immerhin kommt es im Fernsehen und stimmt demnach! ;)), ist es doch schon super.

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  3. @DvCordia: die Sendung hat aber keine gute Diskussionsgrundlage geboten, ich glaube eher die Fleischesser fühlen sich bestärkt wenn sie hören "der Mensch braucht Fleisch! der Mensch hat schon immer Fleisch gegessen! die Spaier essen sogar noch viel mehr Fleisch als wir! ich habe ein Recht Fleisch zu essen! " usw.
    und nicht jeder hat nen Veganer zuhause, der einem erklärt dass Veganer nicht alle so peinlich sind wie die Rütting und dass es kein "artgerechtes Töten" gibt.

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  4. Zwei etwas eloquenter und rethorisch bewanderte Veganer hätte ich mir auch gewünscht. Es wurde den beiden Interessenvertretern allzu leicht gemacht. Obwohl die sich auch "gefährlich" aus dem Fenster hingen. Ab und an hab ich mich gewundert, dass man nicht bei den Aussageb einhakt. Ist jetzt vielleicht nur eine Kleinigkeit, aber das fällt mir als Beispiel gerade ein. Als beklagt wurde, wie Hühner gehalten wurden, in Kleingruppenhaltung, konnte der eine von der "Fleischlobby" lauthals betonen, dass sei doch verboten (Unterton: "Wir tun nichts, was tierquälerei wäre.") Mehrmals wiederholte er das und keiner ging darauf ein. Ich hätte ihm entgegengesetzt, dass die Kleingruppenkäfighaltung erst durch ein aktuelles Gerichtsurteil verboten wurde. Auch vor dem Urteil hätte sich der Herr hingestellt, und betont, alles laufe soweit möglich tier- und artgerecht ab. - Aber wie schon festgestellt, es gäbe wahrscheinlich viele Ansätze, die man gut hätte bringen können (z.B. der moralische Standpunkt wurde auch auf eine oberflächliche und lächerliche Art beschwatzt...) ...da hätten zwei weitaus kampferprobtere Veganer stehen sollen. Schade...

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  5. Haha, schoen hier mal eine Meinung zu hoeren, die gleichzeitig etwas die Sendung zusammenfasst.
    Ich habe die ersten 5 Minuten in der Mediathek gesehen und dachte: "MNeeeee, das gebe ich mir jetzt nicht." Statdessen habe ich ich mir einige Kommentare dazu durchgelesen, aber da war auch nichts neues oder weltbewegendes darunter. Die Mehrheit hat sich zwar nicht zu irgendeiner Fraktion direkt bekannt, aber alle haben Dinge wie Massentierhaltung und grausame Schlachtung und so abgelehnt, wie es meistens ist.
    Ich denke insgesamt habe ich wenig verpasst, wenn ich mir die anderthalb Stunden nicht gesehen habe, so schade dass doch an sich ist.

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  6. Ich find's gut, dass du die Rütting kritisch siehst, auch wenn sie Veganerin ist.

    Den Typen zu Wieners Rechten, Wiener und Benecke fand ich am angenehmsten in der Diskussionsrunde. Selbst Rütting ging mir nicht so sehr auf den Keks wie die beiden Streithähne links im Bild.
    Ich wünschte, sie hätten mal einander ausreden lassen, anstatt lauthals immer wieder zu betonen, sie würden ja die vegane Lebensweise bewundern, und gleichzeitig zu behaupten, in der Massentierhaltung würden die Tiere ein angenehmes Leben führen.

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