Donnerstag, 11. November 2010

St.Martinstag

St.Martins-Feuer und -Umzüge finde ich als Tradition ja ganz schön, doch Feiertage werden meist auch mit einem speziellen Festmahl gefeiert. An St.Martin ist dies die Martinsgans. Doch woher kommt der Brauch eigentlich?

Laut einer Überlieferung teilte Martin von Tours auf dem Heimweg vom Militär seinen Mantel mit einem Bettler- Im Jahr 371 sollte er daher in der Stadt Tours von den Einwohnern zum Bischof ernannt werden sollte. Martin, der sich angeblich des Amtes unwürdig empfand, habe sich in einem Gänsestall versteckt. Die aufgeregt schnatternden Gänse verrieten aber seine Anwesenheit, und er musste das Bischofsamt annehmen. Davon leite sich der Brauch der „Martinsgans“ ab.

 „Die Gänse haben Sankt Martin verraten, dafür müssen sie jetzt braten.“

und zwar jedes Jahr ca. 5 Millionen Gänse in Deutschland, die meisten davon werden im November und Dezember gegessen. Und die kommen dann oft nicht aus Deutschland, sondern zu 80% aus Ländern wie Polen oder Ungarn, wo die Vögel unter tierquälerischen Bedingungen gemästet. Um zusätzlich zum Fleisch Stopfleber zu gewinnen, wird den in Käfigen gehaltenen Gänsen täglich eine riesige Menge Futterbrei über einen Schlauch direkt in den Magen gepumpt. Diese Grausamkeit ist in Deutschland zwar verboten, der Import von Stopfleber ist jedoch genauso erlaubt wie der des Fleisches derart gequälter Gänse. Um den Gewinn zu maximieren werden die Gänse teilweise auch noch  lebendig gerupft, denn so kann man auch noch die Daunen verkaufen.

auf peta.de/martinstag gibts mehr Infos über Gänse und deren Zucht, außerdem ein Rezept für "vegane Gans"

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