Samstag, 30. Oktober 2010

veganes Gulasch erfolgreich untergejubelt

Im Rahmen der ARD-Themenwoche “Essen ist Leben” ging es bei "Wie ernährt sich Deutschland?" mit Ranga Yogeshwar auch um die vegane Ernährung: In einer Uni Mensa wurde von dem vegan-Koch Björn Moschinski veganes Gulasch zubereitet und den Studenten untergejubelt.
Hier der Beitrag:



Hatten Glück dass niemand mit ner Soja-Allergie dabei war... Das hätte unangenehm werden können. Und ich finde es generell eher unsympathisch, jemand was unterzumogeln. Stellt euch mal vor ihr bestellt Tofu und kriegt Fleisch vorgesetzt, ohne es zu merken! Klar ist das nicht ganz vergleichbar, da hier ja ethische Bedenken bestehen, im umgekehrten Fall jedoch nicht; aber man möchte doch trotzdem wissen was man isst.

Freitag, 29. Oktober 2010

Sperma-Kochbuch


"Das Kochen mit Sperma ist nicht nur nahrhaft, sondern auch genüsslich und kulinarisch sehr hochwertig", wird im einleitenden Absatz des Kochbuches Natural Harvest (de. Natürliche Ernte) von Paul Photenhauer behauptet. Im Buch finden sich Rezepte, deren Hauptzutat in allen Fällen Sperma ist. Dem Autor zufolge handelt es sich um ein Kochbuch, das den Leser lehren soll, mit Sperma frei und ungezwungen umzugehen und seine kulinarischen Eigenschaften gebührend zu schätzen. Er vergleicht den männlichen Samen mit einem gereiften Stück Käse oder mit einem Glas ausgelesenen Weines, da er in gleicher Weise komplex und dynamisch im Geschmack sei und so jedem Gericht eine spezielle Note verleihe. Auf 62 Seiten befinden sich 50 Rezepte mit Bildern so genüsslich dargestellt, dass man die fragwürdige Zutat gegebenenfalls sogar vergessen könnte. 


als ich das auf intimatemedicine (da steht nur so komisches Zeug, ist quasi Dr.Sommer für Ältere ^^) gelesen habe im ersten Moment dachte ich auch "bah, wie eklig!", interessant finde ich, was der Autor dazu sagt:


 Beim Begriff Kochen mit Sperma werden so einige Vorurteile wach. Bei manchen läuten vielleicht sogar die Alarmglocken. Dafür besteht jedoch kein triftiger rationaler Grund, denn das Sperma ist eine vollkommen sichere, gesunde und geschmackvolle Zutat beim Kochen. Der exzentrische Koch Photenhauer behauptet deshalb völlig nachvollziehbar, dass Menschen, die mit Vorliebe Sachen wie Kalbsbries, Stierhoden, Hirn mit Eiern, Blutwurst, Knochenmark, Presswurst und Galle essen, nicht über das Sperma als Kochzutat urteilen sollten.


Diese Nahrungstabus sind rational nicht erklärbar, das eine findet man (also normale Leute, die meisten Veganer finden Fleisch generell ziemlich eklig) ekelhaft, das andere gilt als völlig normal. Kommt wahrscheinlich hauptsächlich darauf an, was man als "normal" kennengelernt hat.

Am Geschmack kanns wohl nicht liegen, da der ja im Wesentlichen davon abhängt, wie etwas gewürzt ist, und ich glaube nicht dass Blutwurst so viel anders schmeckt als andere.

Ich finde, wenn man schon Tiere tötet, dann sollte man wenigstens alles verwerten.


Um aufs Sperma zurückzukommen: Es ist eiweißreich und wäre immerhin eine potentielle B12-Quelle ^^ Man muss sich natürlich fragen, ob der Genuss von (menschlichem) Sperma vegan wäre; ich persönlich würde diese Frage (rein theoretisch !!!) bejahen, da Veganismus für mich nur bedeutet, die Produkte nichtmenschlicher Tiere abzulehnen. Bei menschlichen Produkten seh ich das Ausbeutungsproblem nicht so, außerdem kann man den Menschen im Gegensatz zum Tier fragen ob er sein Produkt hergibt. Also ich hätte z.B. keine Bedenken, eine Echthaar-Perücke zu tragen oder mir ein fremdes Organ einpflanzen zu lassen.



das Buch kostet übrigens knapp 20 Euro und ist hier erhältlich. Alternativ kann mal auf http://wir.kochen-mit-sperma.info/ reingucken :-)


PS: erinnert ihr euch noch an die Sage vom Sperma in der Döner-Knoblauchsauce?

Donnerstag, 28. Oktober 2010

PETA will Lindsay Lohan 10.000 Dollar zahlen

gerade im Peta-Blog gelesen:

Lindsay Lohan muss wegen Verstosses gegen Bewährungsauflagen nun eine mehrmonatigen Entzug in einer Betty-Ford-Klinik starten. Das Problem: Dieser muss selbst finanziert werden und Lindsay hat kein Geld. Darum sucht sie aktuell nach Sponsoren. Einspringen könnte nun ausgerechnet PETA USA.
Sie bieten dem Hollywood-Sternchen 10.000 Dollar, wenn sie während der 3 Monate in Therapie auch auf tierische Nahrung verzichtet, also vegan lebt.
Weitere 10.000 Dollar erhält sie, wenn sie diese Ernährungsform ein weiteres Jahr durchhält.
“Lindsay Lohan ist das bekannteste Beispiel für eine echte Suchtkranke. Wenn sie es schafft, auch ihre Sucht nach Fleisch und Käse zu besiegen, dann wird das beweisen, dass das jeder andere ebenfalls schafft”, sagt Ingrid Newkirk von PETA USA.


für sowas verwendet Peta seine Spendengelder????


den Blogbeitrag kann man hier kommentieren.

Montag, 25. Oktober 2010

Weltnudeltag :-)

Ich liebe sinnlose Gedenktage :-) Heute gedenken wir der Nudel. Ein wunderbares Produkt, von dem der Deutsche jährlich 7,7kg verspeist (die Italiener schaffen angeblich 28kg). Laut nudelnmachenglücklich geben 60% sogar Spaghetti als Lieblingsgericht an. Das ist besonders schön da die meisten Nudeln sogar vegan sind (100% Hartweizengrieß), nur ein paar Pasta-Hersteller machen noch Ei rein. Daher: Immer auf die Packung gucken bzw. im Restaurant nachfragen. Nudeln mit Tomatensauce ist ein einfaches veganes Gericht, was man auch ganz gut außer Haus mal verlangen kann wenn man bei Freunden oder im Restaurant isst. Vollkornnudeln sind besonders gesund, und schmecken auch, wie ich finde, besser.

Spaghetti gibt es in China übrigens schon seit der Steinzeit. (Quelle: Spon über "Steinzeit-Spaghetti")

und um der Nudel gebührend zu huldigen, ist sie die Hauptdarstellerin des folgenden Filmchens:

Donnerstag, 21. Oktober 2010

erotischer Metzger-Kalender (kein Scherz!)

Männer mit Würsten
Ran ans Fleisch! Beim erotischen Metzger-Kalender

Fränkische Fleischer haben die Schlachterschürze abgelegt, um aufreizend und sinnlich im Erotikkalender für ihr Handwerk zu werben.

steht auf welt-online

dazu gibts eine Bildergalerie. <- klickt die unbedingt an!!!! die Bilder sind soooo geil!!!!!



mein Favorit ist Bild12, mit der passenden Unterschrift "Darf es noch etwas mehr sein?"

unbedingt weiterverbreiten!!!! die Menschheit muss erfahren, wie sexy Fleisch ist!!!

bestellen kann man den Kalender direkt bei der Fleischerinnung - ist doch n super Weihnachtsgeschenk!

Säbelzahntigergulasch und Mammutschnitzel? Denkste!

"der Mensch ist ein Fleischfresser!" 
"ohne Fleisch hätte sich das Gehirn des Menschen gar nicht so weit entwickeln können!"
"Fleischessen ist natürlich!"
Wer hat das noch nicht gehört... Es gibt sogar eine "Steinzeit-Diät", bei der hauptsächlich Fleisch gegessen wird.  Jetzt gibt es aber neue wissenschafltiche Erkenntnisse, dass die Steinzeitmenschen wohl viel weniger Fleisch gegessen haben als gedacht, denn sie beherrschten schon früh die Zubereitung von Getreide. Sie mahlten und kochten Pflanzen bereits vor 30.000 Jahren, wie Spuren an Werkzeugen beweisen. So waren sie auch unabhängiger von ihrer Umwelt, insbesondere dem Tierbestand.

ausführlich im Artikel auf standard.at

Dienstag, 19. Oktober 2010

wie bei Tierdokus betrogen wird

Das wird in dem Spiegel-online-Artikel "Naschen am Kadaver" beschrieben.
Interessant! Ich glaube ja dass nicht nur bei Tierdokus getrickst wird, sondern auch bei allem möglichen anderen. Reality-Soaps machen s vor; und das Publikum will sich nicht eine Stunde langeweilen.

Der Dokumentarfilmer Chris Palmer ist seit 25 Jahren im Geschäft, ihm gelangen spektakuläre Aufnahmen von Tigern, Bären, Delfinen. Nun bekennt der Amerikaner, dass viele der Szenen gestellt waren - und verrät, wie in der Branche getrickst wird.
 

Freitag, 15. Oktober 2010

today is blog action day




Es geht um Wasser. Ich bin mir ziemlich sicher, dass viele Blogger bei dem Thema allerlei Tipps zum Wassersparen bringen werden, wie etwa "Beim Zähneputzen den Wasserhahn ausmachen" (wer ist eigentlich so blöd und macht sowas noch??). Wie viel Wasser wir verbrauchen, hängt nicht aber nur zu einem Teil davon ab, wie viel wir trinken oder für Kochen, Waschen und Körperpflege benötigen. Der größte Faktor in Sachen Wasserverbrauch ist die Ernährung; die Erzeugung von Nahrungsmitteln verursacht nämlich im Durchschnitt einen bis zu 10-mal höheren Wasserverbrauch als der sonstige Bedarf an Wasser: Der Durchschnitts Industrielands-bewohner verbraucht pro Tag ca. 2 bis 5 Liter Wasser zum Trinken sowie 100 bis 500 Liter für die restlichen Tätigkeiten im Haushalt (Duschen, Waschen etc.). Dem stehen 2.000 bis 5.000 Liter Wasser gegenüber, die für die Herstellung der Nahrungsmittel einer Durchschnittsfamilie pro Tag benötigt werden.

Tierische Produkte sind dabei deutlich ressourcenintensiver als die Erzeugung von pflanzlicher Nahrung; grob über den Daumen gepeilt kostet jede pflanzliche Kalorie in der Herstellung einen Liter Wasser, jede Kalorie aus tierischen Produkten das Zehnfache! Genaueres kann man dieser Grafik entnehmen:



Würde man auf ein Kilo Rindfleisch verzichten, könnte eine Person mit dem eingesparten Wasser (15.000 Liter!) ein ganzes Jahr lang täglich für mehrere Minuten duschen!


Die anderen Tierprodukte sind auch nicht ohne:

  • 16.000 l Wasser für 1 kg Rindfleisch (1 kg Tofu verbraucht stattdessen nur 924 l Wasser)
  • 1.000 l Wasser für 1 l Kuhmilch (1 l Sojadrink verbraucht stattdessen nur 109 l Wasser)
  • 5.000 l Wasser für 1 kg Käse
  • 200 l Wasser für 1 Ei
  • 240 l Wasser für 1 Hamburger 
  • 16.600 l Wasser für 1 kg Leder 


Durch eine konsequent fleischfreie Ernährung würde sich der momentane Pro-Kopf-Wasserverbrauch sogar halbieren. Man sollte sich aber nur weil man schon "fleischfrei" ist, nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen, Einsparpotenzial gibts noch an vielen anderen Stellen; eine Tasse Kaffee schlägt beispielsweise mit 140 Liter virtuellem Wasser zu Buche. Auch Baumwolle, Reis und Zucker sind sehr "durstig". Ich gebe zu, dass ich in der Hinsicht meinen H2O-Abdruck noch deutlich verbessern könnte. Immerhin trinke ich den Kaffee ohne Milch, sonst wär die Tasse sicher bei 200 Liter.


mehr Infos unter http://www.virtuelles-wasser.de/
http://www.waterfootprint.org/

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Peta stellt sich Kritik

Peta hat eine sehr gute FAQ-Seite, wo folgende Dinge, die Peta ständig vorgeworfen werden, beantwortet werden:

  • „PETA ist radikal, extrem und umstritten“
  • „PETA tötet Tiere"
  • „PETA geht es gar nicht um die Belange der Tiere"
  • „PETA ist gegen Haustiere"
  • „PETA will Blinden ihre Hunde verbieten"
  • „PETA unterstützt illegale Gewalttätige"
  • „PETAs Promis essen aber Fleisch, tragen Leder,…“
  • „PETAs 'Holocaust auf dem Teller' -Kampagne ist antisemitisch"
  • „PETA betreibt bei Kindern Gehirnwäsche"
  • „PETA ist gegen Tierversuche und nimmt das Sterben von Menschen in Kauf"
  • „PETAs verdeckte Ermittler helfen den Tieren gar nicht“
  • „PETA setzt sich nicht für alle Tiere ein"
  • „Spenden an PETA helfen Tieren nicht wirklich"


ich selbe stehe PETA auch eher kritisch gegenüber. Sie leisten zwar einen großen Beitrag für Tierschutz und Tierrechte; mich stört aber folgendes:

  • der Holocaust-Vergleich. Auch wenn nicht antisemitisch gemeint, finde ich ihn dennoch daneben
  • die "sex sells"-Strategie: keine PETA-Kampagne ohne (halb-)nackte Models
  • die Kampagnen kosten einen Haufen Geld, der in keinem Verhältnis zum Nutzen steht. Öffentlichkeitsarbeit ist wichtig, aber man braucht keine Fernsehspots und Weltstars um für Tierrechte zu werben
  • Peta legt einen zu großen Fokus auf Randthemen wie Pelz, Hummer, Kaninchen und vernachlässigt dabei den Veganismus. 

Andererseits erreicht PETA mit seiner Strategie aber vielleicht auch mehr Leute? Da bin ich mir nicht so sicher. Insgesamt glaube ich dass PETA eher nützt als schadet; aber unterstützen würde ich sie nicht.

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Ernährungsmythos: Honig und brauner Zucker sind gesünder als weißer Zucker

ein Beitrag zu meiner Ernährungsmythen-Reihe weil ich gerade die Quarks-Sendung "Zucker - süße Lust oder ungesundes Laster" (kann man sich auch noch runterladen) geguckt habe:

Weder Braunzucker noch Rohzucker haben gegenüber dem weißen Zucker entscheidende Vorteile. Auch Trauben- oder Fruchtzucker ist keineswegs gesünder als herkömmlicher Zucker. Auch Honig besteht zu 80 Prozent aus Trauben- und Fruchtzucker und hat mit den wenigen Mineralstoffen und Vitaminen keine Bedeutung für die Bedarfsdeckung. Womit man sich sein Leben versüßt ist also reine Geschmackssache.
Wobei Honig noch den Nachteil hat, dass er an den Zähnen kleben bleibt und diese noch stärker schädigt.

Quelle: wecarelife

Dienstag, 12. Oktober 2010

Kampagne "Netz gegen Nazis"

Viele große soziale Netzwerke machen mit (Facebook ist komischerweise nicht mit dabei), an mir ist die Aktionswoche bisher allerdings irgendwie vorbeigegangen. Falls es euch ebenso geht, ein paar Infos:
Die Kampagne "Soziale Netzwerke gegen Nazis"

Rechtsextreme sind in allen sozialen Netzwerken in Deutschland unterwegs und versuchen dort, ihre hasserfüllten, rassistischen, antisemitischen und menschenverachtenden Botschaften zu platzieren. Um dagegen ein Zeichen zu setzen, initiiert www.netz-gegen-nazis.de , das Informationsportal der Amadeu Antonio Stiftung und der ZEIT, die Kampagne „Soziale Netzwerke gegen Nazis“.
Die Idee:
Die deutschsprachigen Sozialen Netzwerke positionieren sich gegen Rechtsextremismus und vermitteln ihren demokratischen Userinnen und Usern, dass sie auf ihrer Seite sind. Die Kampagne läuft vom 11. Oktober bis 17. Oktober 2010 auf den beteiligten Sozialen Netzwerken. Wir freuen uns sehr, dass wir 20 große und kleine Soziale Netzwerke in Deutschland gewinnen konnten, sich gegen Rechtsextremismus zu positionieren.

Im Kampagnenzeitraum vom 11. bis 17. Oktober 2010 machen die Sozialen Netzwerke mit Bannern und Buttons auf ihren Seiten auf die Kampagne aufmerksam, unterstützen sie durch durch Gruppen oder Profile zum Thema und berichten über die Kampagne und ihre Intention, an ihr teilzunehmen, in ihren redaktionellen Teilen.
Dazu gibt es die Kampagnen-Internetseite www.soziale-netzwerke-gegen-nazis.de , auf der alle beteiligten Sozialen Netzwerke beschreiben, warum sie sich gegen Rechtsextremismus auf ihren Plattformen engagieren, was sie konkret tun, um Rechtsextremen den Spaß zu verderben und wie nicht-rechte Userinnen und User sie unterstützen können. 

Montag, 11. Oktober 2010

"vegan" und "vegetarisch" gesetzlich schützen

Das EU-Parlament hatte im Juni 2010 entschieden die beiden Begriffe gesetzlich zu schützen; damit die Regelung in Kraft tritt, müssen dafür aber noch die Mitgliedsstaaten zustimmen. Leider hat man nicht mehr mitbekommen, ob das geschehen ist, ich schätze mal eher dass da noch irgendne Frist läuft.
Möglicherweise zieht bald der Bundesgesetzgeber nach:


Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen setzt sich dafür ein, die Begriffe ”vegetarisch“ und ”vegan“ gesetzlich zu schützen. Immer wieder beinhalteten so gekennzeichnete Produkte von Lebensmittelherstellern doch tierische Bestandteile, schreiben die Abgeordneten in einem Antrag (17/3067). Darin wird auf die nationale Verzehrstudie verwiesen, wonach sich 1,3 Millionen Bundesbürger vegetarisch und 80.000 Bürger vegan ernähren. Zum einen wird das auf den Wunsch nach gesunder Ernährung zurückgeführt, zum anderen wachse das ”Bewusstsein für Tierrechte“ und das Wissen um Umweltproblematiken, die mit der Fleischproduktion verbunden sind, heißt es weiter.
In der Abstimmung zur europäischen Lebensmittelinformationsverordnung im Juni 2010 habe das Europäische Parlament bereits beschlossen, diese Begriffe zu schützen. Die Grünen-Fraktion fordert in ihrem Antrag die Bundesregierung auf, den Beschluss des Europäischen Parlamentes zu unterstützen, sich im Agrarministerrat dafür einzusetzen und, falls es zu keiner europäischen Regelung kommen sollte, die Begriffe auf nationaler Ebene gesetzlich zu definieren.

Quelle: bundestag.de

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Blog action day 2010: Water




Was würde passieren, wenn jeder Blog am selben Tag Posts zum selben Thema veröffentlichen würde?", das wollen die Veranstalter des ersten "Blog Action Day" am 15. Oktober herausfinden. Das Thema, das weltweit durch die Blogosphäre geistern soll, ist denn auch so weit gefasst, dass garantiert jede/r etwas dazu zu sagen bzw. zu bloggen findet: Wasser.
2010 werden über 100 Blogs aus der ganzen Welt teilnehmen und sich am 15. Oktober 2010 in ihren Beiträgen mit der lebenswichtigen Ressource WASSER auseinander setzen.

Blog Action Day 2010: Water 




Ich bin dabei - und habe auch schon ne Idee für den Post :-)

Montag, 4. Oktober 2010

Billigfleisch ist unchristlich

Nein, das wird keine Christenserie. Und ich bin auch nicht unter die Christen gegangen. Eigentlich finde ich christliche Argumente auch eher lasch, da sie 1. Nichtchristen nicht erreichen 2. erdnussbutterweich sind, da man in der Bibel garantiert irgendwo eine Stelle findet, die das Gegenteil behaupten und 3. das Christentum unnötig verbreiten.
Aber wenn sie meine Meinung stützen, dann freu ich mich trotzdem ^^

Der Theologe und Leiter des Instituts für Theologische Zoologie Rainer Hagencord hat im Interview mit dem Domradio anlässlich des Welttierschutztages einige interessante Aussagen gemacht:

"Wer als Christ seinen Glauben ernst nimmt, kauft kein Billigfleisch"


"Die Bibel bezeichnet Tiere nicht als seelenlos oder den Menschen als Krone der Schöpfung, wie viele denken"

"Unter der „Bewahrung der Schöpfung“ werden meistens nur Regenwald, Klima oder Meere thematisiert, nicht aber Tiere. Aber gerade diese sollte man theologisch mehr würdigen, dafür ist ein geändertes Konsumverhalten notwendig. Es geht um die Fragen, auf wessen Kosten man sich ernährt und was das Leben der Tiere wert ist."

"In der Schöpfungsgeschichte schuf Gott Mensch und Tier am gleichen Tag. Er stellte Adam die Tiere als Hilfe gegen seine Einsamkeit zur Seite und ließ ihn sie benennen, ehe er Eva schuf." 

"Der Mensch ist mit den Tieren verwandt und unterscheide sich von ihnen nur wenig. "Er ist zur Transzendenz fähig, kann also sein Verhältnis zum Schöpfer selbst gestalten. Wir sind betende Affen."

gelesen auf pressetext.de

Samstag, 2. Oktober 2010

christliche Rücksichtnahme für Andersessene

In der Rubrik "Gewissensfrage" der Süddeutschen geht es um die christliche Rücksichtnahme in Bezug auf Andersesende.
Folgendes Szenario: 

In einem evangelischen Kindergarten sind auch muslimische Kinder, die kein Schweinefleisch essen düfen. Nun hat die Kindergartenleitung beschlossen, dass es der Einfachheit halber generell kein Schweinefleisch mehr geben wird. Einen Christen scheint das zu stören und fragt ob er das wirklich mitmachen muss. 

Beantwortet wird die Frage zunächst mit einem Bibelzitat:

Beim Apostel Paulus gehe es an zwei Stellen um die Frage, ob man Opferfleisch essen darf oder sich an das Verbot von unreinen Tieren – als solche gelten Schweine in Judentum und Islam – halten soll. Paulus lehnte entsprechende Verbote ab, meinte aber, für Christen sei aus Nächstenliebe die Rücksicht das Wichtigste: »Darum, so die Speise meinen Bruder ärgert, wollt ich nimmermehr Fleisch essen, auf dass ich meinen Bruder nicht ärgere« (I Korinther 8,13). Sowie: »So aber dein Bruder um deiner Speise willen betrübt wird, so wandelst du schon nicht nach der Liebe« (Römer 14,15).

Der Autor führt explizit aus, dass die Sache auch nicht anders beurteilt würde, wenn es sich um Kinder handeln würde, die aus religiösen Gründen vegetarisch leben - Dann würde der Kindergarten eben nur noch vegetarische Mahlzeiten anbieten, das sei sowieso ethischer und gesünder. Außerdem ginge es nur um eine der Mahlzeiten am Tag.


In logischer Konsequenz müsste die christliche Rücksichtnahme dann ja auch für Veganismus gelten, denn die Gewissensfreiheit ist genauso wichtig wie die Religionsfreiheit, wahrscheinlich würde da dann aber das Argument angeführt, das ginge dann doch zu weit, da aufwändiger und ungesund.
Aber das Bibelzitat kann man sich ja trotzdem mal merken, für den Fall dass man mal Christen um sich hat ;-)

Freitag, 1. Oktober 2010

Weltvegetariertag



Jahrestag der Vegetarier. Hip hip hurray. So viel zu feiern gibts eigentlich nicht, die Zahl der Vegetarier steigt zwar (und die der Leute die nur gaaaanz wenig Fleisch essen, ne?), der Fleischkonsum steigt aber.


Dabei ist Vegetarismus laut Peta sexy (hier übrigens die Gewinner des "Sexy Veggie Contest 2010) und liegt im Trend. Ich habe allerdings den Eindruck dass viel drüber geredet wird, und wenig umgesetzt wird.
Und nein, 1mal in der Woche auf Fleisch verzichten reicht nicht (Ich glaube die meisten Leute hauen sich dann am nächsten Tag die doppelte Portion Fleisch auf den Teller).
Einfach nur auf den Kalender schauen und sagen: "Heute ist der 1. Oktober! Da hau ich kein Tier in die Pfanne. Kein Öl für Blut! Und auch keine Butter! Heute kommt kein Fleisch ins Haus! Denn heute ist Welt-Vegetarier-Tag!" ist zwar nett, Aktionstage allein machen aber noch keinen Vegetarier. Schließlich ist man ja auch noch kein Tierschützer, bloß weil man am Weltspartag sein Sparschwein nicht geschlachtet hat.
Einen Tag vegetarisch essen ist aber schonmal ein guter Anfang. Und wem das auch noch zu viel ist der kann ja heute mal einen Vegetarier umarmen. Oder zumindest die dummen Vorurteilssprüche steckenlassen.