Donnerstag, 2. September 2010

man muss provozieren um zu interessieren

das Zitat von Salvador Dalí hatte der Vebu wohl im Hinterkopf, als er seine "Menschenfleisch-Restaurant"-Kampagne startete:

Berlin –  
Mit Anzeigen und Berichten in Zeitungen hatte der Bund den Eindruck erweckt, in der Hauptstadt solle in einem neuen Restaurant Menschenfleisch zum Verzehr angeboten werden. Der für das Lokal ausgesuchte Name „Flime“ stünde für „Fleisch isst Menschen“, hieß es nun beim Vegetarierbund.
Der Verein wollte damit auf die Eröffnung seines Hauptstadtbüros in Friedrichshain aufmerksam machen, sagte Geschäftsführer Sebastian Zösch am Donnerstag. In den vergangenen Wochen wurde auch im Internet für ein Restaurant geworben, das nach „einem aufgeschlossenen Chirurgen“ und Körperteil-Spendern suchte. Teil der Kampagne war zudem eine fiktive Internet-Versteigerung vermeintlicher Menschenfleischpastete.
„Den Vegetarierbund gibt es seit 1892, soviel Aufmerksamkeit hat es für uns noch nie gegeben“, so Zösch. Mit seiner Kampagne wollte der Bund nach eigenen Angaben darauf aufmerksam machen, dass alle 3,6 Sekunden ein Mensch an Unterernährung stirbt, während ein Großteil der Getreideerträge an die sogenannten Nutztiere verfüttert werde.
Volker Nickel, Sprecher des Deutschen Werberats, verurteilte die Aktion: „Hier ist man über das Ziel hinausgeschossen.“ Auch für den vermeintlich guten Zweck sei nicht jedes Mittel recht. Die Senatsverwaltung für Gesundheit hatte von vorneherein bezweifelt, dass das Restaurant tatsächlich öffnen würde und einen schlechten Scherz vermutet.

via fr-online

Naja, die anderen haben's geglaubt; selbst die "Welt“ hatte in aller Ernsthaftigkeit unter der Überschrift "Online-"Restaurant wirbt mit Menschenfleisch" auf die bevorstehende Eröffnung des Kannibalen-Restaurants "Flime" hingewiesen; und das ist ja nicht unbedingt ein Käseblatt. Auch in Vegetarier/Veganerforen waren die Leute sich nicht ganz sicher. Aber ist ja klar, dass natürlich niiiiiiiiieeeeeeeeeeeee jemand dran geglaubt hat, dass das echt wäre, ne? ^^
Ich hatte ja eher sowas wie bei dem Restaurant, das zur WM Löwenfleisch anbot (und das war keine Ente) vermutet; kein wirklich ernsthaftes Konzept, sondern eine medienwirksame Aktion, die aber einen realen Hintergrund hat.

Ob geschmacklos oder nicht; Aufmerksamkeit gab's. Ob's auch die richtige war, ist dann wieder ne andere Frage...

hier gehts zur Presseerklärung vom Vebu

Kommentare:

  1. http://www.antiveganer.org/forum/viewtopic.php?f=5&t=1110

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  2. da war ja einer ne Minute schneller als ich - liegt wohl am b12-Mangel ^^

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  3. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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  4. Gelungene Kampangne - welche den Fokus wiedermal auf den Fleischkonsum gelenkt hat. Diejenigen die empört über die Eröffnung eines solchen Restaurants waren - dürfen sich gerne die Frage stellen:"Warum?"

    Warum ist Fleisch welches freiwillig OHNE Leid entstanden ist - pervers und abartig?
    Und Fleisch wofür Lebewesen gewzungen, gequält und ermordet werden - das normalste der Welt? Dieses Paradoxum scheint vielen nicht klar zu sein.

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  5. Mit solchen übertriebenen Aktionen erregt man immer Aufmerksamkeit, siehe hier:

    http://www.krone.at/Wien/Kueken-Mord_findet_nicht_statt_-_es_war_nur_Fake-Aktion-Keine_Unmenschen-Story-218492

    LG...

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  6. @Riley: ich habe deinen Post entfernt, weil das video was du gepostet hast, ganz bestimmt nicht jugendfrei ist, und ich möchte keine Probleme bekommen weil das hier publiziert wird.
    außerdem lehne ich snuff-videos ab; es hat niemand was davon wenn sowas verbreitet wird

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