Sonntag, 1. August 2010

Studie: Fleisch macht dick

hört man ja öfter, was die menshealth da schreibt. Fleischesser haben auf diese Behauptung immer mit "nur zuviel Fleischessen macht dick, solange man insgesamt nicht zu viele Kalorien zu sich nimmt ist Fleischessen gesund". Jetzt gibt es aber eine Studie vom Imperial College in London nach der bei gleicher Energiezufuhr das Fleischessen eben doch dicker macht. So hat ein Fleischesser bei gleicher Kalorienzufuhr nach fünf Jahren im Durchschnitt zwei Kilogramm mehr auf den Hüften als jemand, der vegetarisch lebt. Umgekehrt konnte nachgewiesen werden: Je weniger verarbeitetes Fleisch wie Würstchen oder Schinken konsumiert werden, umso stärker ist die Gewichtsabnahme:

RESULTS: Total meat consumption was positively associated with weight gain in men and women, in normal-weight and overweight subjects, and in smokers and nonsmokers. With adjustment for estimated energy intake, an increase in meat intake of 250 g/d (eg, one steak at approximately 450 kcal) would lead to a 2-kg higher weight gain after 5 y (95% CI: 1.5, 2.7 kg). Positive associations were observed for red meat, poultry, and processed meat. CONCLUSION: Our results suggest that a decrease in meat consumption may improve weight management.

ausdrucken und jedem um die Ohren knallen der  was anderes behauptet :-P

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Kommentare:

  1. Zum Beispiel mir?

    Hmm... Neeee, mir reichen meine 30 Kilo Abnahme für ein Jahr. Stell dir mal vor, ich hätte als Veganer statt als Fleischfresser noch mehr abgenommen.

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  2. Wie will man denn bei so einer Studie gewährleisten, daß alle Personen den gleichen Grundumsatz haben, sich genau gleich körperlich betätigen, die Kalorien genau zählen...?
    "Fleisch macht dick" da ist doch der Widerspruch vorprogrammiert, selbst wenn man das als Argument an sich überhaupt zulässt...

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  3. @Uli: das mit dem gleichen GU geht schon, indem man die Teilnehmer nach Größe/Gewicht auswählt; und inwieweit die sich körperlich betätigen kann man im Fragebogen erfragen und ihnen die Auflage erteilen sich so und so viel zu bewegen. Komplett akurat geht das natürlich nicht, aber schon so dass man ne Tendenz erkennen kann.
    Und ich geh mal davon aus, dass die Teilnehmer nach nem speziellen Diätplan gegessen haben.

    @Sudda: die Studie war ja nicht "vegan vs. fleisch", sondern eine vegetarische (also mit Milch- und Eiprodukten) Ernährung verglichen mit einer fleischreichen.

    und ganz unter uns gehe ich davon aus, dass du auch in deiner Diät auch weniger Kalorien zu dir nimmst als früherund dich mehr bewegst - die 30kg hätte man bestimmt auch mit ner etwas fleischärmeren Ernährungsweise erreichen können. und LCHF kann man ja auch vegetarisch machen. also rein theoretisch, ich kanns gut verstehen wenn du getreu dem Motto "never change a winning team" bei deiner Ernährungsweise bleibst ;-)

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  4. Ich dachte der GU sei genetisch mitgeprägt, nicht nur durch Größe&Gewicht. Oder war das nur die "Verwertung"..? Naja kann sein dass du recht hast. Dennoch mich wundert das. Alles was ich bisher gelernt habe war, dass für das Gewicht gilt: Kalorie=Kalorie, egal woher. Alles andere wären korrelative Faktoren. Aber egal, warten wir einfach auf weitere Studien ; )

    Zu "ich nehme 30kg in einem Jahr ab aber werde besser nicht vegetarisch/vegan um nicht vielleicht zuviel abnehmen" sag ich jetzt mal nichts...

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  5. das stimmt zwar, aber damit kann man schon mal ne grobe vorauswahl treffen; und bei den Leuten wo s ungefähr passen könnte ne Messung durchführen:
    "Durch Methoden der Kalorimetrie lässt sich der Grundumsatz messen, was aber für den Alltag außerhalb wissenschaftlicher Forschung, beispielsweise in Krankenhäusern, zu aufwendig ist. Derzeit wird in Spirometern der Sauerstoffverbrauch und die Kohlendioxidabgabe in der Atemluft gemessen und daraus (relativ aufwendig) der Grundumsatz berechnet"
    http://de.wikipedia.org/wiki/Grundumsatz#Messung

    das neue an der Studie ist ja gerade, dass sie gezeigt hat, dass Kalorie eben nicht gleich Kalorie ist. vorher haben studien aber auch schon gezeigt, dass zb Fruchtzucker besonders schnell in Körperfett umgewandelt wird:
    http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/293623

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  6. Mh, ok - interessant. Jetzt bröckelt meine Auffassung doch. ; )

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  7. Pff... Wäre ich Veganer, wäre ich vermutlich ein Skelett... Aber nur, weil ich dann keine Süßigkeiten mehr essen kann, nicht wegen des Verzichts auf tierische Produkte.

    Es gibt auch fette Veganer/Vegetarier. Meiner Meinung nach kommt es sehr wohl darauf an, was und in welchen Mengen man isst. "Böse" Kalorien stecken nicht nur in tierischen Produkten.
    Also is nix mit "ausdrucken und um die Ohren hauen"... Da gehört ein ganzes Buch über Ernährung her. (Was auch ständig aktualisiert werden müsste, weil unsere Experten ständig mit neuen "Erkenntnissen" ankommen.)

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  8. hast du ne ahnung was es alles für vegane süßigkeiten gibt... das fängt bei ritter sport marzipan an und hört bei sojapudding nicht auf. guck dich mal auf www.rezeptefuchs.de um, da gibts ne riesige datenbank mit veganen produkten, da ist krass viel süßkram drunter.

    klar gibts auch dicke vegetarier, das ändert aber nichts an der tatsache, dass fleisch dick macht. und es kommt eben nicht nur auf die kalorien an, wie die studie beweist

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  9. kinder werden auch vom storch gebracht, denn es werden nachweislich in gegenden mit großer storchpopulaton mehr kinder geboren als in gegenden, in denen keine störche leben.

    typische deppenstudie, die aus einer korrelation auf einen kausalzusammenhang schließt (cum hoc ergo propter hoc - ein häufiger fehler, der sowohl versehentlich als auch absichtlich gemacht wird, z.b. in den ganzen kiffen-macht-doof/schizophren-bullshitstudien).

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