Donnerstag, 19. August 2010

Nachtrag zum vegan-vegetarisches Sommerfest in Berlin

Anfang des Monats habe ich hier auf das vegan-vegetarische Sommerfest in Berlin am 21.August aufmerksam gemacht.
Jetzt habe ich zufällig noch eine Info dazu auf dem Blog von dem Tierrechtsklamottenhersteller "Roots of Compassion", gefunden; die ich euch nicht vorenthalten möchte:

Mit Bedauern haben wir soeben festgestellt, dass auf diesem Fest das UL-nahe Netzwerk “Initiative zur Abschaffung der Jagd” vertreten sein wird. Wir haben 2009 erneut die Distanzierungserklärung gegenüber der Sekte “Universelles Leben” unterzeichnet, in der es unter anderem heißt:
Eine Tierrechts- bzw. Tierbefreiungsbewegung, die es ernst meint mit einer herrschaftsfreien Gesellschaft, kann solch eine Organisation an ihrer Seite nicht dulden. Wir fordern dazu auf, sich von UL und Nebenorganisationen zu distanzieren. Mit dem UL und Assoziierten darf es keine Zusammenarbeit (mehr) geben. Das bedeutet: Kein Weiterverbreiten von Broschüren und Werbung, kein Verlinken im Internet, keine Duldung von UL und seinen Transparenten, Schildern, Info- und Lebensmittelständen, Redebeiträgen etc. auf Aktionen/Demonstrationen und keine wirtschaftliche Kooperation oder karitative Unterstützung (z.B. Spende auf die so genannten „Gabenkonten“).
(Distanzierungserklärung April 2009)
Da wir diese Erklärung ernst nehmen, werden wir beim Vegan-Vegetarischen Sommerfest mit unserem Stand nicht vertreten sein. Wir halten eine Zusammenarbeit mit dem Universellen Leben und sympathisierenden Organisationen für eine emanzipatorisch ausgerichtete Tierbefreiungsbewegung für kontraproduktiv. 


Wer nicht weiß was es mit der Sekte "Universelles Leben" auf sich hat, informiert sich am besten bei dem umfassenden Wikipedia-Artikel dazu.

Ich möchte keinen Rat für oder gegen den Besuch des Festes aussprechen; ich finde nur, man sollte um die Problematik wissen; wie man damit umgeht bleibt jedem selbst überlassen.

Kommentare:

  1. Die Metzger und Jäger werden sich freuen, wenn sich Tierliebhaber gegenseitig verunglimpfen und voneinander distanzieren.
    Distanziert ihr euch auch von katholischen Standbetreibern, deren Hauptvertreter frauen- und tierfeindlich sind und in ihrer Geschichte kaum ein Verbrechen an Tier und Mensch ausgelassen haben, die Tiere als Sache sehen? Vom UL ist mir kein Verbrechen bekannt, keine misshandelten Kinder etc.
    Das ist eine typisch deutsche Dummheit, religiöse Minderheiten zu diskriminieren.

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  2. so gesehen könnte man auch Scientology und die Zeugen Jehovas herzlich begrüßen - die haben auch noch niemanden eigenhändig umgebracht.

    es geht hier nicht um bloße Religion, deren Richtung man nicht gutheißt; sondern um Sekten mit totalitären Strukturen, die ihre Mitglieder unter Druck setzen und ihnen ihre Freiheit nehmen.
    im Falle von UL kommen antisemitische Tendenzen hinzu.
    Und da ist für mich persönlich die Grenze des Tolerierbaren erreicht; es schadet auch der Tierrechtsbewegung, wenn sie mit solchen Sekten in Zusammenhang gebracht wird.
    Ich rufe hier nicht zur Diskriminierung oder Boykott auf; ich liefere hier nur Informationen, auf deren Basis jeder selbst entscheiden soll, wie er sich verhält.

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  3. tja und diese Informationen kommen in Deutschland (nur dort) seit 40 Jahren unmittelbar oder mittelbar fast wie eine Impfung von Sektenbeauftragten der evangelischen oder katholischen Kirche, die (oh Wunder) alles nicht evangelische oder katholische als Sekte verunglimpfen.
    Die Gehirnwäsche hat funktioniert.
    Totalitäre Strukturen und Antisemitismus: Das ist eine Projektion der Protestanten und Katholiken, weil deren Leiter in der Geschichte und häufig auch heute totalitär sind und ausgeprägte Antisemiten waren (Martin Luther und viele Päpste/Bischöfe/Pfarrer).
    Also wacht auf und glaubt nicht jeden Mist, den Sektenbeauftragte stetig als Meinungsäußerung unters Volk streuen.

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  4. @ Anonym: http://www.projektwerkstatt.de/ul/

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  5. Da ist ja auch schon klar, aus welcher Ecke "Anonym" kommt.

    Aus UL-Kreisen kommt seit Jahren das imemrgleiche Gewäsch mit "schaut auch mal auf andere Religionen" und "hört nicht auf die Sektenbeauftragten".

    Nur soviel: Es werden auch keine anderen Religionen toleriert, die sich in der Bewegung breit machen wollen.
    Und die Infos kommen nicht von Sektenbeauftragten sondern zb von Menschen aus der Bewegung, die dann wegen ihres Engagements und ihrer Recherchen in den Ruin geklagt werden. (siehe VOICE).

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  6. wenns nur um Religionen geht, toleriere ich es schon, wenn die z.b. nen essensstand bei sowas machen. ist zwar nicht mein ding; aber ich find sie nicht "schlimm" genug, um sie auszuschließen - und die Tierrechtsbewegung kann es sich nicht leisten, auf wertvolle Aktivisten zu verzichten.

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  7. bei ul-anhängern und -sympathisanten sind kritische medienberichte (die sich eben nicht nur auf kirchenpropaganda und auf religionsfeindlichkeit stützen!) nicht sonderlich beliebt.

    aber sollte einer dieser menschen, die ihrerseits dermaßen propagandahörig weiterhin das UL verteidigen und die kritiker klein reden wollen, noch halbwegs selbstachtung übrig haben, empfiehlt es sich vielleicht, die ersten beiden spalten von seite 5, sowie die fußnoten 1-6 des artikels "hauptsache für die tiere?" in der tierbefreiung, heft 68 zu lesen.

    und dann bitte stellung nehmen. ob das so okay wäre. weil die großkirchen ja auch ihre "kleinen verbrechen" hätten. wer dazu (zum inhaltlichen) nicht stellung bezieht und dennoch das ul weiter verteidigt, gehört entweder in die kategorie "arschloch" oder "schwachkopf". zu welchen zählst du dich? es ist echt nicht schwer und zu viel verlangt, sich kritisch mit vorwürfen auseinanderzusetzen und seinen kopf für einen moment frei zu halten, also unvoreingenommen zu lesen, prüfen und dann in sich hineinzuhören, ob man die ul-strukturen WIRKLICH gut und tolerierbar finden kann.

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