Montag, 16. August 2010

Kinder mögen kein Gemüse

und das ist die Schuld der Eltern denn die führen ihr Kind in frühen Jahren nicht an eine gesunde Ernährung heran. Fast-Food-Gerichte kommen in den Familien öfter auf den Tisch als gesundheitlich vertretbar ist. Alles muß schnell gehen, selbst zum gemeinsamen Essen bleibt keine ausreichende Zeit.
Die Kinder kriegen stattdessen ein stark salzhaltiges, fettreiches mit Konservierungsstoffen und Geschmacksverstärkern zugesetztes Essen vorgesetzt, am Wochenende gibts statt einem Picknick am Spielplatz ein Happy Meal neben der McDonalds-Rutsche und sogar Kindergeburtstage werden Bei BurgerKing&co gefeiert.Und so kommt man dann auch auf 1,7 Millionen übergewichtige Kinder in Deutschland.
Besonders schlimm: Was man von klein auf lernt, behält man auch im Erwachsenenalter bei.
Deswegen wird in der welt-online geraten:

Jungen und Mädchen sollten von klein auf an eine gesunde Kost herangeführt werden, mahnte daher die Ernährungsberaterin Sigrid Piotrowski von der Awo Sano, einer Tochtergesellschaft der Arbeiterwohlfahrt. „Denn Gewohnheiten aus der Kindheit halten meist ein Leben lang.“ Eltern sollten mit den Kindern gemeinsam einkaufen und entscheiden, was auf den Tisch kommt. Auch sollten Kinder in der Küche mit anfassen.
"Dann trauen sich die Kleinen auch eher, mal Unbekanntes zu probieren“, meinte Piotrowski.

interessant finde ich auch die Kommentare, die bei dem Artikel abgegeben wurden:

14.08.2010,
antiveganer sagt:

Na weil der mensch nun mal kein grasfresser ist - deshalb vielleicht.

öhm ja. Sehr gehaltvoll. Etwas plausibler finde ich

15.08.2010,
Geschmacksache! sagt:

Warum mögen Kinder lieber Pizza und Pommes? Das Geheimnis: Salz und die richtigen Gewürze! Würde man der Zubereitung von Gemüse ebenso viel Aufmerksamkeit widmen wie bei Pizza, dann würden Kinder Gemüse ebenso gern essen. Die "richtigen" Zutaten entscheiden über den Geschmack!

Man sollte das meiner Meinung nach aber auch nicht überbewerten; ich hab mich als Kind z.B. geweigert; Obst zu essen, und bei Gemüse war ich auch mäkelig. Mein Lieblingsessen war Schnitzel mit Pommes. Und meine Eltern haben oft versucht mich zu Obst/Gemüse zu bewegen; was ich aber immer bis auf wenige Ausnahmen abgelehnt hab. Erst in den letzten Jahren, als ich angefangen habe, selbst zu kochen, bin ich zum Gemüse-Junkie geworden.
Das Kinder-Gemüse-Problem gabs ja schon immer,  und prinzipiell lässt sich das auch damit erklären, dass Kinder Süßes am liebsten mögen, weil der Geschmack an die süße Muttermilch erinnert, und Babys noch viel mehr Geschmacksknopsen besitzen, sodass sie Bitteres noch bitterer als wir wahrnehmen.

Das schlimmste was man machen kann, ist, Kinder dazu zu zwingen, etwas zu essen was sie nicht mögen. Das entwickelt ein vollkommen gestörtes Essverhalten und sorgt eher für noch mehr Ablehnung.

Kommentare:

  1. *Lach*
    Das erinnert mich an Folgendes:
    Ich war mit einer Jugendgruppe in Schweden und im Vorfeld sollten die Kinder einen Essenplan ausfüllen, in dem sie angeben konnten, gegen was sie allergisch sind, was sie nicht mögen und was ihr Lieblingsessen ist.
    Fast alle haben bei "Was ich nicht mag" Gemüse und Salat angegeben oder auch "alles, was gesund ist". Ich habs überlesen. Gemüse gabs trotzdem.

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  2. Als mein Sohn klein war, weigerte er sich "Blumen"(=Gemüse & Salat) zu essen. Als ich ihm sagte, dass z.B. roher Paprika ganz dolle knackt im Mund, hat er ihn gegessen. Man muss nur die richtigen Tricks anwenden und Kindern das Gesunde vorleben. Jetzt ist er 12 J. isst Obst ohne Ende und lehnt McDon & BK ab. Wenn ich da mal was essen will, muss ich alleine hingehen :-)

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  3. Ich habe als Kind schon Gemüse geliebt, wieso? Meine Mutter, die alte Sozialpädagogin, hat Gemüse immer besonders schön und lecker angerichtet.
    Rohkost wurde in Buchstaben geschnitten (dann muss mans nichtmal würzen :D ), aus Gürke und Paprika hat sie Fliegenpilze gebastelt, Radieschen zu Rosen geschnitten und mir gezeigt wies geht.
    Außerdem hat sie die allerbeste "Bolognese" gemacht, die ich kenne:
    Zucchiniwürfel mit Zwiebeln scharf anbraten, Tomatenpürree drüber und mit Salz/Pfeffer/Oregano abschmecken. Ich fand Bolognese dagegen sowas von doof.
    Bei uns gabs auch MCDonalds, Fleisch und Co, aber vor allem das selbst im Garten angebaute Gemüse war echt der Hit.

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