Mittwoch, 25. August 2010

Gentechnik in Tierprodukten nachgewiesen

Wie eine aktuelle Recherche von Testbiotech zeigt, werden immer häufiger Gen-Abschnitte aus gentechnisch veränderten Pflanzen in tierischen Produkten gefunden. Wissenschaftler aus Italien berichteten im April 2010, dass Gene von gentechnisch veränderter Soja in der Milch von Ziegen aufgespürt wurden. Es wird angenommen, dass diese Gen-Abschnitte aus den Verdauungsorganen über das Blut in Euter und in die Milch gelangten. Auch in den Zicklein, die mit der Milch dieser Ziegen gefüttert wurden, fanden sich die Gen-Fragmente. Nicht nur diese Untersuchungen zeigen, dass sich Gen-Abschnitte aus gentechnisch veränderten Futterpflanzen in tierischem Gewebe nachweisen lassen. Bereits vor einigen Jahren wurde über entsprechende Funde bei Schweinen berichtet. In jüngerer Zeit gelang auch der Nachweis bei verschiedenen Fischarten wie Forellen und Tilapia. Dort fanden sich die Gen-Abschnitte aus dem gentechnisch veränderten Futter in fast allen inneren Organen.
„Die aktuellen Befunde unterstützen diejenigen, die schon seit langem fordern, Lebensmittel wie Fleisch, Milch, Eier und Fisch zu kennzeichnen, wenn sie von Tieren stammen, die mit transgenen Pflanzen gefüttert wurden. Wenn die Untersuchungsmethoden besser werden, kann man entsprechende Rückstände immer leichter nachweisen“, sagt Christoph Then, Geschäftsführer von Testbiotech. „Bisher gelingt dieser Nachweis allerdings längst nicht in jedem Fall. Aus bislang ungeklärten Gründen, die noch untersucht werden müssen, werden die meisten DNA-Reste aus gentechnisch veränderten Futterpflanzen bei Fischen gefunden.“
Verschiedene Wissenschaftler und auch die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA haben bisher abgestritten, dass man entsprechende Gen-Abschnitte finden könne. Es ist allerdings schon seit Jahren bekannt, dass pflanzliche Erbsubstanz bei der Verdauung nicht vollständig abgebaut wird, sondern im Blut und inneren Organen gefunden werden kann. Sogar bei den Nachkommen von Mäusen kann sie noch aufgespürt werden. 

Pressemitteilung von TestBiotech

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