Montag, 9. August 2010

bunte Oliven

Die Stiftung Ökotest hat im August Oliven getestet. Zwar wurden keine Pestizidrückstände gefunden, allerdings wurde bei manchen schwarzen Oliven mit zu viel Färbemittel nachgeholfen wurde, wie z.B. bei den schwarzen Oliven von Lidl. Nicht alle schwarzen Oliven sind von Natur aus schwarz, zum Teil werden sie noch grün (also unreif) geerntet und durch eine Behandlung mit Sauerstoff gefärbt. Um die Farbe zu stabilisieren, werden Eisensalze verwendet, diese kann man anhand des Eisengehaltes im Test nachweisen.
Auch gefärbte schwarze Oliven dürfen einfach nur als “schwarze Oliven” bezeichnet werden, ein eindeutiger Hinweis auf die nachträgliche Färbung ist nicht vorgeschrieben. Wenn man wissen will, ob es sich um reife, also schwarz geerntete oder aber gefärbte Oliven handelt, muss auf der Zutatenliste des Produkts nachschauen: Bei geschwärzten Früchten wird die Färbesubstanz Eisen-II-Gluconat aufgeführt.

Schon strange; wer würde bei Oliven "Schönfärberei" im wahrsten Sinne des Wortes erwarten? 

Hier gehts zum vollständigen Testbericht

Kommentare:

  1. Das ist ja wieder eine Unverschämtheit von der Lebensmittelindustrie! Wer weiss, was uns Verbrauchern noch alles vorenthalten wird...
    Werde beim nächsten Kauf auf den Zusatz Eisen-II-Gluconat achten....

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  2. Echt abgefahren. Mir schmecken die grünen ja besser, aber falls die Eisenwerte irgendwann mal im Keller sein sollten...;)

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  3. Ui, das hätte ich nicht gedacht. Ich esse normalerweise keine Oliven, aber letztens habe ich erstmals im Leben ein Glas schwarzer Oliven gekauft... Hätte da irgendwas komisches wie Eisen-II-Gluconat draufgestanden (ich studiere grundsätzlich die Zutatenliste), hätte ich das Glas sofort zurückgestellt.
    Allerdings waren's schon die billigsten Oliven, die ich finden konnte. Von daher frage ich mich, ob das erst ab einer bestimmten Menge an Färbemittel draufstehen muss oder ob ich einfach glücklicherweise echte schwarze Oliven erwischt hatte... Mysteriös.

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