Samstag, 17. Juli 2010

Galileocheck: Tofuburger vs. Fleischburger

am 13.7. gings bei Galileo um den Tofu gegen Fleisch-Battle:

Zum Leibgericht vieler „Veggies“ gehört Tofu. Das ist das Produkt koagulierter Sojamilch. Quasi derselbe Weg, wie man Käse aus Milch gewinnt. Tofu ist zu 100 Prozent pflanzlich, dient als Fleischersatz – und stößt in der „normal“ essenden Bevölkerung noch auf große Vorbehalte. „Man muss doch tierisches Eiweiß zu sich nehmen“, „Ohne Fleisch geht’s mir nicht gut, hab ich keine Power!“ und „Tofu schmeckt einfach nur fad und langweilig“. Aber stimmt das wirklich? Schmeckt Tofu „fad“? Oder kann ein Tofuburger so gut zubereitet werden, dass er wie ein echter Klassiker, ein Hamburger, schmeckt? Dazu machen wir einen Test: Drei Footballspieler, Muskel- und Fleischberge, Fleisch- und Hamburgerfans laden wir zum Barbecue. Was die Jungs nicht wissen: Attila Hildmann wird neben Hamburgern auch Tofuburger grillen und den Jungs zwischen die Brötchenhälften schmuggeln. Werden sie es schmecken?



und hier noch der Link zum Rezept für den Tofuburger


es ist zwar Galileo, aber gegen gute Vegan-Propaganda hab ich nie was... Attila ist ein absoluter Vorzeige-Veganer; der allein mit seinem Äußeren schonmal das Vorurteil abbaut, Veganer seien zottelige Jesuslatschenträger (schaut euch mal die Fitness-Bilder auf seiner Seite an, das große scheint mir zwar ne Montage zu sein, aber der Rest ist ja wohl mal *rrrr*). Im Beitrag gehts im Wesentlichen um die Tofuherstellung, außerdem werden einige Infos zu Soja geliefert, z.B. wird auf die Wasserproblematik von Fleisch hingewiesen und erwähnt dass nur 10% der Sojaproduktion für die Nahrungsmittelherstellung verwendet wird, der Rest dient als Viehfutter.

Das Ergebnis war dann leider nicht so super, die Testesser, 3 Footballtypen entschieden, dass der mit "B" gekennzeichnete Burger besser schmeckte, also der Fleischburger. Die Jungs haben nachdem Attila sie aufgeklärt hat, zwar noch gelobt, wie nah der Tofuburger an den echten rankommt; aber so ein bischen unglücklich war die Situation doch ^^

Kommentare:

  1. Das hab ich auch gesehen. Immerhin mal keine Vorurteile, fand das eigentlich ganz nett. :)

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  2. Hab mir den Beitrag gerade angesehen. Grundsätzlich find ich es auch gut, wie Thema aufgegriffen wurde, und doch recht objektiv dargestellt wird; und von SO einem Vertreter repräsentiert wird :D
    Mir geht nur dieses ewige "Tofu schmeckt fast wie Fleisch" (oder eben nicht) Diskussion etwas auf die Nerven. Ich persönlich stelle an Tofu nicht den Anspruch, dass er exakt wie Fleisch schmeckt und glaube, dieses Denken und Annahmen kommen eher aus der Omni-Richtung, in der keiner glauben kann, dass man ohne Fleischgeschmack glücklich wird. Trotzdem bin ich dankbar für die immer mehr werdenden Angebote in den Regalen. So muss man nicht jeden Bratling etc. selbst machen und kann auch auf "Fertigprodukte" zurückreifen. Außerdem ist es bestimmt gut und beruhigend für die Unentschlossenen, die evtl. potentielle Vegetarier/Veganer sind.
    Ansonsten fand ich den Beitrag ok, abgesehen von den schlechten Schauspielern im "Vorurteils"-Trailer. :-)
    lg

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  3. Tja, das ist das Problem, wenn man Imitate im direkten Vergleich zum "Original" bringt. Tofu schmeckt nunmal nicht genau wie ein gewürztes Fleischstück, sondern hat seinen eigenen Geschmack und auch einen eigenen Geschmack, wenn man ihn würzt.

    Ich denke, im Gegensatz zu TurboTofu, dass fleischgewohnte Omnis eher das Problem haben, dass sie kaum anderes außer Fleisch plus Beilage kennen und deshalb oft denken, vegetarisch/vegan sei eher "Beilagenessen". Klar, vermisst man da das Fleisch. Wer isst schon gern nur Beilagen?
    Aber es gibt eben auch komplette vegetarische/vegane Gerichte, bei denen man nicht das Gefühl hat, dass da was fehlt. Nur die muss man eben erstmal finden.

    Wenn man also mit dem Anspruch auf Fleisch-Burger an die Sache rangeht, ist man von vornherein auf dem Holzweg. Viel interessanter wären doch Burgervarianten gewesen. Burger mit Gemüse, mit Seitan, mit Tofu, etc., bei denen man sich eben nicht entscheiden müsste, wer's mit dem Fleischbruder aufnehmen kann... sondern einfach, wem was gut schmeckt. Dann wären die Ergebnisse sicherlich auch besser für die fleischlosen (oder veganen) Varianten ausgefallen.

    Ich bevorzuge auch eher den Tofuburger beim Araber als den Gemüseburger in der Uni-Mensa, den ich widerum dem McDoof Veggi-Burger vorziehe... Kommt ja auch immer drauf an, wer's zubereitet hat. Die allermeisten Fleischburger mag ich nicht, weshalb ich fast immer die Gemüsedinger nehme. Da ist die Trefferquote, dass es schmeckt, für mich einfach viel höher...

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  4. also ich liebe leckere Beilagen :-) was Beilage ist und was nicht entscheidet man doch selbst...

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  5. naja, wer wirklich fleischgeschmack haben will soll eben fleisch essen.

    ich selbst esse gern mal ein stück fleisch, mal bisl fisch oder auch meeresfrüchte.

    tofu ist aber eindeutig was geniales, wenn man sich die mühe macht auszuprobieren.

    esse gern mal den den bio-tofu (wo auch immer hier das bio zu finden ist) vom aldi.

    den kann man in dünne scheiben schneiden, würzen und fix anbraten oder eben auch kleinmachen und zusammen mit gewürzen, kräutern vermischen und aufstrich drausmachen.
    oder eben als aufschnitt zubereiten.
    auch lecker kommt er zu kimchi.

    seidentufo lässt die gleichen dinge zu, schmeckt jedoch dabei etwas anders und kann auch mal für nachtisch gut verwendet werden.

    den geräucherten kann man direkt mit salat zusammen gut essen.

    den eingelegten (auch als stink-tofu bekannt) esse ich jedoch so schnell nicht mehr, absolut nicht mein geschmack :)

    aber genau das ist doch der vorteil vom tofu, es gibt kaum ein lebensmittel mit diesen möglichkeiten der unterschiedlichen verarbeitung und was trotzdem einen vollwertigen eiweisersatz bietet.

    ich esse wirklich gerne fleisch, aber ist eben das problem mit ungesunden fetten und jedesmal wenn man sich ansieht wie die meisten tiere gehalten werden verliert man für wochen den hunger drauf :)

    kann mich nicht durch ringen 100% vegetarier zu werden, jedoch ist dank tofu eine alternative immer mehr in den regalen vertreten, der den wirklichen fleischverzehr immer stärker zurück gehen lässt.

    wenn ich also immer wieder höre "wie fleisch im geschmack" oder die andere seite "schmeckt nach gar nichts" , dann fühle ich mich immer von idioten umgeben.

    die einen machen sich was vor und die anderen sind zu faul sich mit tofu wirklich zu beschäftigen.

    tofu ist kein fleisch und soll es nicht sein, dafür bietet tofu einen guten eiweis ersatz und ist bei weiten vielseitiger einsetzbar. er kann einfach in wirklich jede geschmacksrichtung hin gewürzt werden und auch für wirklich für unglaublich viele gerichte verwendet werden (wo man beim ersten überlegen nie drauf kommen würde)

    so rumprobieren, 9x schmeckt es nicht und 1x schmeckt es göttlich.

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  6. oh, sorry wegen der rechtschreibung. hatte es grade in 2 minuten aus bauch herausgeschrieben :)

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  7. Warum soll tofu nicht das Fleisch ersetzen? Viele Vegetarier und veganer sind es eben nicht geworden weil ihnen der Geschmack von Fleisch /Eier und /oder Milch nicht schmeckt sondern weil sie einfach was dagegen haben wie mit den Tieren umgegangen wird. Und wenn man ne möglichkeit findet etwas wie fleisch schmecken zu lassen oder dem geschmack sehr nahe kommt ohne das dafür ein Tier leiden muss ist das doch gut. Ob und wie tofu schmeckt ist echt ne zubereitungssache. Lässt man tofu lang genug ziehen in einer soße /Marinade schmeckt es noch viel ähnlicher als fleisch. Hab gesttern chil sin carne gekocht und bis heute ziehen lassen. Hab ne würzmischung und tofu als fleischersatz(schön in fett anbraten eben wie sonst hackfleisch) benutzt und man merkt eigentlich kaum einen unterschied. Selbst meine Fleischfreseeer meinten dass das aber gut schmecken würde)

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