Freitag, 11. Juni 2010

wie konsequent soll man sein?

in der Theorie ist Veganismus klar: es soll vermieden werden, was Tierleid verursacht. In der Praxis ist das manchmal gar nicht so einfach; es gibt viele Situationen wo es kein eindeutiges "richtig" und "falsch" gibt bzw. es nicht einfach ist, konsequent zu sein.

1. Die Haustierfrage:
Angenommen, man hat ein (unveganes) Haustier, z.B. Hund oder auch Katze. Soll man dem Tier Fleisch zu fressen geben oder lieber vegan ernähren?

ich habe Katzen und die kriegen Fleisch. Katzen sind Carnivoren, ernährt man sie rein pflanzlich ohne zu supplementieren kriegen sie mangelerscheinungen. und katzen krankzufüttern ist meiner meinung nach nicht vegan. bei hunden sieht die sache anders aus; die sind wie der mensch allesfresser, sodass vegane hundeernährung weder unnatürlich noch ungesund ist.


2. Beim einkaufen greift man daneben, überliest irgendwas oder findet erst später raus, dass ne E-Nummer unvegan ist. Blöderweise merkt man sowas ja meistens erst daheim. Trotzdem verwenden, da es ja nun einmal gekauft ist oder würde direkt in den Müll damit?
1.wahl: verschenken. 2.wahl: konsumieren (aber es nicht an die große Glocke hängen ^^). was soll es bringen, essen was ich gekauft habe, wegzuschmeißen? da ist das kind doch schon in den brunnen gefallen. ich bin veganer, weil ich über mein konsumverhalten die industrie dazu bringen will, keine tierprodukte mehr zu produzieren. wenn ich ein produkt kaufe, dann rege ich damit die nachfrage an, egal ob ich es wegschmeiße oder esse.


3. die Mitfinanzierfrage:
Geht man in ein "normales" Restaurant, wo allenfalls ein oder zwei Gerichte vegan sind unterstützt man mit seinem Geld ein Lokal, dass Tiere töten lässt. Daheimbleiben oder das vegane Gericht essen?

natürlich. ich gehe auch in supermärkte, wo auch fleisch verkauft wird, wieso sollte ich da ausgerechnet bei restaurants nen unterschied machen? was anderes wäre es bei so "Fleischtempeln"; die richtig werbung mit fleischzeug machen und wo man kaum was anderes kriegt, also zb mcdonalds oder Steakhouse. ich würde auch nicht beim metzger einkaufen, wenn er was vegetarisches hat. allein schon weil ich es eklig finde wenn der fleischgeruch in der luft liegt und auf allen tischen um mich herum hühnchen und schweine liegen. aber solange jetzt nicht 90% des Geschäftes mit totem Tier gemacht werden, fände ich es okay.



ich glaube das sind sachen die muss jeder mit sich selbst ausmachen; ich mache niemandem nen vorwurf wenn er auch mal n auge zudrückt, schließlich stimmt die Grundtendenz, und man muss auch noch "lebensfähig" bleiben und nicht überall radikal alles ablehnen :-)man sollte sich einfach immer die Fragen stellen
- "Kann ich es vermeiden?"
- "gibt es vegane Alternativen?"
- "wie groß ist das Tierleid das ich verursache und wie groß der Vorteil den ich durch das Unvegane erlange?"
bin ich krank (also richtig), dann brauche ich wohl das Medikament, ich würde dann höchstens noch gucken ob es vllt ein gelatinefreies gibt (kann man arzt/apotehker ja fragen). wenn nein, dann nehme ich es, weil es für mich ein zu großer Nachteil ist, wenn ich dadurch folgeschäden erleide oder andere menschen anstecke. bei hunde/katzenleckerli, die ja eigentlich eh überflüssig sind, ist es dem Tier egal ob die vegan sind oder nicht, da kann man ohne dass irgendein nachteil da ist auf Knabberohren (das sind echte Schweineohren *grusel*) verzichten. beim restaurant kann man ja gucken ob man ein hübscheres findet; wenn man aber eingeladen wird, oder alle anderen da hin wollen, dann wär das für mich auch alternativlos und ich würd hingehen.

Kommentare:

  1. da sag ich nur amen! find die einstellung gut :]

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  2. Mein Mitleid wird immer grösser.
    Wo bleibt eigentlich Eure Lebensfreude?

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  3. "Katzen sind Carnivoren, ernährt man sie rein pflanzlich ohne zu supplementieren kriegen sie mangelerscheinungen. "

    Das ist nicht dein Ernst? Du ernährst die unvegan, obwohl du genau weißt, dass das (ohne weiteres) möglich ist, mit dem Argument, dass schädlich ist, wenn man es *falsch* macht?

    "Beim einkaufen greift man daneben, überliest irgendwas oder findet erst später raus, dass ne E-Nummer unvegan ist. "

    Auf die Lösung, sich *vorher* zu informieren, bist du noch nicht gekommen?
    http://tierrechtskochbuch.de/vegan/tierprodukte.html
    http://maqi.de/produktanfragen/

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  4. dass problem ist ja gerade, dass niemand genau weiß, wie man es *richtig* macht. niemand weiß genau, welche menge taurin sie benötigen, inwieweit man pulvertaurin mit dem in fleisch enthaltenen umrechnet, wie schädlich eine zu hohe/niedrige dose wäre. ich bin nicht bereit, tierversuche durchzuführen, und nichts anderes wäre es.

    was die e-nummern angeht: es gibt so viele e-nummern die "potentiell" vegan sind, also eine vegane produktion theoretisch möglich wäre; man dann erst später rausfindet, dass sie in der regel doch unvegan sind.
    danke, ich informiere mich vorher.

    übrigens passt mir dein herablassender tonfall nicht, auch werde ich die ständige Werbung für maqi nicht mehr dulden und den entsprechenden Kommentar dann löschen müssen.

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  5. Es ist Hunderte völlig gesunder veganer Katzen, die nur synthetisches Taurin konsumieren. Von wissenschaftlichen Studien (http://www.vegepets.info/assets/Vegetarian%20Cat%20Study%20Wakefield%20et%20al%202006%20JAVMA.pdf) abgesehen, steht es also außer Frage, dass es ohne Probleme möglich ist.
    Und natürlich weiß man die genaue Menge nicht, weil jede Katze anders ist.

    "es gibt so viele e-nummern die "potentiell" vegan sind"

    Es geht nicht nur um die E-Nummern, sondern generell darum, dass kein Produkt Volldeklarartion hat. D.h. man kann ihm ansehen, ob es unvegan ist, aber wenn es potenziell vegan ist, kann man nur sicher sein, wenn man nachfragt.

    "übrigens passt mir dein herablassender tonfall nicht, auch werde ich die ständige Werbung für maqi nicht mehr dulden "

    Sieht mir nach zwei Vorwänden aus, um unliebsame Informationen nicht wahrnehmen zu müssen. Aber naja, das bin ich gewöhnt.

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    1. Ich gebe mausflaus Recht. Die Höflichkeit Deiner Kommunikation hält sich in Grenzen und eine leicht überhebliche Intoleranz ggü. nicht ganz so "konformen" Veganern macht die Sache nicht besser.

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  6. ich habe drei katzen.

    http://www.flickr.com/photos/auge24/sets/72157616626893682/

    ich halte es für falsch, katzen eine vegane ernährung aufzuzwingen. natürlich steht auch das "normale" katzenfutter zur disposition. ich würde eher dahin gehen, nach dem ableben meiner begleiter auf das zulegen weiterer haustiere in zukunft zu verzichten, die ansich fleischfresser sind...

    http://www.youtube.com/watch?v=7ENU3cb99nM

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  7. ich find den bericht klasse, ehrlich und lebensnah...

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  8. "katzen eine vegane ernährung aufzuzwingen"

    Achso, aber ihnen eine Ernährung mit Schlachtabfällen von Rindern oder Tiefseefischen (eindeutig normale Beutetiere für Katzen) aufzuzwingen ist so viel besser?
    Erst informieren ist immer ratsam: http://veganismus.de/vegan/faq-vegane-katzen.html

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  9. Scheinbar können Katzen trotz des Abfalls ein recht hohes Alter erreichen, ohne das sich gleichzeitig üble körperliche Nachteile aus der Ernährung entwickeln. - Aber dem ungeachtet, hab ich ja selbst eingeräumt, dass auch "normales" Futter fragwürdig ist. Lustig ist ja, dass du deine Ansichten als die Wahrheit verkaufst und ich mich auf deinen Seiten informieren soll. :-)
    Wissen entsteht auch durch Dialog. - Entschuldige bitte meinen beschränkten Wissenshorizont! Aber im Großen und Ganzen sind wir alle kleine Stümper und ob du mit deiner veganen Ernährung für Katzen wirklich richtig liegst, ist bis ins letzte sicherlich nicht eindeutig.

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  10. "dass du deine Ansichten als die Wahrheit verkaufst "

    "Lustig" ist, dass ich nirgendwo etwas von "Wahrheit" geschrieben habe, nicht in Frage gestellt habe, dass normale Nahrung nicht automatisch ungesund ist (wie du mir unterstellst), und dass du meinen Verweis auf empirische, wissenschaftlich erhobene Fakten als "Wahrheitspostulat" zu diffamieren versuchst.

    "ist bis ins letzte sicherlich nicht eindeutig"

    Es gibt zwei Alternativen von denen das eindeutig kleinere Übel die vegane Ernährung ist. Das finde ich eindeutig genug.

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  11. @Martin: es gibt auch Hunderte von Rauchern, die kerngesund sind (ich z.b.). trotzdem würde ich niemandem der sich nicht dagegen wehren kann, den Qualm aufzwingen.

    ich halte es für artgerechter, Schlachtabfälle an Katzen zu verfüttern, weil das ihrer natürlicher Nahrung, die sehr fleischhaltig ist, näher kommt. da halte ich die wahrscheinlichkeit, dass es auch gesund ist, für höher als wenn ich irgendwas zusammengemixtes, was sie in der natur nie kriegen würden, füttere.

    du hast schon wieder einen maqi-Link gesetzt (gehört jedenfalls zu den stößer-webseiten). das ist meine letzte Warnung, solltest du nochmal einen derartigen Link posten werde ich den Kommentar löschen.

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  12. Tabakrauch ist nachgewiesen gesundheitsschädlich. Vegane Katzenernährung ist nachgewiesen nicht gesundheitsschädlich.

    "ich halte es für artgerechter"

    Es geht aber nicht um "artgerecht". Eine Katze in der Wohnung zu halten ist auch nicht artgerecht, dennoch setzt man sie nicht vor die Tür. Es geht, ich wiederhole mich gerne, darum: "Es gibt zwei Alternativen von denen das eindeutig kleinere Übel die vegane Ernährung ist. Das finde ich eindeutig genug."

    "was sie in der natur nie kriegen würden"

    Demnach bist du also Rohköstler und isst (außerdem) keinerlei Hülsenfrüchte? Denn das ist für Menschen auch unnatürlich.
    Ernährung - das sollte man wissen - funktioniert so, dass die Nahrung in ihre *Grundbestandteile* verlegt wird. Es ist den Katzen völlig egal, wo ihre Nährstoffe herkommen, solange sie sie bekommen und das tun sie bei angemessener veganer Ernährung. Du kannst noch tausendmal wiederholen, wie unnatürlich es ist - das wird dadurch nicht relevanter.

    "du hast schon wieder einen maqi-Link gesetzt (gehört jedenfalls zu den stößer-webseiten"

    Ach ja, wo wären wir ohne Feindbilder. Dann müsste man sich wohlmöglich noch mit den Inhalten auseinandersetzen, anstatt bequem ausblenden zu können.

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  13. "Vegane Katzenernährung ist nachgewiesen nicht gesundheitsschädlich. "
    den Nachweis würde ich gerne sehen.

    doch, es geht um artgerecht im Sinne von "ich versuche, die natürlichen Bedürfnisse des Tiers zu befriedigen", soweit es eben geht: Bewegung, Artgenossen... und Futter, das alle Nährstoffe in der Zusammensetzung enthält, das sie brauchen.
    wohnungshaltung ist zwar nicht artgerecht, aber immer noch artgerechter als das tierheim. da ich an einer hauptstraße wohne, ist rauslassen keine alternative. hätte ich sie, dürften sie raus.

    "Demnach bist du also Rohköstler und isst (außerdem) keinerlei Hülsenfrüchte? Denn das ist für Menschen auch unnatürlich. "
    1. der mensch ist kein rohköstler
    2. gibt es beim menschen genug gesicherte erkenntnisse über ernährung
    3. ist mir natürlich/unnatürlich vollkommen egal wenns um mich geht. für mich selbst gehe ich das risiko ein, mich nicht 100% gesund zu ernähren; aber wenn ich für andere zu entscheiden habe gehe ich kein risiko ein.

    "Ernährung - das sollte man wissen - funktioniert so, dass die Nahrung in ihre *Grundbestandteile* verlegt wird. Es ist den Katzen völlig egal, wo ihre Nährstoffe herkommen, solange sie sie bekommen und das tun sie bei angemessener veganer Ernährung. "

    halte ich für fragwürdig - sonst könnte sich der mensch ja auch einfach von tabletten ernähren. die synthetischen stoffe sind nochmal was anderes.
    ich wiederhole mich: niemand weiß 100pro, was die katze in welcher zusammensetzung braucht. deswegen gibts auch keine gesunde pulverkost.

    "Ach ja, wo wären wir ohne Feindbilder. Dann müsste man sich wohlmöglich noch mit den Inhalten auseinandersetzen, anstatt bequem ausblenden zu können"
    ich setze mich hier mit den inhalten deiner kommentare auseinander.
    wenn ich keine maqi-links möchte, hat das lediglich den grund, dass ich keine plattform für fragwürdige seiten bieten will, und lesen tue ich die schon lange nicht mehr.

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  14. "den Nachweis würde ich gerne sehen. "

    http://vollvegan.blogspot.com/2010/06/wie-konsequent-soll-man-sein.html?showComment=1276274142714#c6507759420290087806

    "doch, es geht um artgerecht im Sinne von "ich versuche, die natürlichen Bedürfnisse des Tiers zu befriedigen""

    Ich wiederhole mich gerne: die "natürlichen Bedürfnisse" bedeutet, alle notwendigen Nährstoffe zu erhalten. Woher diese kommen ist völlig egal. Du scheinst krampfhaft das Natürlichkeitsargument retten zu wollen, weil es das einzige Gegenargument ist. Nur ist es irrelevant.

    "1. der mensch ist kein rohköstler
    2. gibt es beim menschen genug gesicherte erkenntnisse über ernährung"

    Bitte, dann nimmt halt "der Mensch ist Omnivore, vegane Ernährugn ist unnatürlich". DAs ist praktisch identisch: genauso irrelevant, weil genau ein naturalistischer Fehlschluss.

    Vor fünfzehn Jahren gab es praktisch noch keine positiven Aussagen über vegane menschliche Ernährung. Heute wissen wir, dass die Leugner alle falsch lagen. Bei der veganen Katzenernährung ist es identisch: nur weil die Wissenschaft aus ideologischen Gründen nicht hinterherkommt, sind die empirisch bereits feststehenden Tatsachen (es gibt Hunderte völlig gesunder veganer Katzen) nicht falsch (sondern umgekehrt).

    "3. ist mir natürlich/unnatürlich vollkommen egal wenns um mich geht. für mich selbst gehe ich das risiko ein, mich nicht 100% gesund zu ernähren; aber wenn ich für andere zu entscheiden habe gehe ich kein risiko ein."

    Das ist ja ein bequemer Zirkelschluss. Du willst es nicht entscheiden und die Katze kann es nicht entscheiden und schon ist das Problem gelöst.

    "halte ich für fragwürdig - sonst könnte sich der mensch ja auch einfach von tabletten ernähren."

    Du hältest es für fragwürdig, ob die Verdauung die Nahrung in Grundbestandteile zerlegt? Nicht ernsthaft?

    "ich wiederhole mich: niemand weiß 100pro, was die katze in welcher zusammensetzung braucht."

    Natürlich ist das bekannt. Du kannst es gerne in veterinärmedizinischer Literatur nachlesen.

    "deswegen gibts auch keine gesunde pulverkost."

    Ach bitte. Als ob die Zugabe von *einem einzigen* Nährstoff "Pulverkost" wäre.

    "wenn ich keine maqi-links möchte, hat das lediglich den grund, dass ich keine plattform für fragwürdige seiten bieten will, und lesen tue ich die schon lange nicht mehr. "

    Sage ich doch: du liest es nicht, sondern pauschalisierst es als schlecht.

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  15. Ich bin im E-Nummern/PA-Bereich nicht sehr konsequent. Finde es gut, wenn man es versucht, aber wenn es darauf hinausläuft, dass man nur noch am Recherchieren und vorsichtshalber Ablehnen ist finde ich das kontraproduktiv. Aber wie gesagt man sollte es immer versuchen soweit es eben geht und sinnvoll ist.
    Vegane Haustierernährung finde ich richtig und wichtig. Selbst WENN das nicht 100pro optimal wäre, wie rechtfertigt man, dass das Haustier wichtiger sein soll als all die Verfütterten? Dass es viele gesunde vegan ernährte Haustiere gibt sollte als Grundlage ausreichen imo. Bei einer Studie mit 34 Katzen über 1 Jahr les ich allerdings gar nicht erst weiter, sorry. Da muss mehr und besseres her.

    Ich schließe mich nicht sozial aus, also gehe ich auch in unvegane Restaurants. Oft ergibt sich daraus ein Gespräch das man nutzen kann. Wobei ich das gern verschiebe auf "nach dem Essen", da haben die Nichtveganer dann nicht so einen krassen Abwehrdruck und auch ich bin entspannter wenn die Kadaverteile weg sind.
    Und ich versuche natürlich, Restaurants anzusteuern wo ich ganz gute Optionen habe, also zB Asiatisches, Italiener usw. Steakhouse würde ich glaube ich nicht mitgehen.

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  16. ich hab katze, die wird vegan ernährt und kenne viele andere, bei denen es auch so ist und gut läuft. finde es heuchlerisch, ein tier retten zu wollen und dafür andere ans messer zu liefern. eine vegane, ausgewogene ernährung ist für katzen möglich und richtig. du regst dich selbst darüber auf, dass andere immer mit "natürlichkeitsargumenten" (fleisch essen ist natürlich, notwendig etc) kommen, während du aber selbst oben genau die selbe schiene fährst.

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  17. lieber Anonym,

    1. habe ich nirgendwo damit argumentiert, man müsse Katzen Fleisch füttern, da dies "natürlicher" sei. Mein Hauptargument gegen vegane Katzenernährung ist, dass man damit die Gesundheit der Katze gefährdet, da in diesem Gebiet noch nicht genügend erforscht ist, welche Zusammensetzung genau die Katze benötigt.
    2. kannst du "gut laufen" nicht beurteilen, da man einer katze nicht ansieht, ob die ernährung wirklich so gut ist.
    ich kann genauso gut behaupten "Rauchen ist nicht ungesund. ich rauche und kenne viele andere die das auch tun und es läuft gut. rauchen ist für den menschen möglich und richtig".
    dass rauchen schädlich ist, hat man auch erst nach jahrzehnten rausgefunden. wenn man seine lebenserwartung um 10 jahre verkürzt, dann kann man das nicht immer eindeutig aufs rauchen zurückführen, vllt. stirbt man ja vorher bei nem unfall o.ä.

    2. möchte ich auf folgenden Artikel von "Menschen für Tierrechte" hinweisen: http://www.tierrechte.de/p10002000x1053x7.html
    dort wird die vegetarische Katzenernährung dieskutiert, ein sehr lesenswerter Artikel den ich kurz zitieren möchte:
    "Bei Katzen zeigte sich die vegetarische Ernährung jedoch »problematisch«. Es traten erhebliche Akzeptanzprobleme sowie »assoziierte Gesundheitsstörungen« auf. Nur bei vielseitiger Nahrungsprägung und sorgfältiger Bilanzierung der Rationen »unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Nährstoffbedarfs«, wie es hieß, sei eine vegetarische Ernährung der Katze akzeptabel, anderenfalls sei darin sogar ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz zu sehen. "

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  18. Hy, was die vegane Katzennahrung angeht hab ich damit sehr gute Efahrungen gemacht.

    Mein 16 Jahre alte Katze die nichts mehr vertragen hat und fast deswegen eingegangen ist hat die vegane Nahrung sehr gerne und ohne Probleme genommen.

    Was genau ihre Unverträglichkeit von tierischen Proteinen ausgelöst hat, wir wissen es nicht.

    Auch unser mittlerweile 10-14 Jahre alte Kater ist seit 4 Jahren vegan, hat noch alle seine Zähne, kein entzündetes Zahnfleisch, schönes Fell, keine Verdauungsstörungen mehr.

    Ich finde wenn eine vegane Tiernahrung von Tierärzten entwickelt wird und schon seit über 20 Jahren im Einsatz ist, ist das doch recht sicher.

    Vor allem weiss man doch was die Katze braucht, man muss nur ihre natürliche Nahrung analysieren um darauf basierend ein Ergänzungspräparat oder eine Nahrung herzustellen.

    Bisher hat noch keine Katze die Nahrung abgelehnt obwohl auch anderes bereit stand und auch der Tierarzt ist damit zufrieden weil eben alles drin ist was die Katze braucht.

    Oder ist das so schwer zu glauben? Babynahrung auf Soja oder Kuhmilchbasis wird ja auch umgebaut und ergänzt damit das Kind alles kriegt was es braucht.

    Ich denke vegane Tiernahrung ist da sogar besser als die billigen Supermarktwaren die aus Abfall hergestellt werden und wenn man weiss das nicht nur Tiere aus Tierversuchslaboren sondern auch eingeschläferte Tiere aus Zoos und Tierarztpraxen sowie krebskranke Tiere und verdorbenes Fleisch im Extruder landen, tja dann...

    Wenn ich mal Im Tierschutz eine Katze finde die keine vegane Nahrung verträgt, wenn dann schon barfen..aber in 4 Jahren gingen bei mir allerlei Tiere ein und aus, keins hat bisher negativ reagiert egal ob Baby oder alte Katze.

    Wann zeigt sich also ob eine vegane Ernährung nicht möglich ist?

    Die meisten Schäden zeigen sich doch sehr schnell an mangelnder Gesundheit, in Wochen oder spätestens einem Jahr.

    Mangel an Taurin z.b. führt innerhalb von Wochen zum erblinden..komischerweise wird das aber auch fleischhaltiger Dosennahrung zugesetzt weil die minderwertigen Billigsachen einfach nicht genug enthalten.

    Das hohe und lange erhitzen zerstört es und die hochwertigen, taurinhaltigen Teile des Tieres landen eh beim Mensch auf dem Teller oder dann in der Industrie.

    Mit der veganen Katzennahrung ist es wie mit veganer Hundenahrung oder veganer Menschennahrung..darf einfach nicht gehn, ist absurd.

    Was beim Mensch vor 20 Jahren nicht ging darf jetzt auch nicht beim Tier gehn egal wieviele gesunde Tiere man sieht.

    Das sehr viele Tiere aufgrund des Abfalls in Dosennahrung krank werden und das jedes Jahr tausenden sind..Diabetes, Nierenschäden, Leberschäden, Verdauungsprobleme etc, das sollte man sich mal überlegen und dann schaun, is das bei veganer Ernährung mit Präparaten vom Tierarzt auch so?

    Meine todkranke Katze die eingeschläfert werden sollte wurde damit wieder gesund, also wenn an der Nahrung wirklich was fehlte hätte sie doch erst recht sterben müssen?

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  19. Hy, was die vegane Katzennahrung angeht hab ich damit sehr gute Efahrungen gemacht.

    Mein 16 Jahre alte Katze die nichts mehr vertragen hat und fast deswegen eingegangen ist hat die vegane Nahrung sehr gerne und ohne Probleme genommen.

    Was genau ihre Unverträglichkeit von tierischen Proteinen ausgelöst hat, wir wissen es nicht.

    Auch unser mittlerweile 10-14 Jahre alte Kater ist seit 4 Jahren vegan, hat noch alle seine Zähne, kein entzündetes Zahnfleisch, schönes Fell, keine Verdauungsstörungen mehr.

    Ich finde wenn eine vegane Tiernahrung von Tierärzten entwickelt wird und schon seit über 20 Jahren im Einsatz ist, ist das doch recht sicher.

    Vor allem weiss man doch was die Katze braucht, man muss nur ihre natürliche Nahrung analysieren um darauf basierend ein Ergänzungspräparat oder eine Nahrung herzustellen.

    Bisher hat noch keine Katze die Nahrung abgelehnt obwohl auch anderes bereit stand und auch der Tierarzt ist damit zufrieden weil eben alles drin ist was die Katze braucht.

    Oder ist das so schwer zu glauben? Babynahrung auf Soja oder Kuhmilchbasis wird ja auch umgebaut und ergänzt damit das Kind alles kriegt was es braucht.

    Ich denke vegane Tiernahrung ist da sogar besser als die billigen Supermarktwaren die aus Abfall hergestellt werden und wenn man weiss das nicht nur Tiere aus Tierversuchslaboren sondern auch eingeschläferte Tiere aus Zoos und Tierarztpraxen sowie krebskranke Tiere und verdorbenes Fleisch im Extruder landen, tja dann...

    Wenn ich mal Im Tierschutz eine Katze finde die keine vegane Nahrung verträgt, wenn dann schon barfen..aber in 4 Jahren gingen bei mir allerlei Tiere ein und aus, keins hat bisher negativ reagiert egal ob Baby oder alte Katze.

    Wann zeigt sich also ob eine vegane Ernährung nicht möglich ist?

    Die meisten Schäden zeigen sich doch sehr schnell an mangelnder Gesundheit, in Wochen oder spätestens einem Jahr.

    Mangel an Taurin z.b. führt innerhalb von Wochen zum erblinden..komischerweise wird das aber auch fleischhaltiger Dosennahrung zugesetzt weil die minderwertigen Billigsachen einfach nicht genug enthalten.

    Das hohe und lange erhitzen zerstört es und die hochwertigen, taurinhaltigen Teile des Tieres landen eh beim Mensch auf dem Teller oder dann in der Industrie.

    Mit der veganen Katzennahrung ist es wie mit veganer Hundenahrung oder veganer Menschennahrung..darf einfach nicht gehn, ist absurd.

    Was beim Mensch vor 20 Jahren nicht ging darf jetzt auch nicht beim Tier gehn egal wieviele gesunde Tiere man sieht.

    Das sehr viele Tiere aufgrund des Abfalls in Dosennahrung krank werden und das jedes Jahr tausenden sind..Diabetes, Nierenschäden, Leberschäden, Verdauungsprobleme etc, das sollte man sich mal überlegen und dann schaun, is das bei veganer Ernährung mit Präparaten vom Tierarzt auch so?

    Meine todkranke Katze die eingeschläfert werden sollte wurde damit wieder gesund, also wenn an der Nahrung wirklich was fehlte hätte sie doch erst recht sterben müssen?

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  20. Sry falls das vorhin doppelt war, mein Browser zeigt manchmal Fehler an.

    Was ich noch anmerken wollte, der Bericht auf tierrechte.de

    Das Negativbeispiel das Katzen dieses und jenes nicht selber herstellen können und mit der Nahrung aufnehmen müssen ist ja bekannt.

    Und all die Sachen von Taurin zu B Vitaminen zu Vitamin D und Arachidonsäure ist in der veganen Tiernahrung drin.

    Vegane Tiernahrung dürfte in Deutschland laut Gesetz garnicht vertrieben werden wenn sie nicht alle für das Tier notwendigen Bestandteile enthielte.

    Das ist gesetzlich vorgeschrieben.

    Und all die Sachen sind drin, die benötigte Menge wurde über Untersuchung der natürlichen Nahrung und dergleichen ermittelt...so wie die bei fleischlicher Dosennahrung eben auch.

    Die wird halt eben auch angereichert.

    Das Negativbeispiel dass die Katzen die Nahrung nicht annehmen oder davon krank würden kam daher das in dem Test
    !pflanzliche! Nahrung ohne die notwendigen Nahrungsbestandteile verwendet wurde...eben um festzustellen welche Schäden bei Katzen entstehen die mangelhaft ernährt werden.

    Das muss! beachtet werden.

    Die Tiere wurden nicht mit veganen, vollwertigen Präparaten ernährt sondern mit mangelhaften pflanzlichen denen wichtige Sachen fehlten was eine übliche Praxis in der Tier- und Menschernährung war und auch noch heute ist.

    Deswegen stehen ja auch etliche hochwertige Marken in der Kritik wo Jungtiere ernährt werden und ein bestmmter Stoff fehlt und wenn sie krank wird wird nachgeforscht welche Menge das dann behebt und ob Schäden zurückbleiben obwohl man das auch anders machen könnte

    Darauf stützt sich z.b. auch vom Tierschutzbund(glaube dass es der war) die Aussage das rein pflanzliche Ernährung von Katzen nicht möglich ist weil Taurin und dergleichen fehlt.
    Überraschung, das ist eben in der vollwertigen Nahrung drin..kein Mangel, keine Krankheiten, von und mit Tierärzten entwickelt..

    Die beschriebenen Krankheitssymptome entwickeln sich innerhalb weniger Wochen da in Pflanzen ja keinerlei Taurin ist, also müssten sich leichte Schäden und Beschwerden schon nach Tagen zeigen.

    Geht sowas jahrelang gut, nein...
    Ist die Katze unauffällig gesund mit guten Werten?

    Auch nicht.

    Man muss eben auch zwischen den Zeilen lesen.

    So macht auch eine schlecht geführte Rohernährung der Katze nur mit Muskelfleisch das Tier sterbenskrank.

    Unnatürlich? Ist vegan sein auch, oder? Sind Autos und Computer natürlich,...und so weiter und so fort.

    Wenn es nach natürlich ist gut und das einzig wahre ging, müssten wir alle irgendwo im Wald hocken und uns gegenseitig lausen.

    Reichen vier Jahre um bei Katzen zu zeigen das wohl weder Taurin noch sonst etwas fehlt?
    Das ist sicher länger als wie diese Studien durchgeführt wurden.

    Wie du so schön sagtest mit Bill Kaulitz und dem Steakhouse, die Leute sind eben auf Schlagzeilen aus..und Horror bringt mehr Leute zusammen als gute Nachrichten.

    Aber vegane Ernährung ist ja für Babys tödlich...wenn man denkt dass man Babys mit Sojamilch(keine Säuglingsnahrung sondern eben das ausm Tetrapak) und Apfelsaft vegan ernährt.

    Sagt man hier dass die pflanzliche Ernährung zu schweren Schäden bis zum Tod führt wirkt das erst mal plausibel.

    Forscht man aber nach und hört was dem Kind gegeben wurde und das es ein Säugling war, sollte man doch mal nachdenken was da wirklich dran ist.

    Mangelernährter Säugling heisst also das vegane Ernährung Babys umbringt? Hab hier einen vierjährigen Gegenbeweis.

    Mangelernährte Katzen im Tierversuch die fressen mussten was da war und krank wurden heisst vegane Katzennahrung geht nicht?

    Was is dann mit all den Katzen weltweit die so ernährt werden und gesund sind?

    Vegane Ernährung geht beim Mensch ja sowieso nicht weil Mensch Fleisch braucht weil ja einige Leute angeblich krank geworden sind?

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  21. "Vegane Tiernahrung dürfte in Deutschland laut Gesetz garnicht vertrieben werden wenn sie nicht alle für das Tier notwendigen Bestandteile enthielte.
    Das ist gesetzlich vorgeschrieben."

    das stimmt leide nicht, so ein Gesetz gibt es nicht. genauso wie man chips&cola für menschen verkaufen darf, darf man ungesunde tiernahrung verkaufen.

    und so leicht ist es eben nicht, weil katzen eben taurin brauchen; aber unklar ist, wie viel, weil man noch nicht rausgefunden hat, wie viel von dem taurin in fleischlicher ernährung von der katze wirklich umgesetzt wird. pulver ist eben nicht gleich naturprodukt. man kann auch nicht als mensch einfach vitamintabletten zu sich nehmen und sich ansonsten von chips&cola ernähren.

    und viele mangelerscheinungen machen sich nur spät bemerkbar, und sind dann irreversibel. b12 ist zb sowas; da kriegt man nach 10 jahren strikt veganer ernährung zitternde hände, dann hat man allerdings schon neurologische irreversible schäden, die auch keine b12-spritze mehr rückgängig macht.
    bei tieren ist es noch schwieriger, eine diagnose zu stellen, da sie einem ja nicht sagen können wie sie sich fühlen.

    "Reichen vier Jahre um bei Katzen zu zeigen das wohl weder Taurin noch sonst etwas fehlt?
    Das ist sicher länger als wie diese Studien durchgeführt wurden."
    ich rauche seit ca. 5 jahren und habe super blutwerte und bin kerngesund. ist das ein argument dass rauchen nicht schädlich ist? wohl kaum.
    wer sagt dass bei veganer katzenernährung nicht irgendwelche organe wie zb die leber geschädigt werden? das wurde bestimmt nicht so genau untersucht.
    und wer lässt schon regelmäßig die blutwerte seiner katze untersuchen?

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  22. Den Artikel find ich super!:)

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  23. Hallo,
    Mein Hundi bekommt vegan, weil ich das Leben meines Hundes nicht über das von anderen Tieren stellen kann. Habe mir diese Entscheidung allerdings nicht leicht gemacht und denke, das ist ein schwieriges Thema. Ist immer gut, wenn wir Veganer uns über diese Themen austauschen und gegenseitig inspirieren und zum Nachdenken bringen, denn das Ziel ist doch für uns alle das Gleiche.
    Wenn solche Diskussionen in einer "Ich bin mehr vegan als Du"-Stimmung oder sogar in einer "Ich bin der bessere Mensch" - Debatte enden, finde ich es anstrengend und schade. Wir stehen alle auf einer Seite und wir sind auch alle nicht vegan geboren... Jeder muss Pro und Contra mit sich selbst klären und dann auch verantworten können, wenn die Katze nu doch krank wird... Für mich gibt es Sinn mein Tier vegan zu ernähren und ich esse gar nichts, was ein E im Verzeichnis hat, aber jeder hat seine eigenen Entscheidungen zu treffen...
    Ich trage auch weiter meine Lederschuhe, die ich vor meiner veganen Zeit gekauft habe. Für die Schuhe sind Tiere gestorben und ICH habe sie damals gekauft. Ich fände wegwerfen in jedem Fall respektlos gegenüber dem Leid der Tiere. Andere mögen das anders sehen und mich gerne überzeugen, aber wer jetzt mehr Veganer ist und die Welt mehr rettet, als der Andere - das ist doch Egogeflitze und trägt nichts zu einem Fortkommen in unserer Sache bei!
    Ich finde den Text übrigens gut, weil es aufzeigt, welche Gedanken uns so plagen und was für Entscheidungen wir zu treffen haben...
    Ich stelle auch einfach mal die Hypothese auf, dass auch der heftigst konsequenteste Veganer es nicht schaffen wird 100 prozentig vegan zu leben. Noch ist das nur theoretisch möglich... allerdings helfen wir ALLE, dass es auch praktisch möglich wird.
    Vegan for Love

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