Freitag, 4. Juni 2010

laktosefreie Anti-Baby-Pille kommt

einige Veganerinnen verzichten auf die Pille weil darin wie in den meisten Tabletten Laktose (=Milchzucker) enthalten ist. Das ostdeutsche Unternehmen Jenapharm bringt in den kommenden Wochen die erste laktosefreie Mikropille auf den deutschen Markt.Hoffen wir mal dass sie auch vegan ist.

Aus der Pressemitteilung von Jenapharm:


Laktose sorgt bei Kapseln, Tabletten und Dragees für mechanische und chemische Stabilität. Um eine Alternative mit ähnlichen Eigenschaften zu finden, sind aufwändige Studien nötig. Bei der neuen Verhütungspille von Jenapharm wurde die Laktose durch Cellulose ersetzt. Das mit 30 Mikrogramm Ethinylestradiol und zwei Milligramm Chlormadinonacetat niedrig dosierte Präparat wird über 21 Tage mit siebentägiger Einnahmepause angewendet und gewährleistet den Anwenderinnen sehr sichere und verträgliche Verhütung.

Kommentare:

  1. nicht, dass das vegane volk ausstirbt ;)

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  2. Langsam kommt bei mir Mitleid auf mit den Veganern.

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  3. oh mein gott! ich habe laktoseintoleranz und mache tanze nackt im regen, wenn diese pille da ist! ;D
    *hust* entschuldigt. ansonsten bin ich nur vegetarierin (eben weil ich wegen diversen lebensmittelallergien gar nicht komplett vegan leben darf) und freue mich einfach aus ganz anderen grünen auf diese pille. man möge mir verzeihen.

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  4. Es lebe die Wissenschaft :D Schön dass man jetzt nicht mehr auf die anderen Methoden beschränkt ist (bzw einen Kompromiss machen muss).

    fressack, wenn du Mitleid kennst, lass es doch besser Tieren zukommen statt Leuten die sich frei zu irgendwas entscheiden. ; )

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  5. so 100pro vegan sind medikamente wegen tierversuchen ja eh nicht, und gerade der pille steh ich sehr skeptisch gegenüber wegen der ganzen Nebenwirkungen. Da freut man sich dass man seinem Körper kein hormonverseuchtes Fleisch zumutet, und ballert sich dann mit Hormontabletten zu. die pille wird zwar immer besser dosiert, aber wenn man bei google mal "pille nebenwirkungen" eingibt, kommt doch erschreckend viel.

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  6. 100% vegan in *dem* Sinne ist ja fast gar nichts. Aber Generika werden doch zB auch ohne TV hergestellt, oder?

    Ja ich seh die Pille auch kritisch, aber ich seh auch einen Unterschied zwischen den Hormonen, die da drin sind, und denen in tierlichen Produkten. Könnte ich jetzt medizinisch begründen, aber das gäbe einen Monsterbeitrag, neenee. ; )

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  7. Generika ohne TV? nein, das geht nicht; klinische Test für neuzulassungen sind gesetzlich vorgeschrieben; und im moment gibt es kaum zugelassene alternativverfahren.

    wenn du lust hast kannst du ja mal nen gastbeitrag über hormone schreiben ;-)

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  8. Mh, aber es ist ja eben kein neuer Wirkstoff? Ich hab nochmal gegoogelt (Sucheingabe: Generika Tierversuche) und es ist wohl so, dass die Generikahersteller nach einer längeren Wartezeit durchaus auf die Originalstudien zurückgreifen dürfen, man muss also nur gucken, welche Firmen forschen trotzdem noch zusätzlich oder gehören zu forschenden Unternehmen/welche nicht. So jedenfalls meine Einschätzung. Freue mich über Korrektur oder Ergänzung.

    Freundlichsten Dank für das Angebot : ) Aber ich bin kein Fachmensch, das ist nur das Wissen, das man sich als interessierter Laie so aneignen kann, von daher wäre ein eigener Beitrag anmaßend und nicht gewappnet gegen Profi-Contra. ; )
    Meiner Ansicht nach, um mal ganz grob eins zu sagen, ist zB ein Unterschied, dass die Pille Hormone zuführt, die der Körper zum gegebenen Zeitpunkt auch selbst herstellt und dass sie in kontrollierter Weise die körpereigene Herstellung steuert; das tun zB Wachstumshormonrückstände in Fleisch nicht.

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  9. aber ob jetzt der originalhersteller tierversuche macht und dann ein produkt verkauft, oder ob ein nachahmer ein produkt verkauft und auf eben diese tierversuche zurückgreift ist doch letztendlich wurscht: für die entwicklung des medikaments wurden dann tierversuche durchgeführt.
    wer genau sich da jetzt die hände schmutzig macht ist meiner meinung nach irrelevant

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  10. Ja OK das seh ich anders. Ich kauf auch Kosmetikprodukte mit Inhaltsstoffen, die vor 20+ Jahren im Tierversuch getestet wurden, wenn der Hersteller dieses Produkts keine macht.
    Fast alles wurde ja leider irgendwann mal in einem dämlichen TV getestet. Ich seh schon einen Vorteil, mein Geld denen zu geben, die das heute nicht mehr machen bzw nie gemacht haben.

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  11. das ist wiederum was anderes finde ich, da verhindert man ja effektiv, dass ständig neue produkte entwickelt werden, indem man zeigt dass man lieber auf altbewährtes zurückgreift.

    wenn man generika für ethisch korrekt hält, weil der hersteller nicht selbst testet, dafür aber ein anderer, dann ist das in etwa so, als würde man Salamipizza kaufen, weil der Hersteller der Pizza Dr.Oetker die Tiere ja nicht selbst tötet, sondern irgendein Salami-Hersteller.

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  12. Inwiefern ist das bei Kosmetika was anderes für dich? Ist doch haargenau das gleiche Prinzip.

    Entschuldige, aber das mit der Pizza ist ja nun wirklich Unsinn. 1. Im Fall von Pizza gibt es zig ethisch einwandfreie Alternativen, im Fall von Medikamenten meistens nicht. 2. Der Gewinn des Pizzaherstellers beinhaltet Gewinn des Salamiherstellers, während der Gewinn des Generikaherstellers keinen Gewinn des Originalpräparatherstellers beinhaltet 3. Die Salami bedingt das weitere permanente Töten von Tieren, während Generika das ja gerade nicht bedingen.

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  13. PS Ich streite mich eigentlich nicht gern, und ich hoffe das mit "Unsinn" kommt nicht aggro rüber. : /
    Ich mag dein Blog, auch wenn ich in manchem anderer Meinung bin. : )

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  14. und ich mag deine kommentare :-)
    ich freu mich ja wenn mein blog gelesen wird, und dass auch austausch stattfindet.
    es gibt superviele dinge wo ich mir gar nicht sicher bin, was denn nun gut bzw. besser ist; da ist es manchmal sehr hilfreich wenn da einer ne ganz ander meinung zu hat oder konkret nachbohrt.

    ich gehe davon aus, dass die generika-hersteller die studie auch nicht für lau kriegen, sondern dem inhaber der studie nen haufen kohle zahlen, dafür dass sie die verwenden dürfen. insofern finanzieren sie das tierleid mit.
    außerdem profitieren generika ja vom originalmedikament insofern dass dieses inzwischen bekannt&bewährt ist, u.a. aufgrund von werbung. ohne das original mitsamt seinen tierversuchen würde es das nachahmerprodukt nicht geben, insofern betrachte ich das als "frucht des verbotenen baums".
    insgesamt denk ich dass es hier nur um nuancen geht; ich glaube nicht dass effektiv ein einziges tier dadurch gerettet wird dass sich jmd für oder gegen ein bestimmtes medikament entscheidet. man kann allenfalls so ne art signalwirkung erreichen, aber dafür sind es noch zu wenige die sich gedanken über sowas machen.

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  15. Ups, sorry für die späte Antwort. Freut mich dass du die Diskussion auch produktiv findest.
    Ob die Generikahersteller für die Studien bezahlen ist in der Tat eine wichtige Frage (ich war davon ausgegangen dass die Studien irgendwann öffentlich zugänglich sind, hab aber keine Belege), weiß ich leider nicht wie man das rauskriegen könnte.
    Klar, es bleibt hauptsächlich bei einer Signalwirkung, aber das ist ja bei vielem so, und man kann nur hoffen, dass sich immer mehr Leute anschließen.

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