Montag, 31. Mai 2010

schonungsloser Spiegel-Artikel über Essstörungen

der Spiegel-Artikel "Schicksal einer Fettleibigen" erklärt anhand einer Lebensgeschichte, dass hinter Dicksein oftmals andere Dinge stecken als Faulheit oder Unsportlichkeit. Dass die Seele krank ist wenn sich Mensch buchstäblich zu Tode essen. Hier einige Auszüge:


Warum werden manche Menschen richtig dick?

Es gibt viele Gründe, warum ein Mensch dick wird: Die falsche Ernährung, zu wenig Bewegung, manchmal liegt es an den Genen, eine Veranlagung. Aber meist verbirgt sich hinter den Speckmassen ein Schicksal, das aus dem Esser einen Stopfer macht.

Sandra Weber wog über 220 Kilo - mehr als vier Säcke Zement. Sie schämte sich, wollte abnehmen, doch sie aß immer weiter. Bis sie fast erstickt wäre.
Sandra spürte die Löcher in ihrem Leben. Sie füllte sie mit Essen in ihrem Bauch. "Das war mein Hobby, das machte Spaß und tötete die Langeweile."

Niemand schaute in Sandras Seele, erkannte ihre Not. Zu Hause hatte die Mutter wenig Zeit. Sie putzte nachts und war am Tag müde.

Wenn es Streit gab, tat Sandra das, was sie gelernt hatte: nicht reden, essen. Die Nadel an der Waage schlug wieder weiter aus. Sandra kämpfte mit Diäten. Nahm ab, legte wieder zu. Nahm wieder ab, legte noch mehr zu. Ihr Körper spielte Jo-Jo, verbrannte kein Fett, sondern wichtige Eiweiße aus den Muskeln. Und hortete nach jeder Hungerkur noch mehr Vorräte für schlechte Tage. Bei 90 Kilo das Desaster: Der Freund schlug sie. Sandra lag am Boden. Gab auf - endgültig.

Sonntag, 30. Mai 2010

noch ein Grund mehr, die WM doof zu finden

nicht nur dass man in den Nachrichten von nix anderem mehr hört, Hupkonzerte die Nachtruhe stören, überall die Fähnchen hängen, vermehrt Besoffene rumgröhlen und irgendwelche bescheuerten patrioltischen Gefühle hochkommen; eine Umfrage der DKV ergab:


33 Prozent der Deutschen werden während der WM vor allem „mehr
fernsehen“.

Auch während dieser WM wird jede Menge Alkohol getrunken werden.
Zehn Prozent der Deutschen rechnen jetzt schon damit, dass sie
während der WM „mehr Alkohol trinken“ werden als sonst.

schon seltsam, dass ausgerechnet ein Sport-Event zu Fernsehen+Saufen anregt.

Wie wärs als Präventivmaßnahme gegen Faulheit und Trägheit mit etwas Training auf dem Sofa?

noch besser: Fußballhasser-Shirt anziehen und die Liste der Top 500 Dinge die besser sind als Fußball durcharbeiten. Z.B. alle Teppichfussel mit einer Schere auf eine einheitliche Länge bringenoder im Duden nach Rechtschreibfehlern suchen.


Freitag, 28. Mai 2010

Greenpeace entdeckt illegale Gen-Schokolade von Nestle

Die Umweltorganisation Greenpeace hat Schokoriegel mit gentechnisch veränderten Zutaten in deutschen Supermärkten entdeckt. Die aus den USA importierten Produkte seien nicht wie vorgeschrieben gekennzeichnet gewesen, heißt es in einer Mitteilung von Greenpeace. Zwei untersuchte Schokoriegel-Sorten ("Butterfinger" und "Baby Ruth", beide nicht vegan) der Firma Nestlé seien mit Gen-Soja beziehungsweise mit Zutaten aus sechs unterschiedlichen Gen-Mais-Sorten hergestellt worden. Der Verkauf von nicht gekennzeichnetem Gen-Food sei in Europa aber strafbar.
Offensichtlich handele es sich dabei um Produkte, die für den amerikanischen Markt hergestellt und entsprechend den dortigen Vorschriften gekennzeichnet seien.


via fr-online


Donnerstag, 27. Mai 2010

dämliche Bio-"Studie"

es prankt groß in den Nachrichten: "laut Wissenschaft ist Bio nicht gesünder!"
Wissenschaft? Naja. Das einzige, was untersucht wurde, war die antioxidative Wirkung der Lebensmittel:

Das Team um Alan D. Dangour von der London School of Hygiene and Tropical Health hatte bereits bestehende Studien zum Thema Antioxidanzien gesichtet und führte deren Ergebnisse zusammen. Antioxidanzien (Radikalfänger) sollen schädliche Nebenwirkungen des Sauerstoffs und von Stoffwechselvorgängen begrenzen und vor Alterungsprozessen, Zellschäden, Krebs und Gefäßerkrankungen schützen.

Nach einer viel beachteten Publikation im vergangenen Jahr bekräftigt Dangour nun im „American Journal of Clinical Nutrition“ seine damalige Aussage: Es gebe keine stichhaltigen Belege dafür, dass biologisch erzeugte Lebensmittel aufgrund ihrer antioxidativen Wirkung gesünder seien als konventionelle. „Ein Ergebnis dieser Studie ist die extrem begrenzte Aussagekraft zu diesem Thema sowohl mit Blick auf Zahl und Qualität der Studien“, sagt Dangour.


steht in der welt


das ist ungefähr so als vergleicht man ob Radfahren gesünder ist als Autofahren und verneint dies, weil die Luft die man beim Radfahren atmet auch nicht besser ist als im Auto.

Was die "Wissenschaftler" anscheinend irgendwie vergessen haben: Biogemüse wird ohne Kunstdünger und Pestizide produziert, bei der Tierhaltung werden keine Antibiotika oder Wachstumshormone eingesetzt. Dadurch führt man dem Körper weniger Gift zu.
Es gibt auch Studien die zeigen, dass Bio-Lebensmittel deutlich weniger Pestizidrückstände, Schwermetalle und Gifte enthalten, dafür mehr hochwertige Fettsäuren, Vitamine, und andere gesundheitsfördernde Stoffe.

Und egal ob bio gesund ist: es ist besser für die Umwelt und fürs Tier.

Mittwoch, 26. Mai 2010

grünes Metalcore-Festival in Stuttgart

Ausgehtipp gefällig? das Ökolabel greenality veranstaltet ein Metalcore-Konzert mit vielen veganen Künstlern!

Am kommenden Freitag (28.) findet in Stuttgart-Zuffenhausen das erste GREENALITY 5vor12 Festival statt. Mit einer Mischung aus etablierten Künstlern wie NEAERA, DEADLOCK und UNDERTOW sowie talentierten Newcomeracts wie NO END IN SIGHT und DOWN EIGHT ONE wird das erste GREENALITY 5vor12 FESTIVAL definitiv bleibenden Eindruck hinterlassen!

http://www.greenality.de/media/images/popup/eintritt.jpg

Freitag | 28.05.2010 | Metal

Neaera | http://www.myspace.com/neaera
Deadlock | http://www.myspace.com/xdeadlockx
Undertow | http://www.myspace.com/undertow
No End In Sight | http://www.myspace.com/noendinsightmetal
Down Eight One | http://www.myspace.com/downeightone

Location
Haus 11 in Stuttgart Link

mehr Infos bei greenality

Dienstag, 25. Mai 2010

sehr hübsch

zufällig in den FAQ einer Veganismusseite entdeckt:

How do you pronounce “vegan”?
vEE-gun


haben wir nicht alle ne Maschinenpistole zwischen Kartoffelsack und Apfelkorb im Keller versteckt? :D

Sonntag, 23. Mai 2010

laut Umfrage bio und fleischfrei im Trend

Über 70 % der Befragten verzichten zumindest ab und zu auf Fleisch. Mindestens einmal pro Woche kommt bei immerhin knapp der Hälfte der Befragten nur Gemüse auf den Tisch. Knapp ein Viertel der Befragten verzichtet aus gesundheitlichen Gründen auf Fleisch. Fleischkonsum wird mit Gesundheitsrisiken wie z. B. einem hohen Cholesterinspiegel, Fettleibigkeit und Diabetes in Verbindung gebracht. Des Weiteren geben 13 % der Befragten der aktuellen Bio-Studie an, aus Tierschutz-Gründen auf Fleisch zu verzichten, genauso hoch ist die Zahl derer, die sich aus ernährungsphysiologischen Gründen für eine vegetarische Ernährung entschieden haben. 8 % geben ökologische Gründe wie z. B. Klimaschutz an und 3 % verzichten aus ethischen bzw. religiösen Gesichtspunkten auf Fleisch.


via fitforfun

eine Meldung zum Freuen! Ich finde es viel wichtiger, dass eine große Menge Menschen kleine Schritte geht, als wenn eine kleine Gruppe Radikalverzicht übt und vegan wird. Es zählt jedes Gramm Fleisch was weniger konsumiert wird, und jedes Tier das nicht getötet werden muss.
Und ein bundesweiter Veggie-tag würde 20.000 Tierleben retten!
mehr Infos gibts auf donnerstag-veggietag.de oder auf veggiday.de



bei der Gelegenheit will ich auch schonmal auf den Veggie-Street-Day 2010 hinweisen:

17.07.2010 in Stuttgart: Kronprinzstraße / Büchsenstraße
14.08.2010 in Dortmund: Reinoldikirchplatz

Auf dem Veggie Street Day (VSD) zeigen wir, wie groß die Bandbreite an tierleidfreien Produkten, vom Veggie-Burger über pflanzliche und tierversuchsfreie Kosmetik, bis hin zum lederfreien Schuh ist. Das große Angebot an Informations- und Verkaufsständen bietet dem Besucher die Möglichkeit, Neues zu entdecken und zu probieren. Dazu gibt es ein buntes Unterhaltungsprogramm mit vielen Künstlern, die sich bewusst für ein Leben ohne tierische Produkte entschieden haben und ihre positiven Erfahrungen teilen möchten.




Freitag, 21. Mai 2010

veganer Rekordlauf

Wow. Hut ab.


Scott Jurek gehört zu den weltbesten Ultramarathonläufern, kurz vor Jahresende wurde er bereits in die Liste der besten Läufer des Jahrzehnts aufgenommen.

Die US-Ausgabe der Laufzeitschrift RUNNER`S World hat eine umfangreiche Story über den Veganer gebracht, auch die New York Times hatte bereits in einem grossen Artikel über seine vegane Ernährung und sein Training geschrieben. Sein Trick: Viel Training und eine gesunde, leicht bekömmliche Ernährung – ganz ohne Tierprodukte! In Trainingszeiten gönnt er sich täglich satte 5.000 - 8.000 Kalorien!


Aktuell hat er bei den 24-Hour World Championship einen neuen Rekord aufgestellt: Noch nie zuvor ist ein Amerikaner in 24 Stunden soviel gelaufen, wie er, nämlich 165,70 Meilen (fast 267 km!!)!

Der Veganer ist mit seinen Höchstleistungen in bester Gesellschaft: Sportwissenschaftlicher wissen dass mit einer tierproduktfreien Diät Bestleistungen erzielt werden können; die besten Beispiele hierfür sind Ultraman Rich Roll, der olympische Goldmedaillengewinner Carl Lewis und Ultimate Fighting champion Mac Danzig.



gelesen bei ecorazzi.com

Infos über Sport + vegane Ernährung gibts auch bei vegansport.org

Deutschland sucht den Meisterkoch

Heutzutage bleibt man aber auch von gar nix verschont - Supertalent und Superstar gibts schon, jetzt beginnt die große Suche nach dem Meisterkoch.
Sat 1 castet seit April für seine vor zwei Wochen angekündigte neue Kochshow. Bei der Casting-Sendung, die "Deutschlands Meisterkoch" heißt, müssen die Bewerber mit ihren Kochkünsten vor einer dreiköpfigen Jury aus Spitzenköchen und Foodexperten bestehen. Wer die Bewerber bewerten wird, steht noch nicht fest (Dieter? Lafer? Pollmer?)

Unter deutschlands-meisterkoch.de können sich alle "Helden am Herd" online anmelden. Die Bewerber kochen anschließend bei einem persönlichen Casting vor der Jury. Wer besteht, darf in das "Sat 1 Meisterkoch Loft" einziehen.

Da bei so Casting-Shows ja gerne auf den "Freak-Faktor" gesetzt wird, hätten Paradiesvögel wie Veganer bestimmt ne ganz gute Chance, in die engere Auswahl zu kommen; und nach dem was man im Internet so sieht, z.B. beim veganität-blog oder bei veganes-tagebuch so sieht, gibt es durchaus talentierte vegane Hobbyköche - na wie wärs? ;-)

Donnerstag, 20. Mai 2010

Zukunftsmusik: veganer Eischnee

Eiersatz gibts ja schon, aber richtigen Eischnee kriegt man vegan noch nicht hin. Das kann sich bald ändern, bei Jugend forscht haben die Kiddies etwas gebastelt:

Für alle Ei-Allergiker, Diabetiker, Veganer und Freunde von „Mousse au Chocolat“ geeignet, ist der „Traum vom Schaum“ von drei jungen Leuten aus Berlin: „Wir haben in unserer molekularen Küche mit schaumaktiven Chemikalien einen Stoff hergestellt, der ähnliche Eigenschaften wie Eischnee besitzt“, meint Jonas Schmidt. Ob der „falsche Eischnee“ denn auch schmeckt, muss noch erforscht werden.


gelesen bei derwesten

stellt euch das mal vor; damit wären vegane Schaumküsse (politisch inkorrekt auch "Mohrenköpfe" genannt) möglich! Mousse au Chocolat, Soufflé, Baisers, Kokosmakronen.... *seufz*

Montag, 17. Mai 2010

vegan fliegen mit Lufthansa

ökologisch ist Fliegen zwar nicht, aber immerhin gibts bei den meisten Airlines veganes Essen, u.a. bei Lufthansa. Muss man sich allerdings vorbestellen und die Sondermahlzeiten werden (wie alle Mahlzeiten) erst bei Flügen mit einer Flugdauer über 185 Minuten serviert.


Lufthansa bietet auf internationalen Flügen und einigen ausgewählten Europaflügen 21 verschiedene Sondermahlzeiten an. Diese müssen bei der Flugbuchung (spätestens 24 Stunden vor Reiseantritt) vom Passagier bestellt werden. Sie haben die Möglichkeit in Ihrem Reisebüro, den Lufthansa Airport Ticket Teams oder dem Lufthansa Service Center unter der Nummer +49 (0) 1 805-805 805* eine Sondermahlzeit zu bestellen. Für den Fluggast entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten.

Unterschieden werden Sondermahlzeiten aufgrund von diätischen Gründen, aus ernährungsphysiologischen und religiösen Gründen.

Zur ersten Gruppe gehören Diätessen wie diabetische, glutenfreie, cholesterinarme, purinarme, proteinarme, natriumarme, laktosefreie und kalorienarme Kost.

Zu den ernährungsphysiologischen Sondermahlzeiten zählen alle vegetarischen Mahlzeiten sowie, Fischgerichte, Früchtemahlzeiten, leichte Vollkost und Vollwertkost.

Darüber hinaus gibt es bei Lufthansa koschere sowie hindu- und moslemgerechte Mahlzeiten.

Vegetarische, Fisch- oder Vollwertgerichte

Name Erläuterung
Vegetarische Mahlzeit
(Vegan)
Rein vegetarische Mahlzeit: keine Fleisch- oder Fischprodukte, ohne Alkohol, keine Milchprodukte und Eier
Vegetarische Mahlzeit
(Lacto-Ovo)
Fleischlose Mahlzeit (Milchprodukte und Eier sind jedoch erlaubt)
Vegetarisch-asiatische
(indische) Mahlzeit
Fleischlose Mahlzeit nach indischer Art zubereitet und gewürzt, ohne Rind-/Kalbfleisch
Vegetarisch-orientalische Mahlzeit Fleisch- und fischlose Mahlzeit. Nach orientalischer Art zubereitet und gewürzt
Vollwertkost Auf Lufthansa Flügen nicht verfügbar
Früchtemahlzeit Mahlzeit aus Früchten (Früchte, roh, frisch, vollwertig ohne Fleisch)
Fischgericht Überwiegend aus Fisch, Schalen- und Krustentieren bestehende Mahlzeit ohne Fleisch
Leichte Vollkost Schonende Mahlzeit für Magen, Darm, Leber, Galle
Fischfreie Mahlzeit Enthält keinerlei Fisch oder Meeresfrüchte, keine Muscheln oder ähnliche Produkte


mehr Infos unter http://www.lufthansa.com/de/de/Sondermahlzeiten eine Liste anderer Airlines, die vegetarisches/veganes Essen anbieten gibt es hier: http://www.happycow.net/travel/air_travel.html

Sonntag, 16. Mai 2010

die längste vegetarische Wurst der Welt

... ist 101m lang und wurde in Düsseldorf hergestellt. Weltrekord!

der Versuch war wahrscheinlich weniger ethisch motiviert: initiiert wurde der Versuch von einer Metzgerei und vegetarisch war sie nur, weil es den Rekord für die längste Fleischbratwurst schon gab.. «Wir hatten nach einem möglichst einfachen Rekord gesucht und waren überrascht, dass es auch bei einer vegetarischen Wurst 100 Meter zu überbieten galt». «Wir sind gespannt, wie das Stadtmarketing mit diesem Rekord umgeht.»

Für die Fleischvariante, deren Rekord seit 1999 in Bayern beheimatet ist, hätten mehr als 5,88 Kilometer Wurst ausgerollt werden müssen.

gelesen bei t-online



Wer also künftig Wurst-Weltrekorde aufstellen will, muss sich seine Nische suchen. Noch nicht besetzt ist wahrscheinlich der Titel «ältestes verzehrtes Gammelfleisch der Welt» und von der längsten veganen Wurst hab ich auch noch nix gehört - wär doch mal ne gute Aktion!

Samstag, 15. Mai 2010

Kritik an Wildtieren bei Germany's next Topmodel

ein Shooting mit Ekel-Tieren (Spinnen, Schlangen, Käfern...) ist bei GNTM eigentlich Standard, kreischende, hysterische Mädchen dem Tränenausbruch nahe machen anscheinend Quote. Doch nicht nur Reptilien, auch andere Tiere werden eingesetzt: In der letzten Show wurde mit Elefanten posiert und danach gabs einen Catwalk-Run mit einem Äffchen auf dem Arm.
Dafür hats jetzt Kritik von Vierpfoten gehagelt:

"Wildtiere sind keine Showstars. Sie gehören weder in die Manege noch in eine Modenschau" so Thomas Pietsch, Wildtierexperte bei Vier Pfoten. Die in der Sendung gezeigten Kunststücke würden auf fragwürdigen Dressurmethoden basieren. Außerdem leiden asiatische Elefanten in Zirkusbetrieben unter permanentem Platzmangel und ständigen Transporten. Für den Affen würden Scheinwerfer in Fernsehstudios sowie die Nähe zu fremden Menschen zusätzlichen Stress bedeuten. Pietsch: "Der Einsatz von Wildtieren ist alles andere als zeitgemäß. Um ein klares Signal für den Tierschutz zu setzen, sollte ProSieben in Zukunft nur noch auf menschliche Akteure setzen."


gelesen bei tvmatrix

aktuelles Lieblingszitat I

Mahatma Ghandi said it best in his famous words, "You must be the change you wish to see in the world." Each and everyone of us has the potential to make a difference in the world, it is neither impossible nor hopeless. You don't need lots of money or support to change the world, and many people forget this. Change begins with you and doesn't matter how big or small, everything contributes to the overall goal of creating a better world to live in.

Freitag, 14. Mai 2010

das Märchen von der "fairen Milch"

dass Milch für die Kuh nie fair sein kann, ist klar, aber auch für die Bauern ist die Fairness in der Tüte nicht das Wahre.
Die sogenannte "faire Milch" soll Milch-Bauern einen gerechten Milchpreis garantieren und Umwelt wie Verbrauchern durch ihre Produktionsweise und besonderen Inhaltsstoffe von Nutzen sein.

Der Versuch, Milch mittels "fairer" Produktion "grünzuwaschen" hat nicht ganz funktioniert: Sie ist weniger regional als behauptet und nicht "fair" erzeugt.

die fr berichtet:

Die Wettbewerbszentrale hat Klage gegen den Namen "Die faire Milch" angekündigt.

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat Angaben, die Milch stamme "aus Ihrer Region" und "die heimische Produktion spart unnötige Transportwege", gerügt. Dies träfe nicht zu, so Verbraucherschützer Eckhard Benner. Milch der MVS, die in Stuttgart verkauft wird, stamme nicht aus derRegion, sondern von Höfen aus dem Allgäu, sagt Benner. Zur Abfüllung werde sie zudem ins osthessische Schlüchtern transportiert. Einfache Strecke: knapp 400 Kilometer. Auf dem Weg zum Supermarkt könne daraus leicht das Doppelte an Transportkilometern werden. Die Wettbewerbszentrale wiederum hatte Milch ausfindig gemacht, die vorgab, aus Bayern zu stammen, tatsächlich aber in Hessen gemolken wurde.

auch die Bauern bekommen nicht mehr, wie die PNP berichtet:

Aber: Nach einer Erhebung des Landwirtschaftlichen Bezirksvereins Passau ist offenbar kein Bauer im Landkreis aufzutreiben, der auch tatsächlich mehr Geld für den Liter Milch erhält.
Die erste Überraschung erlebte Josef Ritzer, Geschäftsführer des Bezirksvereins, schon beim Internet-Studium der verschiednenen „Fair-Milch-Marken“: „Ein klarer Hinweis, wie viel Geld mehr und auf welchem Weg beim Milchbauern ankommt, fehlt so gut wie immer.“
Vollends ernüchtert war der Geschäftsführer, selbst Milchbauer in der Gemeinde Büchlberg, bei der anschließenden Umfrage unter den Bezirksvereins-Mitgliedern: „Kein einziger konnte rückmelden, dass er als Lieferant mehr Geld bekommt als den derzeit üblichen Literpreis von rund 26 bis 29 Cent. “


ich hab die Sache mit der "fairen Milch" eh nie ganz verstanden - wenn man sowieso bereit ist, mehr zu bezahlen, damit die Bauern mehr Geld kriegen, kann man doch auch gleich bio kaufen?

und wenn man einem Ökologie am Herzen liegt, dann sollte man nicht nur auf den Transportweg der Milch vom Erzeuger zum Supermarkt schauen, sondern vielmehr auf die Produktionsmethoden, und die sind bei der "fairen Milch" genauso mies wie bei der konventionellen: Massentierhaltung, Medikamenteneinsatz, Hochleistungskühe, Düngemittel, Futtermittel aus dem Ausland...

Dienstag, 11. Mai 2010

Comedy oder Ernst?

er könnte glatt ein neuer Peta-Promi sein: Paul Panzer lässt sich in diesem Video bei einem Scherzanruf erklären, welche Tiere hierzulande in den Topf gehören und welche nicht - bei Antispezisisten durchaus eine ernsthafte Fragestellung.; wie z.B. Peta auf http://www.peta.de/web/katzenessen:


Wenn Ihre Katze nach Huhn schmecken würde,
würden Sie sie dann essen?
Wo ist der Unterschied?


bei Paul Panzer ist es aber wohl einfach nur Comedy.
und jetzt endlich das Video, gefunden auf doppelstandards (einem Blog den ich übrigens empfehlen kann ;-) )

Montag, 10. Mai 2010

Glückskeks vegan

Glückskekse sind meist vegan; im Wesentlichen bestehen sie aus Mehl und Zucker.
Z.B. gibts die "Vitasia Glückskekse" von Lidl (Zutaten: Weizenmehl, Zucker, Glukosesirup, Emulgator: Sojalecitin, Öl pflanzlich, Aroma, Speisesalz, Backtriebmittel Natriumhydrogencarbonat, Farbstoff Riboflavin) oder "Bio-Glückskekse" der Marke Rosenfellner Mühle (Zutaten: Weizenmehl, Rohrzucker, Glucosesirup, Emulgator: Sojalecithin, pflanzliches Öl, Vanille, Meersalz, Backtriebmittel (Natriumhydrogencarbonat)).

Man kann die Dinger auch selbst machen, (Rezept auf tierrechtskochbuch.de), aber sich selbst die Sprüche schreiben find ich doof.
Viel einfacher isses so: auf dein-glückskeks.de gehen und auf den Glückskeks klicken.
oder bei blingpixie generieren:



Sonntag, 9. Mai 2010

der neue Mr. Schweiz

Heute war die Wahl zum Mr. Schweiz. Unter den Kandidaten war auch ein Veganer: Joshua Tyrell. Der Inhaber des Titels "Mister Swiss Romande" hat aber leider nicht gewonnen (unverständlicherweise).
Einen Blick ist er aber allemal wert :-)



Auf vegetarismus.ch gibts noch n Interview von 2009 mit dem veganen Sixpack:

Ich sehe diesen Titel als Chance und auch als Verantwortung, den Leuten zu sagen, dass es höchste Zeit ist, ihre schlechten Gewohnheiten zu ändern und sich für eine vegetarische oder gar vegane Ernährung zu entscheiden, denn durch letztere müssen noch weniger Tiere leiden.


schade, das hätte ich auch gehofft, dem Mann ist "vegan macht sexy" doch geradezu auf den Sixpack äh Leib geschrieben!

Samstag, 8. Mai 2010

sexen

viele verstehen nicht, wieso Veganer keine Eier essen, denn die Hühner legen die ja sowieso und dafür muss auch kein Tier sterben.
Schön wärs... Nicht nur dass die Legehennen geschlachtet werden, wenn sie keine Spitzenleistungen mehr bringen, es werden auch die Hälfte der Küken umgebracht. Die männlichen kann man nämlich zur Eierproduktion nicht brauchen, also werden diese aussortiert (=umgebracht).
Das nennt man "sexen" und wird bei jeder Art der Hühnerhaltung praktiziert; egal ob Käfig-, Boden-, Freiland- oder Biohaltung.
Hier wird das ganze nochmal genau erklärt und auch nochmal veranschaulicht, wie mit der Ware Tier umgegangen wird:




aktuell gibt es auch mal wieder einen neuen Lebensmittel-Skandal: dioxinverseuchtes Futtermittel aus der Ukraine wurde, sodass Rückstände davon in Eiern möglich sind. Dioxin kann Krebs auslösen.
darüber lesen kann man z.B. auf zdf.de

Donnerstag, 6. Mai 2010

Steve Vromman: Klimaschutz extrem

Der Belgier spart mit seiner Lebensweise 70% Energie: Duschen mit Regenwasser, und wenn er mal an den Laptop muss strampelt er dabei auf dem Hometrainer um den dafür erforderlichen Strom zu erzeugen.
Ich glaub wenn ich das machen würde, würde ich jeden Fahrradkurier daneben blass aussehen lassen ^^

Steve Vromman treibt es sicher auf die Spitze mit dem klimafreundlichen Leben, aber in abgeschwächter Form kann man einiges davon auch im eigenen Alltag übernehmen, z.B. weniger/kein Fleisch essen.

In dem Video werden auch noch andere extreme Klimaschutzmaßnahmen vorgestellt; aber seht selbst:



Das mit dem Klopapier-Verzicht finde ich allerdings ziemlich daneben, und ob das mit Kerzen statt elektrischem Licht wirklich so sinnvoll ist? Schließlich müssen die auch produziert werden und produzieren beim Abbrennen co2.

Mittwoch, 5. Mai 2010

Thunfisch belastet

... nicht nur das Gewissen, sondern auch die Gesundheit:

Roher Thunfisch auf Sushi-Häppchen enthält zum Teil bedenklich hohe Konzentrationen an gesundheitsschädlichem Quecksilber. Bei manchen Thunfisch-Arten übersteigt der Quecksilbergehalt laut einer US-Studie die amerikanischen Grenzwert um mehr als das Dreifache.

Thunfische sind als grosse Raubfische besonders stark mit Quecksilber belastet. Kleine Meeresorganismen nehmen das Gift aus der Umwelt auf - über die Nahrungskette häuft es sich dann bei grossen Fischen an und kann so auch in den Menschen gelangen.


aus der Thurgauer Zeitung

wieso fragt eigentlich niemand danach, was so eine Quecksilber-Belastung für den Fisch bedeutet? man hört immer nur davon, wenn der Verzehr der Fische dann für den Menschen gesundheitsbedenklich wird.
In dem Fall ist es aber ein Glück für den Thunfisch, dass er so verseucht ist, der rote Thunfisch ist vom Aussterben bedroht, berichtet Greenpeace:

Der Bestand des Roten Thunfisches im Ostatlantik ist in noch schlechterem Zustand. Der steigende Druck auf die Population durch die wachsende Fischerei seit 1990 hat vor allem die laichenden Weibchen dezimiert. Der aktuelle Rest-Bestand liegt zur Zeit vermutlich bei weniger als fünf Prozent des Bestandes von 1970. Da über die Fischerei selbst grundsätzliche Daten fehlen, ist ein vernünftiges Management dieser Fischerei unmöglich.


statt auf Thunfisch ganz zu verzichten, wird oft die Fischzucht als Ausweg vorgeschlagen. Die ist bei Thunfischen aber auch fragwürdig, begründet oceancare:

Die Idee von sogenannten „Thunfischzuchten“ stammt aus Australien, wo Fischer herausfanden, dass der kleinere Cousin des Roten Thunfisches, der Südliche Blauflossen-Thunfisch, in ganzen Schwärmen gefangen, in Käfigen im Meer gehalten und gemästet werden kann. Im Unterschied zu Lachsen oder Forellen, lassen sich Thunfische in Gefangenschaft nicht züchten; sie pflanzen sich nicht fort.

In diesen Mastkäfigen werden die Thunfische mit ökonomisch weniger interessanten wilden Fischen (die wahrscheinlich selbst schon überfischt sind) gefütterte bis der Ölgehalt in ihrem Fleisch den richtigen Wert erreicht hat. Und den richtigen Preis! Dann wird dem Thunfisch in den Kopf geschossen. Er wird umgehend gefroren und nach Japan verfrachtet.

Diese Form der Mast hat schnell Nachahmer gefunden. In weniger als 10 Jahren kam sie ins Mittelmeer, wo sie verheerende Folgen für Tier und Mensch hat. Es werden ganze Schwärme von jungen Roten Thunfischen gefangen, die sich nie werden fortpflanzen und den Fortbestand der Art sichern können.

Die ökologischen Probleme und Folgen sind dieselben wie für die Massentierhaltung von Nutztieren an Land: Anfälligkeit auf Krankheiten, Medikamentenzugabe, die das Wasser belasten, hohe Konzentration von Fäkalien und somit Überdüngung des Meeres. Das lokale Ökosystem wird zerstört. Nicht zu vergessen sind die Leiden der Fische wie Stress, Verletzungen, zu wenig Bewegung und mehr.

Die Mastfarmen lassen die Preise für Roten Thunfisch fallen und Fischer, die viel Geld in ihre Schiffe investiert haben, müssen doppelt so viele Rote Thunfische fangen, wie vorher, um gleich viel Verdienst zu erzielen. Ein Teufelskreis.


Interview mit vegetarischer Köchin in Dubai

Gabriele Kurz leitet das erste vegetarische Luxus-Restaurant in Dubai. Im Interview mit der Zeit redet sie über den Trend zum Vegetarismus, ihre Erfahrungen in der Luxus-Stadt Dubai, und wie man Tofu schmackhaft zubereitet :-)
kleiner Auszug:

ZEIT ONLINE: Wie schwer ist es, als vegetarische Köchin in der Branche ernst genommen zu werden?

Kurz: In der Branche gibt es zu wenige Spezialisten auf diesem Gebiet. Sie sind gesucht, da die Anzahl der vegetarischen Gäste zunimmt, die ganz bewusst auswählen und sehr spezielle Wünsche haben. Als ich in Dubai ankam, war ich sehr überrascht, wie viele Gäste nach veganer Küche fragten oder nach Raw Food.
Man merkt häufig, wie schwer sich Köche mit klassischer Kochausbildung und eben solchem Werdegang tun, wenn sie vegetarische Gerichte brauchen, die über das übliche Pasta- und Salatspektrum hinausgehen. Es herrscht immer noch ein Denkschema, das aus dem Vierklang der Komponenten Protein, Gemüse- und Sättigungsbeilage und Sauce besteht, wobei das Protein den größten Anteil einnimmt. Nehmen Sie den weg, ersetzt ihn ein klassischer Koch meistens durch Tofu, Ziegenkäse oder Pilze. Das ist oft viel zu schwer. Und viel zu einfach gedacht.

Dienstag, 4. Mai 2010

Ernährungsmythos: abends essen macht dick

Es klingt logisch: Wer spät abends isst, setzt Fett an. Schließlich geht man danach schlafen und bewegt sich nicht mehr.
Das Verdauungssystem ist aber auch nachts aktiv, so dass die Gesamtanzahl der Kalorien, die man über den Tag verteilt zu sich nimmt, entscheidend dafür ob man zunimmt oder nicht. Und natürlich wie viel man sich bewegt.
Das ist auch wissenschaftlich belegt:

US-Forscher haben den Mythos widerlegt, dass Essen am Abend dick macht. Die Wissenschaftler aus Portland kommen in ihrer Studie zu dem Ergebnis, dass abendliche Mahlzeiten genauso viel oder wenig zur Gewichtszunahme beitragen wie Mahlzeiten, die am Tag verzehrt werden.

Es kommt darauf an, wie viel man isst und wie viel Energie man verbraucht. Die Uhrzeit der Mahlzeiten ist nicht entscheidend", „Ob man zu- oder abnimmt, hängt letztendlich davon ab, welche Kalorienmenge man zu sich nimmt."


medizinauskunft.de

Samstag, 1. Mai 2010

Ökokatastrophe Ölpest: die Leidtragenden sind die Tiere

Die Ölpest im Golf von Mexiko bedroht zahlreiche Tiere im Wasser und auf dem Land.

Betroffen seien natürlich nicht nur Vögel, auch wenn sie die Auswirkungen gewöhnlich als erste spürten. Die Vögel bekämen das Öl ins Gefieder und schluckten es, was zu Leber- und Nierenproblemen führe.

Das Öl beeinflusst auch das Plankton, das Nahrungsgrundlage vieler Tiere ist. Krabben, Muscheln, Austern und Shrimps ernähren sich davon. Eingeöltes Plankton könnten diese Tiere nicht fressen, sagte Bossart. In der vom Öl bedrohten Region lebten auch Otter, die Muscheln fressen und gerade im Moment sogar Pottwale. «Es gibt Delfine direkt im Ölfilm.»

Andere Umweltschützer weisen auf Delfine und Alligatoren hin, die aufgrund der Ölpest sterben können. Auch Laichgebiete von Fischen sowie Korallen an den Küsten von Florida könnten zerstört werden. Die flachen Küstengebiete könnten das Öl geradezu auffangen und ansammeln.

Das Delta des Mississippis ragt vogelfußartig weit in den Golf von Mexiko hinein. Der Fluss spült Sand, Ton und weitere Teilchen ins Meer und bildet dort eine einzigartige Landschaft mit fruchtbaren Feuchtgebieten.