Montag, 15. März 2010

Weltverbrauchertag....

Seit 1999 gibt es den europäischen Tag des Verbrauchers. Jedes Jahr am 15. März soll damit daran erinnert werden, dass die Bürger als Verbraucher geschützt werden müssen. Die Bereiche des Verbraucherschutzes sind beispielsweise die Ernährung, Gesundheit und Pflege. Heutzutage gibt es so viele Produkte und Dienstleistungen, dass viele Menschen damit überfordert sind zu entscheiden, was gut ist oder wo sie aufpassen müssen, dass sie nicht betrogen oder geschädigt werden. Ihnen fehlt oft das Wissen, um alles zu durchschauen, zum Beispiel die Formulierungen in Verträgen oder die Inhaltslisten von Lebensmitteln und Kosmetik.

Quelle

Ich fänds allerdings auch mal wichtig, die Verbraucher daran zu erinnern, was sie für eine Verantwortung tragen und anzuhalten, ihr Konsumverhalten zu hinterfragen.

Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Solange Verbraucher extrem billig massenweise kaufen, wird es Produzenten geben, die möglichst billig produzieren, und da bleibt nicht nur die Produktqualität auf der Strecke, auch die Produktionsmethoden sind entsprechend. Bei Tierprodukten bedeutet dies: noch mehr Qual für die Tiere, da Massentierhaltung günstiger ist als zb Freilandhaltung, außerdem wird an der Futtermittelqualität gespart (wieso sonst sollte man auf die Idee kommen, Pflanzenfresser mit Tiermehl zu füttern?).
Da nehmen die Verbraucher meiner Meinung nach viel zu viel hin. Oder ist es ihnen einfach egal? Beim kürzlichen Wiesenhof-Skandal gabs mal kurz nen empörten Aufschrei, dann wurde fleißig weiter billiges Masthähnchen und Spiegelei gefuttert.
Oder Lidl: Welle der Empörung, aber niemand hat auf Discounterware verzichtet. Ok, es gab Leute, die von Lidl zu Aldi gewechselt sind, aber mal im Ernst: die beuten genauso aus.

Dabei würde man richtig viel erreichen können, dass Konsumenten die Macht haben, hat sich ja schon vielfach gezeigt, z.B. beim von Grennpeace ausgerufenem Boykott der Ölplattform Brent Spar. Und dass mittlerweile richtig viele vegane Produkte (und auch explizit als vegan gekennzeichnete Produkte) im Laden stehen ist auch kein Zufall - da hat die Industrie auf die wachsende Nachfrage reagiert.

Go vegan and make the world a better place :-)

Kommentare:

  1. ich höre einen bekannten immer wieder sagen: die umwelt geht den bach runter, die menschen müssen was tun. - der fliegt trotzdem jedes jahr ein oder zweimal mit dem flugzeug in den urlaub und hat auto und motorrad. naja.

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  2. Das ist doch (fast) genau, was ich sage.
    Solange die deutsche Hausfrau nicht mehr als 3 € für Hackfleisch ausgeben will, wird sich an Qualität und Art der Produktion nicht viel ändern. Und um wieviel besser schmeckt doch ein Schwein, das ein halbes Jahr im Dreck rumgehüpft ist.

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