Mittwoch, 25. November 2009

die spinnen die Amis

jedes Jahr zu Thanksgiving landen in den USA 45 Millionen Truthähne im Kochtopf/Ofen. nur einem bleibts erspart; aus einer Tradition heraus, von der niemand weiß wo sie herkommt, begnadigt der amerikanische Präsident eines der Federviecher. Angeblich war Harry Truman der erste, der sich durch geheucheltes Mitleid zu profilieren wusste.
Auch Obama hat (scheinheilig) Herz gezeigt, sein Puter trägt den Namen "Courage".

„Courage“ gehört wie die meisten amerikanischen Truthähne zur Rasse „Broad Breasted White“ - breitbrüstige Weiße. Diese Tiere haben eine übergroße, sehr fleischige, mit weißen Federn bedeckte Brust. Leider sind sie so überzüchtet, dass sie kaum noch stehen können und sich ohne menschliche Hilfe auch nicht fortpflanzen. Nicht nur Tierschützer, auch Feinschmecker lehnen solcherart degenerierte Vögel ab.

Züchter Bryant Worley von der Worley Farm in North Carolina hat „Courage“ wochenlang auf die Reise zum Weißen Haus vorbereitet, indem er dem Tier Musik vorgespielt hat. Nach der Begnadigung wird er den Truthahn wieder mitnehmen. Früher kamen die geretteten Vögel auf eine Farm in Virginia, seit 2005 werden sie nach Disneyland in Kalifornien geschickt. „Courage“ wird dort in der Thanksgiving Parade dabei sein. Danach wird das Tier in die relative Freiheit von „Frontierland“ entlassen, das Wild West Ressort von Disneyland, wo es herumstreifen darf, soweit es ihre Beine tragen. Das ist nicht weit. Erfahrungsgemäß halten die Tiere noch ein halbes Jahr durch.

Der Tierschutzorganisation Peta geht fordert, dass alle 45 Millionen Truthähne, die an diesem Thanksgiving zum Verzehr anstünden, begnadigt werden sollten, denn es seien intelligente, freundliche Tiere. Stattdessen sollten die Amerikaner ein vegetarisches Erntedankfest feiern. Erfolgsaussichten haben diese Forderungen nicht.


berichtet ksta


ich bin ja eher selten mit peta einer Meinung, aber in dem Fall haben sie eine sinnvolle Forderung... diese geheuchelte Tierliebe ist mir echt zuwider. 2012 ist aber vielleicht sowieso Sense mit dieser kranken Aktion:


Die Republikanerin Sarah Palin, die womöglich 2012 als Präsidentin antritt, ist dafür bekannt, dass sie Tiere vom Hubschraubern aus erschießt. Sie hat zwar letztes Jahr ihren Truthahn in Alaska vor laufenden Fernsehkameras begnadigt - im Hintergrund aber war zu sehen, wie andere zappelnde Vögel in eine Tötungsmaschine gesteckt wurden. Ein noch größeres Rätsel ist übrigens: Was essen die Präsidentenfamilien denn nun statt des Truthahns?

via fr

wer immer noch keinen Grund sieht, auf Truthahn zu verzichten, sollte sich folgendes video ansehen:

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