Montag, 15. September 2014

So viel Neues für Veganer

Nicht nur, dass die Medien vom Thema Veganismus voll sind; ich habe den Eindruck, dass seit einiger Zeit der Markt mit veganen Produkten geschwemmt wird. Und zwar nicht stillschweigend, sondern oft mit einiger Promo. Scheint so, als hätte die Marktwirtschaft Veganer als Zielgruppe entdeckt.

Ein paar nenneswerte Beispiele:

Der neue Provamel zuckerfrei mit gerade mal 43kcal pro 100g; das ist für nen Sojajoghurt das Tiefstmaß und kommt schon fast an Magerjoghurt ran.






 


Aus dem Rewe-Regal
Für die, die s vollmundiger und süßer mögen, gibts zwei neue Yofus von Alpro der Linie Cremoso; nämlich Apfelstrudel und Zitronenkuchen. Besonders dick und cremig, und daher mit 117kcal pro 100g eher nix für mich.









Selbst getestet hab ich aber das Alnatura Kartoffel-Pastinaken-Püree. Ist eigentlich Babynahrung, besteht aber nur aus pulverisierten bzw. flockigen Kartoffeln und Pastinaken, von daher kann man es auch super mit heißem Wasser und/oder Sojamilch als Beilage essen. Besonders praktisch, wenn man sich fürs Büro ne Beilage warm machen will, weil 23g halt genau als eine Singel-Beilage passt. Ich fands mit etwas Gemüsebrühe gewürzt sehr lecker. Wobei 1,95€ für 4 Beutelchen nicht grad billig ist.
Gibts auch als Kartoffel-Kürbis-Püree. Apropos Kürbis: Den gabs dazu. Ich glaub das ist der winzigste Mini-Hokkaido, den ich gesehen hab ^^ Überhaupt liebe ich Kürbis. Als nächstes schlemme ich mich durch Spaghetti- und Ufo-Kürbis :)

Außerdem gibt es bei Alnatura einen veganen Soja-Capuccino to go. Eine Umweltsünde, weil Plastik ohne Ende und eine Figursünde, weil Kalorien ohne Ende (43kcal pro 100ml; d.h. der 250ml-Becher hat über 100kcal die man einfach so wegschlürft). Außerdem besteht er zu fast 3/4 aus Sojamilch. In den Bewertungen wird auch überwiegend mehr Kaffee und weniger süß gefordert. Aber gibt ja Leute, die so süßes Schlürfzeug für unterwegs mögen.

Sonntag, 14. September 2014

Mausflaus testet "So geht vegan" von Patrick Bolk

Der Südwest-Verlag hat mir netterweise ein Rezensionsexemplar des frisch erschienenen Buchs "So geht vegan" von Patrick Bolk zur Verfügung gestellt.

Patrick Bolk
So geht vegan!
Der einfache Einstieg in ein veganes Leben
Das 10-Punkte-Programm mit über 100 Rezepten
 
Paperback, Flexibler Einband,
208 Seiten, 19,0 x 24,0 cm
ca. 100 Farbfotos
ISBN: 978-3-517-09278-2
€ 16,99 [D] | € 17,50 [A] | CHF 24,50

Verlag: Südwest

Beschreibung des Verlags:
„So geht vegan!“ hilft, den Start in die vegane Ernährungs- oder sogar Lebensweise zu erleichtern, denn jede(r) hat zu Beginn eine ganze Menge Fragen. Diese werden hier beantwortet, und der Leser bekommt in einem 10-Punkte-Programm, das er ganz entspannt in seinem eigenen Tempo umsetzen kann, alles an die Hand, was er braucht, damit der Umstieg kein Frust wird. Das Buch bietet über 100 wirklich einfach umzusetzende Rezepte, dazu jede Menge Hintergrundinfos, Warenkunde und ganz praktische Tipps zu Einkaufsquellen oder versteckten tierischen Inhaltsstoffen.


Das Buch hält, was die Beschreibung verspricht. Es werden superviele Infos - ich meine, alle wichtigen, die man als Neuveganer braucht - geliefert; sowohl was Nährstoffe, Einkaufsmöglichkeiten, Gesundheit, Produkte, Vegan im Alltag, Kochen und natürlich Rezepte angeht.



Da ich mich mit Veganismus ja ein bisschen auskenne *g* halte ich mich für einigermaßen kompetent um die Fakten auf ihre Richtigkeit zu prüfen. Und ich meine, nix gelesen zu haben, was grob falsch oder fragwürdig wäre. Also kein "B12 ist auch in Sauerkraut" oder "Milch macht krank". Wenn man superkritisch ist, findet man natürlich ein paar gängige Thesen, die so pauschal nicht ganz zutreffend sind, aber das Buch richtet sich schließlich an Anfänger und soll nicht mit tausenden widersprüchlichen Studien verwirren. Ich rede z.B. von der Behauptung für die Produktion von 1kg Rindfleisch bräuchte es 15kg Getreide. Da muss man ja immer beachten, dass es auch Weide-Rinder gibt, und die Berechnung dieser Zahl auch umstritten ist. Das sind aber nur Kleinigkeiten.
Und was die Tipps und Warenkunde angeht, liefert der Autor viele hilfreiche Beiträge gegen die "Aber was kannst du denn dann noch essen?"-Panikmache. Kein Wunder; Patrick Bolk ist Betreiber und Chefredakteur von deutschlandisstvegan.de und hat schon lange einen Blog namens sogehtvegan.de, den ich euch auch wärmstens empfehlen kann. Insgesamt wirkt er auf mich sehr sympathisch.

Dabei ist das ganze schön illustriert. Ich lasse einfach mal ein paar Bilder sprechen:

Wenn ihr aufs Bild klickt, wird es so groß, dass man die Schrift sogar lesen kann :)




Fazit: Das Buch ist hauptsächlich für Neueinsteiger. Die Rezepte sind natürlich auch für alte Vegan-Hasen super; aber eigentlich ist das Buch eher das prädestinierte Geschenk für Leute, die interessiert an Veganismus sind. Das wäre übrigens auch mein Ratschlag; nicht einfach wild in der Gegend verteilen; denn "Ratgeber" haben immer so ein bisschen was von "du solltest mal..."; also Kritik an der Lebensweise des Gegenübers. Sondern an Leute, bei denen man denkt, dass sie Veganismus schon interessiert. Eine super Alternative zum 30-Tage-Programm von Attila. Also eigentlich viel besser :)

Auf der Verlagsseite findet ihr noch mehr Infos, außerdem  eine ausführliche Leseprobe, wenn euch meine noch nicht gereicht hat.

Sonntag, 31. August 2014

Links der Woche VII

Was aktuell so interessant ist:

Süßungsmittel Advantam zugelassen (via Bundesministerium)
Ein neues synthetisch hergestelltes Süßungsmittel wurde von der Sicherheitsbehörde als unbedenklich eingestuft und wurde daher in der EU zugelassen.

Frühstücken wird überbewertet (via stern)
Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit, heißt es im Volksmund - und in Diät-Ratgebern. Denn: Wer morgens isst, nimmt angeblich ab. Britische Forscher haben den Ernährungs-Mythos nun widerlegt. Wird aber wohl noch ne Weile dauern, bis man nicht mehr "aber wenn du morgens nix isst, dann schlingst du mittags alles in dich rein, wenn du dann nicht schon umgefallen bist" zu hören kriegt.

Vegan bei Fast Food-Ketten (via peta2)
Übersicht, was man bei den großen Fast Food-Ketten - sofern man sie nicht auch noch aus anderen Gründen meidet - Veganes finden kann

Fünf Mythen über Veganer (via gmx)
Überraschenderweise ein informativer Artikel, der mit einigen Vorurteilen aufräumt. Schön, wenn das endlich mal durchsickert.

Der bessere Mensch (via Die Eskapistin-Blog)
Die Eskapistin macht sich Gedanken darüber, wieso es besser ist, sich mit sich selbst, als mit anderen zu vergleichen.

Poste niemals Sojajoghurt! Survival-Guide für die vegane Internet-Szene (via Stephie kocht vegan-Blog)
So true! Selbst vielfach erlebt.

Warum glutenfrei für gesunde Menschen sinnfrei ist (via welt)
Aber irgendjemanden gibts halt immer, der dran glaubt.

Fleisch oder vegetarisch? Was ist besser für den CO2-Fußabdruck? (via brigitte)
Das Ergebnis ist jetzt nicht so überraschend. Gut fand ich, dass angemerkt wurde, dass Vegetarier dann einen ähnlich großen CO2-Fußabdruck haben, wenn sie viele Milchprodukte konsumieren. Das wird ja gerne vergessen bei der Rinder-Problematik

Dienstag, 26. August 2014

TV-Tipp: in der Woche ab 1.9. "Das Perfekte Dinner - 100% vegan" auf VOX

Kein Fisch, kein Fleisch, keine tierischen Produkte – denn vom 1. bis 5.9. um 19 Uhr ist “Das perfekte Dinner – 100% Vegan”. Zum Wettstreit um den Titel des perfekten Gastgebers treten in dieser Woche fünf Berliner Hobbyköche an, die nicht nur ihre eigenen Koch- und Gastgeberqualitäten, sondern auch die Vorzüge der veganen Küche und Lebensweise unter Beweis stellen wollen. Und das tun sie an ihren Dinnerabenden so überzeugend, dass selbst Fleischessern das Wasser im Munde zusammen laufen dürfte. 
Tipps und Tricks von Attila Hildmann
Kommentiert und mit zahlreichen Tipps und Tricks angereichert wird ihr Treiben in der Küche vom veganen Starkoch und Kochbuchautor Attila Hildmann. Die Bewertung machen die fünf Konkurrenten aber unter sich aus. Wer wohl am Ende der Woche für sein veganes Menü die meisten Punkte und damit die Gewinnsumme von 1.500 Euro sowie den Titel des besten veganen Hobbykochs der Hauptstadt erhält?
Alle gebe das Beste “Ich bin Attila Hildmann und ich werde euch mit Rat und Tat durch die Woche begleiten, beim allerersten ,perfekten Dinner’ in der veganen Version”, kündigt der Shootingstar der veganen Küche am ersten Dinnerabend bei der 25-jährigen Natalie an.

Die Menüs und Rezepte der Kandidaten findet ihr *hier*. Klingt echt gut; ich hatte ja befürchtet, dass da viel mit Soja gearbeitet wird, aber nachdem ich mir die Rezepte angeguckt hab; bin ich ziemlich begeistert: Kaum Tofu, dafür viele kreative Sachen. Was ich jetzt nicht so passend finde, war beim "Perfekten Dinner" nen Burger zu machen. Ich gehe mal davon aus, dass der Kandidat dann auch nicht so weit oben landen wird. Zumal der Rest auch nix wirklich besonderes ist: Karottencremesuppe mit wenigen Zutaten; Hummus ist auch eher ein Klassiker, und Gin Tonic in ner Gurke zu servieren... Naja.

Attila Hildmann hätt's für mich nicht gebraucht... Ich halte eh nix von dem Trend, in jede Sendung nen "Experten" aus dem off alles kommentieren zu lassen. Damit wird verhindert, dass der Zuschauer sich selbst eine Meinung bildet, Experte X findet das gut, also muss das wohl so sein. Machen wir uns nix vor; der Durchschnittszuschauer wird von dem, was in so Sendungen gezeigt wird, wohl eher weniger Ahnung haben; aber wenn man ihm eine bestimmte Meinung vorgefertigt präsentiert, verhindert das schon im Ansatz, dass er sich selbstständig damit auseinandersetzt und sich eine eigene Meinung bildet.
Es beeinflusst einen ja schon, wie die anderen Kandidaten das Essen finden, aber die sind keine "höhere Instanz"; wenn dagegen der Oberschlaumeier was sagt, dann ist man eher geneigt, der vermeintlichen Autorität zu folgen.

Und dass Attila seine Rübe in jede Kamera halten muss, geht mir eh auf den Keks. Nicht nur weil er, wenns nicht grad um seinen Porsche geht, in jedem zweiten Satz "Cholesterin" und "gesund" sagt; sondern auch, weil ich seine "frisch-fröhliche Art" nervig finde.

Trotzdem bin ich natürlich gespannt, wie die Kandidaten präsentiert werden, was man über Veganismus erfährt und was man sich an Inspirationen holen kann, und hoffe, dass ich es wenigstens ein paar Mal nächste Woche schaffe, bis 19Uhr daheim zu sein :)

Donnerstag, 31. Juli 2014

Neu: veganes Ciabatta bei Starbucks

Neben diversen veganen/veganisierten Getränken hat Starbucks seit neustem auch ein veganes Sandwich im Angebot (siehe Starbucks-Menu-List und  Meldung der Albert-Schweitzer-Stiftung). Als ich letztens für meinen Standard-tall-coffee-mit-aufgeschäumter-Sojamilch-für-hier (bezahlt mit Starbucks-Card - nach dem 5.Getränk ist man auf der grünen Stufe und kriegt nen kostenlosen Refill; außerdem ein Geburtstagsfreigetränk) anstand, habe ich mal die Theke abfotografiert:



Sieht aus wie die anderen Sandwiches und kostet auch genauso viel: 3,45€. Starbucks-Food ist echt teuer. Und deswegen auch nix für mich. Aber der Homeveganer fands lecker.

Mittwoch, 16. Juli 2014

Der "Skandal" mit dem Wurstkartell

In allen Nachrichten (z.B. in der Zeit) hieß es vor kurzem
Millionen Verbraucher in Deutschland haben offenbar zu viel Geld für Wurst und Schinken bezahlt.
Gemeint ist, dass es ein "Wurstkartell" gab, d.h. die großen Hersteller haben untereinander Preisabsprachen getroffen um den Marktpreis künstlich hochzuhalten. Das ist verboten, weil es der freien Marktwirtschaft widerspricht.
Aber ich finde die Aussage, Wurst und Schinken sei "zu teuer" so makaber. Das Zeug ist doch viel zu billig! Es ist ungesunde Industriescheiße, die massenhaft unter miesesten Bedingungen "produziert" wird; Tiere, Landwirte/Fleischerzeuger/Schlachthofmitarbeiter/Transporteure werden ausgebeutet, um die Produktionskosten zu drücken, dazu kommen noch Subventionierungen und der ermäßigte Mehrwertsteuersatz.
Also der Skandal ist in meinen Augen nicht, dass Verbraucher viel Geld (1kg Böklunder Rostbratwurst kostet 4,80€, das sind noch nicht mal 50cent für 100g!!!) für Fleischprodukte gezahlt haben, sondern dass die Wursthersteller sich das in die eigenen Taschen gestopft hätten.

Und was is die Folge? Wird Wurst jetzt billiger? Super, dann kann der Verbraucher da ja noch mehr zuschlagen...

Toll passt auch die aktuelle Forderung von Ernährungsverbänden, den vollen Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent auf besonders kalorienreiche und ballaststoffarme Produkte (wozu auch Wurst gehören dürfte) zu erheben.

Samstag, 12. Juli 2014

es gibt sie noch, die Vegan-Experimente

Ein neuer Teil in meiner Serie Vegan-Experimente:

Diesmal ist eine Redakteurin vom ECHO die Mutige. In "Vegan auf Probe - Ein Selbstversuch" beschreibt sie ihre mutigen 4 Wochen.
Das erste Frühstück besteht aus Kaffee mit Sojamilch, die "aufdringlich nach Vanille schmeckt" (ja, das ist so bei VANILLEsojamilch, wenn man das nicht will, sollte man nichts mit dem Aufdruck "VANILLE" kaufen!!!) und einem Brötchen mit Margarine und Marmelade, denn mehr gibt der Kühlschrank nicht her (Das Experiment kam wohl völlig überraschend, sodass vorher absolut keine Zeit zum Einkaufen war?!).
Mittags gibt es einen Salat in der Kantine. Weil der schon fertig mit Croutons, Käsestreifen und sonstigem Unfug gespickt ist, muss sie alles einzeln rausklauben. Übrig bleiben strohig schmeckendes Grünzeug und zwei Kirschtomaten. 
Das ist ungefähr so sinnvoll, wie eine Salamipizza zu bestellen und dann den Käse und die Salami rutnerzukratzen und nur den Boden zu essen. Auch da hätte man vielleicht mal vorher gucken können, was die Kantine denn so hergibt; dürfte ja nicht der erste Besuch dort sein.
Nun kommt aber der löbliche Einkauf, und zwar im Bioladen. Überraschung: Dort ist es teuer! Wer hätte das gedacht.
Am dritten Tag ist der Hunger angeblich weg. Ständig ans Essen denken zu müssen, macht sowas von satt. Echt? Ich werd davon immer nur noch hungriger.  So traurig geht es weiter; die Vegane-Fertig-Food-Auswahl ist nicht lecker genug; im Fußballstadion gibts keine Pommes, und auf der Grillfete haben die anderen nur Fleisch vorrätig. Es sei denn, die Party wird von Veganern ausgerichtet: Da stopfe ich mich voll und habe plötzlich wieder Appetit, gibt es doch Köstlichkeiten wie vegane Gulaschsuppen, Linsensalate mit Datteln, Bananen-Muffins und Karotten-Nuss-Kuchen.
Könnte daran liegen, dass Veganer auch vegan essen. Btw wenn die anderen es hinkriegen, sowas zuzubereiten, könnte man das doch vielleicht auch selbst machen und ....mitbringen in Kantine und zu Essenseinladungen? Oder denke ich da jetzt zu weit?
dann folgen noch einige nicht weiter nennenswerte Infos zu Ethik, Gesundheit, Stolpersteinen und Produkten. Witzigerweise schreibt sie zum Thema "Lecker essen"
Na klar, das geht auch vegan. Wenn ich zu Hause bin und viel Zeit habe, mir Kichererbsen-Buletten mit Zucchini-Dip zu machen oder Gurkenremoulade zum Spargel. Die vegane Leberwurst aus pürierten Kidneybohnen als Brotaufstrich scheckt super, die grüne Soße mit Tofu-Rührei macht süchtig. Von all den Currys, Linsen- und Gemüsesuppen ganz zu schweigen. Die Liste an veganen Rezepten ist lang und lecker. 
 Na immerhin. Man muss halt was selbst machen. Doch dann wird gleich wieder gejammert
Mir fehlt das Gelbe vom Ei, Naturjoghurt, der nach Naturjoghurt schmeckt, Milch, die nach Milch schmeckt, und käsiger Käse. Mir fehlt auch ein Stück Leichtigkeit.
Tja, wenn an Eigelb als Leibspeise hat, wird man mit veganer Ernährung wohl nicht glücklich. Das Fazit fällt dann auch entsprechend mau aus:
Sich am Montag überlegen zu müssen, wie man die nächsten Tage vegan über die Runden kommt, ist nervig, zeitraubend und mit einem Vollzeitjob nur schwer zu vereinbaren. Ich habe auch keine Lust auf die vielen Diskussionen mit Allesessern, die unweigerlich kommen, wenn man sich als Veganer outet.
Super, wie die Autorin von sich selbst auf die Allgemeinheit folgert. Weil es in ihrer Kantine nix gibt, haben, können Berufstätige unmöglich vegan leben. Komisch, ich kenn Leute, die sich auch so was von zu Hause mitbringen. Z.B. ihr Wiener Schnitzel vom Vortag. Weil es ihnen in der Kantine nicht schmeckt, sie Geld sparen wollen, die Reste eh wegmüssen o.ä. Oder man geht woanders hin... Und ich kenne auch viele, die abends nach der Arbeit noch selbst kochen. Oder wenn sie keine Lust haben, einfach ne Brotzeit machen.
Und einkaufen dauert vegan auch nicht viel länger, jedenfalls nicht, wenn man irgendwann seine Produktpalette kennt.
Aber gegen die Diskussionen mit den Allesessern hab ich auch kein Heilmittel.Wobei man mit "Ich hab da so n ätzendes Experiment aufgedrückt bekommen, und soll da drüber nen Bericht schreiben" doch eigentlich gar nicht weiter in Argumentationsnot gerät.