Montag, 14. April 2014

Pst, weitersagen! In Frankfurt eröffnet bald das "extravegant"



 

Ich sag dann mal weiter :) Bisher ist es im Inneren dunkel, an den Scheiben kleben aber schon Zettel mit dem Hinweis auf die Neueröffnung.... Und eine Facebook-Seite hat das "extravegant" auch schon.
Der Standort ist in Bornheim auf der Berger Straße, ungefähr in der Mitte zwischen den U-Bahn-Halten "Bornheim Mitte" und "Höhenstraße", also unweit vom Veganz. Früher war da ein Cupcake-Laden drin.
Das ganze soll ein Bistro werden, welches ausschließlich Bio und Fair Trade anbietet (und natürlich vegan). Konkret heißt das Kaffee, Tee, Kuchen, Gebäck, belegte Brötchen, Shakes, Salate, Müsli u.ä.
Ich vermute mal, dass das Preisniveau bei dem Anspruch (bio+fair trade) wohl nicht gerade niedrig sein wird.Was ja angemessen ist; ich finde es allerdings etwas schade, dass die allermeisten (wenn nicht sogar alle) explizit vegan-Angebote im oberen Preissegment sind.
Es wird mit Hochdruck am Innenleben gearbeitet, und Ende April soll dann wirklich neueröffnet werden. Ein konkretes Opening-Date steht noch nicht.
Das Motto "Alles aus Liebe" scheint nicht bloß ne Floskel zu sein; die Facebook-Seite ist wirklich liebevoll gemacht mit Fotos von den tollen Kreationen und Infos über den Laden. Besonders süß finde ich, dass die Mitarbeiter einzeln vorgestellt werden. Insegesamt vlt n bisschen arg viel Liebe; bei zu viel hellblau, rosa und tütütü geht bei mir der Prinzessinnen-Alarm an ^^

Ich werd bestimmt mal reinschauen und einen Kaffee mit Sojamilch auf der Terrasse genießen. Bei Öffnungszeiten von 7:30 bis 18 Uhr sollte das zu schaffen sein :)

Sonntag, 13. April 2014

aktuelles Lieblingszitat XXII

"Flexitarier" bedeutet doch nichts anderes als "Ich esse gerne Fleisch, möchte mich aber von anderen Fleischessern moralisch abheben. Leider kriege ich es nicht hin, ganz auf Fleisch zu verzichten, weil ich schwach bin, also brauche ich einen Ausdruck, der einerseits meine moralische Überlegenheit zeigt, mir aber andererseits noch ermöglich, mit Genuss totes Tier zu essen."

gelesen im ck-forum

Sonntag, 23. März 2014

Reformhauszeitschrift "Ab heute vegan"

Im Zuge der Ambition, vermehrt Veganer als Kundschaft anzusprechen, hat die Reformhauszeitschrift ein Sonderheft vegan rausgebracht. Bei meinem Reformhaus lag das draußen in dem Ständer wo auch die normale Reformhauszeitschrift liegt, deswegen habe ich einfach mal eins mitgenommen. Erst als ich das Cover abfotografiert hab, ist mir aufgefallen, dass da oben rechts ein Preis von 1,50€ draufsteht, und das im Online-Shop auch so ausgepreist ist. Keine Ahnung, ob meine Filiale da was verbummelt hat, oder ob erwartet wird, dass man reingeht und die Zeitschrift auf den Tisch legt. Da ich nicht mit Vorsatz gehandelt habe, ist es jedenfalls kein Diebstahl gewesen ;)



Auf den 23 Seiten sind (neben einiger Werbung):
  • 2 Seiten Meldungen, Terminkalender, Kurzinfos
  • 2 Seiten Bericht "Ich bin dann mal vegan", über Gründe und gesundheitliche Aspekte des Veganismus
  • 1 Seite Überblick über wichtige Nährstoffe
  • 1/2 Seite Umweltschutz
  • 1 Seite über die ersten Veganer
  • 1 Seite Interview über Gesundheitsaspekte mit einem Ernährungswissenschaftler
  • 2 Seiten Interview mit Björn Moschinski + Rezept für Brennessel-Kartoffel-Suppe
  • 3 Seiten Rezepte
  • 1 Seite Lesetipps
  • 2 Seiten Interview mit Attila Hildmann + Rezept für Apfel-Hafer-Tower mit Kiwisoße
  • 2 Seiten über vegane Kosmetik im Reformhaus
  • 1 Seite über die Kooperation von Reformhaus und VEBU
  • 1 Seite über vegane Klamotten

Ich hab's tatsächlich komplett gelesen, um hier kompetent zu informieren *g* (normalerweise blättere ich sowas nur durch und les bloß quer bzw. nur ganz wenige Berichte komplett); hat sich aber ehrlich gesagt nicht wirklich gelohnt.
Die Interviews waren langweilig, es wurden die üblichen Grundsatzfragen gestellt. Die Ausführungen zur Gesundheit waren zwar okay, so nach dem Motto "ein bisschen muss man schon aufpassen, ausgewogene Ernährung ist wichtig, aber im Prinzip geht das auch mit vegan" und die Meldungen waren jetzt nicht weltbewegend.
Für Neuveganer bzw. Vegan-Interessierte bestimmt geeignet, aber ich würd kein 1,50€ dafür zahlen.

Montag, 17. März 2014

Mausflaus testet: Claudis Buch "Rohvegan"


Ich bin wohl die Allerletze, die Rohvegan auch endlich mal rezensiert. Ich komm halt so selten zum Bücherlesen (Internet ist viel interessanter ^^). Dabei muss man sagen, dass Rohvegan auch für weniger Lesebegeisterte geeignet ist, denn das Buch ist in einer frischen, leichten Sprache geschrieben, es werden viele interessante Erfahrungen geschildert und Tipps gegeben. Also kein abstraktes Dogmengeschwafel, Studienvergleiche o.ä.; sondern einfach "aus dem Leben". Eigentlich so wie Claudis Blog, nur auf Papier ;)

Das Buch startet mit einer kleinen Einführung in die  rohvegane Welt, was sehr sinnvoll ist, weil ich z.B. von rohvegan eigentlich nur wei, dass das heißt, dass Nahrungsmittel nicht mehr als 40 Grad erhitzt werden.
Die Autoren werden vorgestellt, denn am Buch mitgewirkt hat auch die Ernährungsberaterin Sonja Reifenhäuser, womit auch die ernährungswissenschaftlichen Aspekte des Selbstversuchs berücksichtigt werden. Dann folgen allerlei Infos rund um Veganismus, Ernährung, Rohkost

Es folgen 50 einfache Rohkostrezepte, von grünen Smoothies über Hauptgerichte wie Lasagne oder gefüllte Pilze bis hin zu Desserts wie Chia Pudding und Obsttörtchen mit Macadamiaboden. Und mit "einfach" ist wirklich einfach gemeint; also so dass es jeder umsetzen kann. Keines der Rezepte ist länger als 5 Sätze, trotzdem kann man mit den Beschreibungen was anfangen. Als Beispiel möchte ich die Gemüsespaghetti nennen:


Ok, man sollte einen Spirali haben, aber ansonsten braucht man für die Rezepte eigentlich nur Mixer, Pürierstab, und die übliche Kücheneinrichtung (Schüssel, Besteck....). Und zur Not geht auch ein Sparschäler.

Das Buch endet mit einem persönlichen Rückblick. Ich glaube die Überschrift  darf ich mal vorwegnehmen, ohne zu viel zu spoilern: Rohkost rockt :)

Zum Schluss muss ich noch das schöne Design des Buches loben, das ganz im Stil ihres Blogs gehalten ist. Dass ich das Claudi-Schaf auf dem Cover geil finde, brauch ich glaub ich nicht noch erwähnen ^^ Dazu der Holz-Hintergrund und ansprechende Fotos, auf denen die Speisen sehr appetitlich aussehen, ohne dass viel Deko nötig ist.

Ein dickes Plus gibts von mir auch noch für die Umweltfreundlichkeit:

Erschienen bei "Compassion Media"; Preis 13€. Kaufen kann man das Buch online, angeblich auch im Laden, aber ich fürchte da wird man allenfalls in speziellen Läden wie dem Veganz fündig. 

Fazit: „Rohvegan“ von Claudia Renner ist ein toller Ratgeber für alle, die sich für rohvegane Ernährung interessieren, aber keine Ahnung haben. Das schöne Design macht das Buch außerdem zu einem hübschen Geschenk. 

Vielen Dank an Claudi für das tolle Buch! 

Samstag, 8. März 2014

des einen Freud ist des anderen Leid

Was hat die Meldung, auch in Deutschland wären Oreo-Kekse jetzt vegan, bei den Veganern für Freudenstürme ausgelöst.... Doch nicht alle finden das gut. Auf dem Verbraucherportal Lebensmittelklarheit wurde eine Verbraucherbeschwerde veröffentlicht, in der genau das moniert wurde:

Die Aufmachung der Verpackung sowie die Werbung suggerieren, dass die Füllung zwischen den Kekshälften Milch enthält. Im Internet findet sich die Produktbezeichnung "Kakaokekse mit einer Crèmefüllung mit Vanillegeschmack (29 %)", der auf der Verpackung allerdings fehlt (Anm. der Redaktion: Diese Verkehrsbezeichnung steht in kleiner Schrift und als eine von acht Sprachen unterhalb der Nährwerttabelle auf der Verpackung). In der sehr kleinen Zutatenliste findet sich dann nur der Allergie-Hinweis "Kann Spuren von Milch enthalten".
Herr S. aus Rottendorf vom 08.12.2013

Quelle: http://www.lebensmittelklarheit.de/cps/rde/xchg/lebensmittelklarheit/hs.xsl/8824.htm

Punkt 1: Die Kekse haben eine weiße Füllung und auf der Abbildung ist ein weißer Schweif. Unten das soll wohl wirklich ein Milchsee. So wie bei Milka die Milka-Kuh auf der Weide steht. In Milka-Schoki ist aber nu auch kein Gras drin.

Punkt 2: Wtf??? Es ist Süßkram. Den isst man weils lecker ist und nicht wegen besonders toller Inhaltsstoffe. Zumal bei Oreos ja nicht - wie z.B. bei Kinderschokolade - mit dem "Guten aus der Milch" o.ä. geworben wird.
Und dass Milch nicht nennenswert gesund ist - zumal in so Minimengen und mit ordentlich Zucker, Fett und Zusatzstofen - brauchen wir glaub ich nicht reden.

Die Verbraucherzentrale stellt sich natürlich schützend vor den Verbraucher, und stimmt ihm zu, dass die Aufmachung irreführend sei. Zum Glück knickt der Hersteller nicht ein, sondern erklärt in einer Stellungnahme:

OREO Fans genießen unsere Kekse nach dem bekannten Ritual „Drehen, lecken, eintauchen“. Die Milch auf der Verpackung soll auf den 3. Teil hinweisen – Eintauchen in Milch. Über die Produktzusammensetzung informieren wir vollständig auf der Verpackung. Ab Mitte 2014 optimiert: „Serviervorschlag – Mit Milch genießen“ wird auf der Verpackung stehen; die Zutatenliste wird noch deutlich lesbarer.

Eine Möglichkeit wäre ja noch, die Creme so herzustellen *g*


Freitag, 7. März 2014

Mausflaus testet "Vegane Backträume"

Brigitte Bach von Deutschland is(s)t vegan  hat ein veganes Backbuch geschrieben, was mir freundlicherweise vom Löwenzahn-Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde: 

 

Aus der Beschreibung:
Vegane Backträume 
Kuchen, Kekse und andere Leckereien!

„Vegane Backträume“ präsentiert über 40 Rezepte, die von österreichischen Klassikern wie Apfelstrudel oder Polsterzipf, über Newcomer wie Cupcakes oder Bagels bis hin zu feinem Teegebäck reichen. Neben einfachen Rezepten für Backanfänger, finden sich auch aufwändigere Kreationen für Fortgeschrittene, die ihrer Experimentierfreude – nicht zuletzt mit den zahlreichen Austausch – und do-it-yourself-Tipps – freien Lauf lassen können. Der Einleitungsteil des Buchs zeigt, welche Zutaten anstelle von Eiern, Butter, Topfen und Obers für beste Backergebnisse sorgen und mit welchen einfachen Grundregeln veganes Gebäck gelingt.

Brigitte Bach: Vegane Backträume. Kuchen, Kekse und andere Leckereien.
Löwenzahn Verlag 2014. 

17,95 Euro
ISBN 978-3-7066-2541-8
Was beim ersten Durchblättern auffällt, ist, dass alles hübsch bebildert und das Layout ansprechend gestaltet ist.Inhaltlich gibt es zunächst einen Einführungsteil, der sich nicht nur aufs Backen bezieht. Z.B. wird in "Vegan und alles ist gut?" zu einem bewussten Umgang mit Zutaten aufgerufen. Es gibt außerdem einen ausführlichen Teil zur Frage, wie veganes Backen gelingt und welche tierischen Produkte wie ersetzt werden können, inkl. eine Ei-Ersatz-Tabelle.Am Ende gibt es noch Verpackungstipps und ein Glossar.

Die Rezepte sind sowohl Klassiker, als auch Eigenkreationen.



Das weltleckerste Rezept überhaupt:



Ein bisschen blöd finde ich, dass die Zutatenlisten sehr umfangreich sind, und auch die Anfänger-Rezepte nicht soooo anfängertauglich. Außerdem wird vorwiegend mit pseudo-gesunden Zutaten gearbeitet wie Rohrohrzucker, Agavendicksaft oder Dinkelmehr. Ich finde das etwas nervig, denn Saccharose bleibt Saccharose, egal in welcher Konsistenz. Ist ja irgendwie grad so Trend, Zucker zu verteufeln und dafür anderes Süßzeugs zu verwenden, und den Eindruck zu vermitteln, man würde was Gesundes verwenden. Klar, wenn man's weiß, dann kauft man einfach normalen Zucker, aber wenn man sich nicht so auskennt, weiß man vlt nicht, ob die Rezepte dann auch funktionieren/schmecken. Mit Dinkelmehl ist es ähnlich; das ist zwar tatsächlich gesünder als Weizenmehl, aber auch nur geringfügig. Und viele mögen den Geschmack nicht so sehr.

Zweiter Kritikpunkt: Ich finde das Design zwar ganz hübsch; aber es ist doch arg mädchenhaft. Schon das Cover ist ja in schnörkeliger lila Schreibschrift auf rosa Hintergund und ein schnuckeliger Cupcake im Hintergrund. Soll definitiv eher Frauen ansprechen. Klar sind Frauen was Backen und v.a. Veganismus angeht die Hauptzielgruppe, aber muss man immer alle Klischees erfüllen?

Also wer auf Mädchen-Backen steht, ist mit dem Buch bestens bedient :) 


Brigitte hat auch einen eigenen Blog names B.B's Bakery, in dem ihr euch schonmal einen ungefähren Eindruck von Brigittes Backkünsten verschaffen könnt und im Making of lesen könnt, wie es zum Buch kam. 

Samstag, 22. Februar 2014

Mausflaus testet: Pulverkaffee(ersatz)

Da ich ja ne faule Sau bin, trinke ich zuhause schon lange nur noch Pulverkaffee. Für nachmittags/abends aber nur noch entkoffeinierten, damits mit dem Einschlafen noch klappt. Wobei entkoffeinierter ja auch nicht koffeinfrei ist, sondern noch immer noch etwas Restkoffein hat. Allerdings sind das laut Wiki maximal 0,1% Restkoffein.

Weil ich auch noch geizig bin, habe ich den Billigkaffee von Netto genommen für 2,59€ pro 100g:

 

Geschmacklich okay, aber natürlich weder fair trade noch bio. Ich habe auch mal den Fair trade Bio-Pulverkaffee von Mount Hagen probiert, aber kostet erstens 5€, und außerdem hat er scheußlich geschmeckt - extrem bitter.

In einem Anflug von ich-muss-die-Welt-verbessern habe ich mich nach einer Alternative umgesehen, die weniger ressourcenintensiv, pestizidbelastend und menschenausbeuterisch ist und erstmal im Kaffeeregal von Alnatura geschaut. Und bin fündig geworden: Bio-Dinkelkaffee von Mount Hagen für 2,49€:

 

 Ich hatte zwar Bedenken wegen des Geschmacks, habe ihn aber trotzdem einfach mal mitgenommen. Und war positiv überrascht: Er schmeckt mir sogar besser als der entkoffeinierte! Er ist nämlich ein bisschen milder.

Inzwischen habe ich aber entdeckt, dass Netto auch einen Bio-Dinkelkaffee hat, und zwar für nur 1,99€. Schmeckt genauso wie der von Mount Hagen, also nehm ich als Sparfuchs lieber den. Gibt auch noch nen Malzkaffee, aber den habe ich noch nicht probiert.

 

Für echte Kaffeegourmets natürlich alles nix, aber für normalen Pulverkaffee ist es echt ne Alternative. Morgens hab ich allerdings doch gern nen Wachmacher, da gibts doch 1-2 Tassen konventionellen Instant-Kaffee.